Telekomimperium Altice trennt USA und Europageschäft


12.01.18 12:15
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Altice (ISIN NL0011333752/ WKN A14W4B) war zuletzt vermehrt von Turbulenzen und negativen Schlagzeilen belastet, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Enttäuschende Quartalszahlen und ein Schuldenberg von mehr als EUR 55 Mrd. infolge von unteranderem weniger erfolgreichen fremdfinanzierten Akquisitionen würden auch bei den Investoren für schlechte Stimmung sorgen. Vor allem der 2014 von Vivendi übernommene französische Telekomanbieter SFR sorge für Verunsicherung auf Seite der Investoren. Dem Telekomunternehmen würden kontinuierlich die Kunden davon laufen. All dies habe den Gründer und Hauptaktionär Patrick Drahi veranlasst, das Zepter wieder selbst in die Hand zu nehmen und der Europachef Combes sei entlassen worden.

Der Konzern werde geteilt. Das Europageschäft verbleibe bei der Mutter Altice NV, welche ihre Beteiligungen von rund 67% an Altice USA abgebe (Altice NV-Aktionäre würden Aktien von Altice USA erhalten). Es werde zwar zwei unabhängige Managements geben, jedoch werde Drahi persönlich beide Boards leiten. Das Schuldenproblem sei damit vorerst noch nicht gelöst, was jedoch die diversen Anleihefälligkeiten betreffe, so kämen erst ab 2020 größere Tilgungsvolumina (USD) auf den Konzern zu. Hinsichtlich des Europageschäfts, speziell SFR, würden größere Fälligkeiten erst ab 2022 auftreten. (Ausgabe vom 11.01.2018) (12.01.2018/alc/n/a)




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