Siemens Q2-Zahlen: Umsatzerlöse mit 20,1 Mrd. Euro nahezu unverändert gegenüber Q2/2017 - Anleihenews


09.05.18 09:40
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Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Investitionen in digitale Industrie zeigen Wirkung, so die Siemens AG (ISIN DE0007236101/ WKN 723610) in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der Pressemeldung:

"Die meisten unserer Geschäfte, vor allem die digitalen Angebote, zeigten eine beeindruckende Stärke und konnten die strukturellen Herausforderungen der fossilen Energieerzeugung operativ mehr als ausgleichen. Mit der Anhebung der Jahresprognose demonstrieren wir unseren Anspruch an die Leistungsfähigkeit des Unternehmens, den Strukturwandel zu meistern und die digitale Industrie zu gestalten", sagte Joe Kaeser, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG.

-Umsatzerlöse mit 20,1 Mrd. Euro nahezu unverändert gegenüber Q2 GJ 2017; Auftragseingang ebenfalls stark mit 22,3 Mrd. Euro, 2% unter der hohen Vergleichsbasis des Vorjahrs, das ein wesentlich höheres Volumen aus Großaufträgen enthielt; Book-to-Bill-Verhältnis betrug 1,11

-Auf vergleichbarer Basis (ohne Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte) lagen die Umsatzerlöse auf Vorjahresniveau und der Auftragseingang ging um 1% zurück

-Ergebnis des Industriellen Geschäfts von 2,3 Mrd. Euro und Ergebnismarge des Industriellen Geschäfts von 11,0%; starke Leistung - insbesondere bei Digital Factory - beeinträchtigt durch sehr starken Rückgang bei Ergebnis und Profitabilität von Power and Gas

-Gewinn nach Steuern betrug 2,0 Mrd. Euro und enthielt 0,7 Mrd. Euro aus Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten; unverwässertes Ergebnis je Aktie stieg auf 2,39 Euro, von 1,75 Euro im Q2 GJ 2017

-Erfolgreicher Börsengang der Siemens Healthineers AG mit der Platzierung von 15% der Anteile an dem Geschäft

Siemens

-Starker Auftragseingang, nur leicht unter der hohen Vergleichsbasis im Q2 GJ 2017; geringeres Volumen aus Großaufträgen, vor allem bei Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE) - entstanden zwischen den beiden betrachteten Zeiträumen durch eine Fusion - und Energy Management sowie Power and Gas; ohne die Veränderung beim Volumen aus Großaufträgen stieg der Auftragseingang deutlich

-Auftragsbestand stieg auf 129 Mrd. Euro

-Umsatzerlöse beinhalteten einen fusionsbedingt sehr starken Anstieg bei SGRE sowie prozentual zweistelliges Wachstum bei Digital Factory; wie erwartet, Power and Gas weiterhin mit starkem Rückgang bei rückläufigen Märkten

-Negative Währungsumrechnungseffekte verminderten die Entwicklung des Auftragseingangs und der Umsatzerlöse um sieben beziehungsweise sechs Prozentpunkte; Portfoliotransaktionen wirkten mit jeweils sechs Prozentpunkten erhöhend

-Ergebnis Industrielles Geschäft sank in erster Linie wegen eines marktgetriebenen Ergebnisrückgangs um 325 Mio. Euro bei Power and Gas; anhaltend starke Leistung bei den meisten anderen industriellen Geschäften, insbesondere bei Digital Factory, wo das Ergebnis aufgrund der Stärke der kurzzyklischen Geschäfte und des Softwaregeschäfts des Produktlebenszyklusmanagements sehr stark anstieg; Mobility übertraf die hohe, im Q2 GJ 2017 erzielte Profitabilität; Building Technologies und Siemens Healthineers leisteten erneut starke Ergebnisbeiträge, berichteten aber Rückgänge: bei Building Technologies aufgrund eines Gewinns von 94 Mio. Euro aus Anpassungen von Pensionsplänen im Q2 GJ 2017 (Gesamteffekt im Industriellen Geschäft: 138 Mio. Euro) und bei Siemens Healthineers wegen negativer Währungseffekte

