Siemens: Anstieg bei Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis - Dividendenerhöhung vorgeschlagen - Anleihenews


07.11.19 12:15
anleihencheck.de

Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Die Siemens AG (ISIN DE0007236101/ WKN 723610) hat die Zahlen für das 4. Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 veröffentlicht. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung der Siemens AG:

- Auftragseingang legte um 7% auf 98,0 Mrd. EUR zu und Umsatzerlöse stiegen um 5% auf 86,8 Mrd. EUR; das Book-to-Bill-Verhältnis betrug 1,13
- Auf vergleichbarer Basis (ohne Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte) nahm der Auftragseingang um 6% zu und die Umsatzerlöse erhöhten sich um 3%; die Mehrzahl der industriellen Geschäfte trug zum Wachstum bei
- Angepasstes EBITA Industrielle Geschäfte erhöhte sich leicht auf 9,0 Mrd. EUR; Siemens Healthineers mit einer deutlichen Zunahme, die meisten anderen industriellen Geschäfte nahezu auf Vorjahresniveau
- Angepasste EBITA-Marge Industrielle Geschäfte betrug 10,9%; ohne Berücksichtigung von Aufwendungen für Personalrestrukturierung von 0,5 Mrd. EUR belief sich die Marge auf 11,5% und lag damit gut im prognostizierten Bereich von 11% bis 12%
- Gewinn nach Steuern mit 5,6 Mrd. EUR unter dem Vorjahreswert, der weitgehend steuerfreie Gewinne aus der Übertragung der Siemens-Beteiligung an Atos SE an den Siemens Pension-Trust e.V. und dem Verkauf von Anteilen an der OSRAM Licht AG enthalten hatte; unverwässertes Ergebnis je Aktie von 6,41 EUR; ohne Personalrestrukturierungsaufwendungen, unverwässertes Ergebnis je Aktie mit 6,93 EUR am oberen Ende des Prognosebereichs von 6,30 EUR bis 7,00 EUR
- Free Cash Flow lag mit 5,8 Mrd. EUR auf dem Niveau des Vorjahrs
- Siemens schlägt vor, die Dividende um 0,10 EUR je Aktie auf 3,90 EUR je Aktie zu erhöhen

Ausblick

Wir erwarten, dass die weltwirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2020 verhalten bleiben wird. Risiken ergeben sich insbesondere aus geopolitischen und geoökonomischen Unsicherheiten. Wir unterstellen ein moderat rückläufiges Volumen der Märkte, die von unseren kurzzyklischen Geschäften bedient werden. Unter diesen Voraussetzungen erwarten wir, dass die Umsatzerlöse des Siemens-Konzerns auf vergleichbarer Basis, also bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte, erneut moderat ansteigen und das Book-to-Bill-Verhältnis über 1 liegen werden.

Digital Industries erwartet für das Geschäftsjahr 2020, dass die Umsatzerlöse vergleichbar auf Vorjahresniveau liegen werden und damit die allgemeine Marktentwicklung übertroffen wird, trotz der anhaltenden Schwäche an seinen wichtigsten kurzzyklischen Märkten, insbesondere der Automobil- und der Werkzeugmaschinenindustrie. Die Angepasste EBITA-Marge wird zwischen 17% und 18% erwartet.

Smart Infrastructure erwartet, im Geschäftsjahr 2020 ein moderates Umsatzerlöswachstum auf vergleichbarer Basis zu erreichen, vorangetrieben durch das längerzyklische Lösungs- und Servicegeschäft, und obwohl das kurzzyklische industrielle Produktgeschäft dem Gegenwind einer Marktabschwächung ausgesetzt ist. Die Angepasste EBITA-Marge wird zwischen 10% und 11% erwartet

Konjunkturzyklen haben einen nur geringen Einfluss auf die Märkte von Mobility. Das Strategische Unternehmen erwartet auf vergleichbarer Basis einen Anstieg der Umsatzerlöse im prozentual mittleren einstelligen Bereich. Ausschlaggebend dafür dürfte das Zuggeschäft sein, in dem zum Ende des Geschäftsjahrs 2019 mehrere große Bahnprojekte anliefen. Die Angepasste EBITA-Marge wird zwischen 10% und 11% erwartet.

Die Energiemärkte werden voraussichtlich herausfordernd bleiben, wobei es einige Anzeichen einer Stabilisierung gibt. In diesem Umfeld erwartet Gas and Power einen moderaten vergleichbaren Anstieg der Umsatzerlöse, insbesondere aufgrund der Abarbeitung seines großen Auftragsbestands. Die Angepasste EBITA-Marge wird zwischen 2% und 5% erwartet.

Wie bereits angekündigt, planen wir, Gas and Power auszugliedern und unseren 59%-Anteil an Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE) einzubringen, um ein neues Unternehmen, Siemens Energy, zu bilden. Wir planen, Siemens Energy abzuspalten und vor dem Ende des Geschäftsjahrs 2020 an die Börse zu bringen. Vor der Abspaltung werden wir Siemens Energy in die nicht fortgeführten Aktivitäten umgliedern. Wir erwarten hieraus beträchtliche positive Effekte innerhalb der nicht fortgeführten Aktivitäten, einschließlich eines erheblichen Ertrags aus der Abspaltung, der derzeit noch nicht verlässlich quantifiziert werden kann.
Für unsere Prognose des Ergebnisses je Aktie unterstellen wir, dass diese positiven Effekte die im Geschäftsjahr 2020 in Zusammenhang mit der Abspaltung stehenden Ausgliederungskosten und Steueraufwendungen sowie die konzernweit anfallenden Personalrestrukturierungsaufwendungen ausgleichen werden. Dies wird - zusammen mit den zuvor genannten Erwartungen für das Geschäftsjahr 2020 - voraussichtlich zu einem unverwässerten Ergebnis je Aktie für den Gewinn nach Steuern in der Bandbreite von 6,30 EUR bis 7,00 EUR führen. Im Geschäftsjahr 2019 betrug dieser Wert 6,41 EUR.

Von diesem Ausblick sind Belastungen aus rechtlichen und regulatorischen Themen ausgenommen. (07.11.2019/alc/n/a)






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