Sixt Leasing: Q1 im Rahmen der Erwartungen - Dividendenvorschlag - Anleihenews


12.05.20 10:15
anleihencheck.de

Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Die Sixt Leasing SE (ISIN DE000A0DPRE6/ WKN A0DPRE), ein führender Anbieter im Online-Direktvertrieb von Neuwagen in Deutschland sowie Spezialist im Management und Full-Service-Leasing von Großflotten, hat sich im ersten Quartal 2020 im Rahmen der Erwartungen entwickelt, so das Unternehmen in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Der Konzernvertragsbestand ging im Zeitraum von Ende Dezember 2019 bis Ende März 2020 leicht zurück. Der operative Konzernumsatz verzeichnete im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Rückgang. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag sehr deutlich unter Vorjahresniveau. Der Vorstand bestätigt die Prognose für das Geschäftsjahr 2020. Demnach erwartet er weiterhin eine Erholung der Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr.

Geschäftsentwicklung in Q1 2020

Im ersten Quartal 2020 wurde insbesondere die Erweiterung des digitalen Produkt- und Serviceportfolios weiter vorangetrieben. Im Geschäftsfeld Online Retail startete Sixt Leasing über seine Online-Plattform sixt-neuwagen.de eine Vertriebskooperation mit PAYBACK zur Vermarktung eines Kia Stonic "VISION" an Privatkunden. Im Geschäftsbereich Flottenmanagement wurde die Smartphone-App "The Companion" für Fuhrparkkunden weiterentwickelt und unter anderem mit der digitalen Bezahlfunktion "Shell Payment@Pump" ausgestattet. Im Geschäftsfeld Flottenleasing baute Sixt Leasing seine Kooperation mit der BSH Hausgeräte GmbH im Bereich der Elektromobilität aus.

Der Vertragsbestand im Geschäftsfeld Online Retail fiel im Zeitraum von Ende Dezember bis Ende März leicht um 1,8 Prozent auf 43.500 Verträge, insbesondere belastet durch weitere Fahrzeugrückläufer aus der im Geschäftsjahr 2017 durchgeführten 1&1 Kampagne. Der Vertragsbestand im Geschäftsfeld Flottenleasing sank um 1,7 Prozent auf 39.700 Verträge. Der Geschäftsbereich Flottenmanagement verzeichnete einen Zuwachs um 1,4 Prozent auf 52.200 Verträge. Insgesamt ging der Konzernvertragsbestand im In- und Ausland (ohne Franchise- und Kooperationspartner) damit um 0,7 Prozent auf 135.300 Verträge zurück.

Im Vergleich zum Ende des ersten Quartals 2019 verbuchte der Konzernvertragsbestand ein deutliches Wachstum von 7,7 Prozent. Grund hierfür war insbesondere der Anstieg des Vertragsbestands im Flottenmanagement um 24,9 Prozent, der im Wesentlichen auf die Übernahme der Flottenmeister GmbH im vierten Quartal 2019 zurückzuführen ist. Der Vertragsbestand im Online Retail erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,6 Prozent. Das Flottenleasing verbuchte einen Rückgang von 4,1 Prozent.

Der Konzernumsatz sank im ersten Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14,4 Prozent auf 199,3 Mio. Euro. Dies ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Verkaufserlöse zurückzuführen. Der operative Konzernumsatz (ohne Verkaufserlöse) ging um 4,5 Prozent auf 114,3 Mio. Euro zurück. Die Verkaufserlöse durch Leasingrückläufer und vermarktete Kundenfahrzeuge im Flottenmanagement sanken um 24,8 Prozent auf 85,0 Mio. Euro. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen zum einen aus dem sehr starken Vorjahresquartal mit einer sehr hohen Zahl an verkauften Leasingrückläufern im Geschäftsfeld Online Retail und zum anderen aus den Einschränkungen des stationären Kraftfahrzeughandels aufgrund der COVID-19-Pandemie.

Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) fiel in den ersten drei Monaten 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,5 Prozent auf 56,3 Mio. Euro. Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) verbuchte einen Rückgang um 20,3 Prozent auf 5,6 Mio. Euro und lag damit im Rahmen der Erwartungen. Das niedrigere EBT ist unter anderem auf den oben beschriebenen Volumeneffekt im Fahrzeugverkauf, gestiegene Marketingaufwendungen zu Jahresbeginn und erste transaktionsbedingte Kosten im Zusammenhang mit dem freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot der Hyundai Capital Bank Europe GmbH (HCBE) zurückzuführen. Die operative Umsatzrendite in den ersten drei Monaten 2020 belief sich damit auf 4,9 Prozent (-1,0 Prozentpunkte). Der Konzernüberschuss nahm um 33,4 Prozent auf 3,8 Mio. Euro ab.

Dividendenvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat der Sixt Leasing SE schlagen den Aktionären für das Geschäftsjahr 2019 eine Dividende in Höhe von 0,90 Euro je Sixt Leasing-Aktie vor (Vorjahr: 0,48 Euro). Damit bestätigt die Verwaltung die durch den Verkauf der Beteiligung der Sixt SE an der Gesellschaft und das begleitend dazu abgegebene freiwillige öffentliche Übernahmeangebot der HCBE begründete Dividendenerwartung der Aktionäre. Vorstand und Aufsichtsrat haben ihre Entscheidung zum Dividendenvorschlag auf Grundlage der aktuellen Geschäfts-, Investitions- und Liquiditätsplanung der Gesellschaft getroffen, die die erwarteten ökonomischen und finanziellen Auswirkungen der COVID-19-Situation auf die Märkte und das Unternehmen der Sixt Leasing SE bereits berücksichtigt.

Michael Ruhl, Vorstandsvorsitzender der Sixt Leasing SE: "Die Rahmenbedingungen für unser Geschäft sind wie erwartet anspruchsvoller geworden. Daher haben wir unsere Frühwarn-, Überwachungs- und Steuerungsmaßnahmen für den Sixt Leasing-Konzern deutlich intensiviert. Unser neuer Großaktionär HCBE wird uns dabei Rückenwind geben, unser Strategieprogramm "DRIVE>2021" weiter erfolgreich umzusetzen. Die Mindestannahmeschwelle für das freiwillige öffentliche Übernahmeangebot wurde bereits erreicht. Die weitere Annahmefrist endet in wenigen Tagen."

Die Sixt Leasing SE ist durch ihr Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem auch im Hinblick auf die aktuelle COVID-19-Situation angemessen für die Überwachung und Steuerung des Konzerns aufgestellt. Aufgrund der anspruchsvolleren Rahmenbedingungen hat der Vorstand jedoch die Risikosteuerung intensiviert.

Übernahmeangebot

Aktionäre der Sixt Leasing SE können das freiwillige öffentliche Übernahmeangebot von HCBE noch bis zum Ende der gesetzlich vorgesehenen, weiteren Annahmefrist am 20. Mai 2020 um 24 Uhr (MESZ) annehmen. Die Mindestannahmeschwelle in Höhe von 55 Prozent wurde zum Ende der regulären Annahmefrist am 30. April 2020 um 24 Uhr (MESZ) mit einer Annahmequote von 72,84 Prozent deutlich überschritten. Der Vollzug des Übernahmeangebots steht weiterhin unter dem Vorbehalt der verbleibenden, in der Angebotsunterlage genannten üblichen Vollzugsbedingungen.

HCBE, ein Joint Venture der Santander Consumer Bank AG und der Hyundai Capital Services Inc., hatte das Angebot am 21. Februar 2020 angekündigt. Die Angebotsunterlage wurde am 24. März 2020 veröffentlicht. Vorstand und Aufsichtsrat der Sixt Leasing SE sprachen den Aktionären in ihrer gemeinsamen begründeten Stellungnahme am 6. April 2020 eine Empfehlung für die Annahme des Angebots aus. Die Stellungnahme ist im Internet auf https://ir.sixt-leasing.de/uebernahmeangebot abrufbar.

Ausblick

Der Vorstand erwartet gemäß der am 20. März 2020 veröffentlichten Prognose weiterhin im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019 einen leichten Anstieg des Konzernvertragsbestands und einen operativen Konzernumsatz in etwa auf Vorjahresniveau. In Bezug auf das EBT rechnet der Vorstand mit einem Wert sehr deutlich unter Vorjahresniveau. Darin sind noch nicht die Aufwendungen berücksichtigt, die bei einem erfolgreichen Vollzug des HCBE-Übernahmeangebots entstehen würden. Der Vorstand erwartet den Vollzug der Transaktion in der zweiten Jahreshälfte 2020 und rechnet in diesem Fall mit zusätzlichen einmaligen Kosten in Höhe eines hohen einstelligen Millioneneurobetrags im Jahr 2020, wovon ein Teil der Kosten in der Bilanzierung bereits im ersten Halbjahr 2020 zu berücksichtigen ist. Für die Prognose gelten auch die in der Quartalsmitteilung beschriebenen Annahmen und Unsicherheiten im Rahmen der COVID-19-Pandemie. Dazu gehört auch die Annahme, dass eine Erholung der Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr 2020 eintritt.

Die Konzern-Quartalsmitteilung zum 31. März 2020 kann unter http://ir.sixt-leasing.de/zwischenberichte heruntergeladen werden. (12.05.2020/alc/n/a)





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