-Außerhalb des Industriellen Geschäfts erzielte Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten einen Gewinn von 900 Mio. Euro in Verbindung mit der Siemens-Beteiligung an Atos SE infolge der Übertragung der von Siemens gehaltenen Atos-Aktien an den Siemens Pension-Trust e.V., teilweise aufgewogen durch eine Wertminderung in Höhe von 154 Mio. Euro einer Beteiligung; geringere Kosten bei Zentrale Posten wurden weitgehend aufgewogen durch höhere Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden (vorwiegend aus der SGRE-Fusion sowie der Akquisition von Mentor Graphics)

-Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten und Gewinn nach Steuern waren begünstigt durch eine im Vorjahresvergleich niedrigere Steuerquote infolge der Auflösung von Steuerrückstellungen sowie des weitgehend steuerfreien Gewinns aus der zuvor genannten Übertragung von Atos-Aktien; diese Faktoren überwogen negative Ertragsteuereffekte in Verbindung mit der Aufstellung der Siemens Healthineers-Gruppe

-Der erfolgreiche Börsengang von Siemens Healthineers im März 2018 mit einem Gesamtplatzierungsvolumen von 4,2 Mrd. Euro führte zu Zahlungsmittelzuflüssen (abzüglich Transaktionskosten) von 3,6 Mrd. Euro im abgelaufenen Quartal sowie 0,5 Mrd. Euro zu Beginn von Q3 GJ 2018; diese Zahlungsmittelzuflüsse sind nicht Bestandteil des Free Cash Flow

-ROCE begünstigt durch höheren Gewinn nach Steuern im abgelaufenen Quartal, der einen Anstieg des durchschnittlich eingesetzten Kapitals - vorwiegend aufgrund der SGRE-Fusion und der Akquisition von Mentor Graphics - überwog

-Beiträge von insgesamt 1,8 Mrd. Euro erhöhten das Pensionsvermögen von Siemens und damit die Absicherung der Altersversorgung von Mitarbeitern in Deutschland; starker Rückgang der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen auf 8,1 Mrd. Euro zum 31. März 2018 (31. Dezember 2017: 9,7 Mrd. Euro)

Power and Gas

-Niedrigeres Volumen aus Großaufträgen bei rückläufigen Märkten; abgelaufenes Quartal enthielt einen Großauftrag in Höhe von 0,4 Mrd. Euro aus Russland für ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk; Auftragseingang in allen drei Berichtsregionen rückläufig

-Starke Abnahme der Umsatzerlöse, insbesondere im Lösungsgeschäft, das im Q2 GJ 2017 höhere Umsatzerlöse aus Großaufträgen in Ägypten verzeichnet hatte

-Anhaltend starker Ergebnisbeitrag des Servicegeschäfts; Ergebnis trotzdem aufgrund niedrigerer Umsatzerlöse, Preisrückgängen, geringerer Kapazitätsauslastung sowie in Summe negativer Effekte in Zusammenhang mit der Abarbeitung von Projekten sehr stark zurückgegangen

-Globale Energietrends drücken weiterhin strukturell die allgemeine Nachfrage an den Märkten, die von der Division bedient werden, dadurch zurückgehendes Neuanlagengeschäft bei großen Turbinen und entsprechender Preisdruck aufgrund der derzeitigen Überkapazitäten und des aggressiven Wettbewerbsverhaltens; als Folge davon erwartet die Division wesentliche Personalrestrukturierungsaufwendungen in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahrs

Energy Management

-Geringeres Volumen aus Großaufträgen; Q2 GJ 2017 enthielt einen 0,6-Mrd.-Euro-Auftrag im Lösungsgeschäft in Katar sowie einen Großauftrag für Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung von 0,4 Mrd. Euro in Indien

