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Statistisches Bundesamt: Inflationsrate im Juni 2021 bei +2,3%


13.07.21 09:15
anleihencheck.de

Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Die Inflationsrate in Deutschland - gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat - lag im Juni 2021 bei +2,3%. Nach dem kontinuierlichen Anstieg seit Jahresbeginn hat sich die Inflationsrate damit etwas abgeschwächt (Mai 2021: +2,5%), so das Statistische Bundesamt (Destatis) in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemitteilung:

Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, stiegen die Verbraucherpreise im Vergleich zum Mai 2021 um 0,4%.

Energie verteuerte sich binnen Jahresfrist weiterhin kräftig um 9,4%

Die Preise für Waren insgesamt erhöhten sich von Juni 2020 bis Juni 2021 überdurchschnittlich um 3,1%. Die Preise für Energieprodukte lagen dabei mit +9,4% weiterhin deutlich über der Gesamtteuerung, nach +10,0% im Mai 2021. Hier wirkten sich neben dem aktuellen Anstieg der Energiepreise auch temporäre Sondereffekte erhöhend auf die Teuerungsrate aus, insbesondere die zu Jahresbeginn eingeführte CO2-Abgabe sowie die niedrigen Preise für Energieprodukte vor einem Jahr (Basiseffekt). Besonders günstig waren damals Mineralölprodukte. Teurer binnen Jahresfrist wurden daher vor allem Heizöl (+42,5%) und Kraftstoffe (+23,5%). Die Strompreise blieben unverändert.

Nahrungsmittel verteuerten sich gegenüber Juni 2020 unterdurchschnittlich um 1,2%

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im Juni 2021 gegenüber dem Vorjahresmonat unterdurchschnittlich um 1,2%, nach +1,5% im Mai 2021. Günstiger als ein Jahr zuvor war frisches Gemüse mit -2,3%. Die meisten Nahrungsmittelgruppen weisen einen moderaten Preisanstieg auf, zum Beispiel Fleisch und Fleischwaren (+0,6%). Merklich teurer wurden Speisefette und Speiseöle (+5,6%). Darüber hinaus verteuerten sich unter den Waren auch Bekleidungsartikel (+3,6%) und Fahrzeuge (+3,1%). Billiger wurden dagegen unter anderem Mobiltelefone (-5,8%).

Inflationsrate ohne Energie bei +1,6%

Die Preiserhöhungen bei den Energieprodukten gegenüber dem Vorjahresmonat haben sich deutlich auf die Inflationsrate ausgewirkt: Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im Juni 2021 bei +1,6% gelegen, ohne Heizöl und Kraftstoffe nur bei +1,5%.

Dienstleistungen verteuerten sich binnen Jahresfrist um 1,6%

Die Preise für Dienstleistungen insgesamt lagen im Juni 2021 um 1,6% über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die aufgrund des großen Anteils an den Konsumausgaben der privaten Haushalte bedeutsamen Nettokaltmieten verteuerten sich um 1,4%. Des Weiteren stiegen unter anderem die Entgelte für Glücksspiele (+15,1%), die Preise für Leistungen sozialer Einrichtungen (+5,5%) sowie Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+3,7%). Günstiger waren hingegen zum Beispiel Bahntickets (-3,4%) und Telekommunikationsdienstleistungen (-1,1%).

Preise gegenüber dem Vormonat um 0,4% gestiegen

Im Vergleich zum Mai 2021 stieg der Verbraucherpreisindex im Juni 2021 um 0,4%. Die Preise für Energieprodukte zogen um 0,8% an, insbesondere wurden Heizöl (+3,3%) und Kraftstoffe (+1,7%) teurer. Die Preise für Nahrungsmittel gingen hingegen leicht zurück (-0,4%). Vor allem für frisches Gemüse mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher weniger bezahlen als im Vormonat (-5,4%).

Detaillierte Daten zum Thema können Sie unter dem folgenden Link abrufen:
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/07/PD21_334_611.html;jsessionid=93A1273CA8F18A5E4C9710D236518310.live731 (13.07.2021/alc/n/a)