-Wachstum der Umsatzerlöse auf vergleichbarer Basis, vor allem durch Anstiege im Geschäft mit Übertragungslösungen und in den Geschäften mit Mittel- und Niederspannungstechnik; Entwicklung der Umsatzerlöse zurückgehalten durch negative Währungsumrechnungseffekte

-Höhere Ergebnisbeiträge der meisten Geschäfte der Division, trotz negativer Währungseffekte

Building Technologies

-Deutliches, vom Lösungs- und Servicegeschäft getriebenes Wachstum bei Auftragseingang und Umsatzerlösen wurde durch negative Währungsumrechnungseffekte, hauptsächlich aus dem US-Dollar, aufgewogen

-Ergebnis und Ergebnismarge stark, ausschlaggebend waren Produktivitätsverbesserungen; Q2 GJ 2017 enthielt einen Gewinn von 94 Mio. Euro in Verbindung mit Anpassungen von Pensionsplänen

Mobility

-Beträchtliches Wachstum des Auftragseingangs vorwiegend aufgrund eines sehr stark gestiegenen Volumens aus Großaufträgen, darunter ein Auftrag über 0,3 Mrd. Euro für Hochgeschwindigkeitszüge, einschließlich Wartung, in der Türkei

-Wachstum der Umsatzerlöse auf breiter Basis, Ergebnis- und Profitabilitätssteigerung durch erfolgreiche Abarbeitung großer Projekte; Ergebnis im Q2 GJ 2017 enthielt einen Gewinn von 28 Mio. Euro in Verbindung mit Anpassungen von Pensionsplänen

-Im März 2018 unterzeichneten Siemens und Alstom SA das Business Combination Agreement über die geplante Zusammenlegung des Mobilitätsgeschäfts und der Sparte Bahnantriebe von Siemens mit Alstom

Digital Factory

-Starker Volumenanstieg mit Zuwächsen in allen Geschäften; kurzzyklische Geschäfte mit einer herausragenden, erneut den Markt übertreffenden Entwicklung; Softwaregeschäft des Produktlebenszyklusmanagements mit sehr starkem Wachstum aufgrund starker Nachfrage zusammen mit neuem Volumen aus der Akquisition von Mentor Graphics im Q2 GJ 2017

-Geografisch betrachtet, Volumenzuwächse in allen Berichtsregionen, mit starkem Wachstum in China

-Ergebnis und Profitabilität in allen Geschäften angestiegen, stärkste Wachstumsbeiträge aus dem Softwaregeschäft des Produktlebenszyklusmanagements sowie dem Fabrikautomatisierungsgeschäft; Ergebnis und Profitabilität insgesamt beeinträchtigt durch fortlaufende Aufwendungen für Investitionen in die MindSphere-Plattform von Siemens

Process Industries and Drives

-Auftragseingang legte aufgrund der weiteren Stabilisierung der Rohstoffmärkte zu und überwog damit starken Gegenwind aus Währungsumrechnungseffekten; Nachfrage nach mechanischen Komponenten der Division ging im Vorjahresvergleich erneut stark zurück; geografisch betrachtet, starker Wachstumsbeitrag aus China

-Wachstum der Umsatzerlöse im Large-Drives- und im Prozessautomatisierungsgeschäft wurde durch Rückgänge in anderen Geschäften aufgewogen; Entwicklung der Umsatzerlöse insgesamt durch negative Währungsumrechnungseffekte belastet

-Ergebnis- und Profitabilitätsverbesserungen auf breiter Basis, trotz negativer Währungseffekte

Siemens Healthineers

-Volumenentwicklung stark von Währungsumrechnungseffekten belastet

-Vergleichbares Wachstum der Umsatzerlöse angeführt vom Imaging-Geschäft; geografisch betrachtet, Wachstum hauptsächlich in China

-Ergebnis belastet durch beträchtlichen währungsbedingten Gegenwind und eine geringere Profitabilität im Advanced-Therapies-Geschäft

-Erfolgreicher Börsengang am 16. März 2018; damit in Zusammenhang stehende Transaktionskosten in Höhe von 13 Mio. Euro wirkten im Ergebnis, weitere 73 Mio. Euro wurden vom Eigenkapital abgezogen

Siemens Gamesa Renewable Energy

-Geringeres Volumen aus Großaufträgen; Q2 GJ 2017 enthielt einen 1,4-Mrd.-Euro-Auftrag für einen Offshore-Windpark und Serviceleistungen in Deutschland

-Erhöhung der Umsatzerlöse aufgrund der Fusion mit Gamesa

-Profitabilität zurückgehalten durch höhere Personalrestrukturierungsaufwendungen und Integrationskosten

Financial Services

-Anhaltend starker Ergebnisbeitrag vom Beteiligungsgeschäft; Q2 GJ 2017 beinhaltete einen Gewinn aus dem Verkauf des SFS-Anteils an einem Offshore-Windparkprojekt

-Entwicklung des Gesamtvermögens beeinflusst durch negative Währungsumrechnungseffekte

Überleitung Konzernabschluss

-Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten mit einem Gewinn von 900 Mio. Euro aus der Einbringung von Siemens-Anteilen an Atos SE in den Siemens Pension-Trust e.V. in Deutschland zur Dotierung der Pensionspläne, teilweise aufgewogen durch eine Wertminderung in Höhe von 154 Mio. Euro in Zusammenhang mit einer Beteiligung

-Ergebnisse von Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten in kommenden Quartalen weiterhin volatil erwartet

-Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden: Anstieg um 119 Mio. Euro hauptsächlich in Zusammenhang mit der SGRE-Fusion und der Akquisition von Mentor Graphics

Ausblick

Wir erwarten weiterhin geopolitische Unsicherheiten, wie zum Beispiel Handelsbeschränkungen, die sich möglicherweise auf das Investitionsverhalten auswirken.

Aufgrund der von uns erzielten starken Ergebnisse in der ersten Hälfte des Geschäftsjahrs 2018 erhöhen wir unsere Prognose für das unverwässerte Ergebnis je Aktie (Gewinn nach Steuern) auf eine Bandbreite von 7,70 Euro bis 8,00 Euro gegenüber der bisherigen Bandbreite von 7,20 Euro bis 7,70 Euro, wie bisher ohne Berücksichtigung von Aufwendungen für Personalrestrukturierung. Außerdem bestätigen wir unsere Erwartung eines leichten Wachstums der Umsatzerlöse (bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte). Ferner gehen wir weiterhin davon aus, mit einem über den Umsatzerlösen liegenden Auftragseingang ein Book-to-Bill-Verhältnis von über 1 im gesamten Geschäftsjahr zu erreichen. Wir erwarten nach wie vor eine Ergebnismarge von 11,0% bis 12,0% für unser Industrielles Geschäft, ebenfalls ohne Berücksichtigung von Aufwendungen für Personalrestrukturierung.

Von diesem Ausblick sind Belastungen aus rechtlichen und regulatorischen Themen sowie mögliche Auswirkungen, die sich aus der Ankündigung eines neuen strategischen Programms ergeben könnten, ausgenommen.

Heute ab 07:45 Uhr MESZ wird die Telefonkonferenz für Journalisten zu den Geschäftszahlen mit dem Finanzvorstand der Siemens AG, Dr. Ralf P. Thomas, und dem Vorstandsmitglied Lisa Davis unter www.siemens.com/telefonkonferenz live im Internet übertragen.

Sie können zudem ab 09:00 Uhr MESZ live die Telefonkonferenz für Analysten und Investoren in Englisch mit Dr. Ralf P. Thomas und Lisa Davis unter www.siemens.com/analystcall verfolgen.

Aufzeichnungen der Telefonkonferenz für Journalisten sowie der Telefonkonferenz für Analysten und Investoren werden im Anschluss zur Verfügung gestellt.

Die Finanzpublikationen können Sie im Internet unter www.siemens.com/investor/de herunterladen. (09.05.2018/alc/n/a)





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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
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