Sanierung via Verkauf? - Beate Uhse AG leitet M&A-Prozess ein - Anleihenews


02.01.18 16:10
Anleihen Finder

Brechen (www.anleihencheck.de) - Investoren gesucht! Die Beate Uhse Aktiengesellschaft (ISIN DE0007551400 / WKN 755140) hat nach eigenen Angaben mit Zustimmung des Gläubigerausschusses heute parallel zur Sanierung in Eigenverwaltung offiziell einen Verkaufsprozess für das Unternehmen eingeleitet und hierzu die Beratungsgesellschaft One Square Advisors, die auch als gemeinsamer Vertreter der Anleihegläubiger fungiert, als M&A-Berater mandatiert, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.

"Der hohe Bekanntheitsgrad und die lange Tradition des Unternehmens stoßen ebenso auf Interesse potenzieller Investoren wie unser Kundenstamm", sage Michael Specht, Vorstandsvorsitzender der Beate Uhse AG. "Dieser ist natürlich weitaus größer als bei reinen Onlineshops."

Hintergrund: Die Beate Uhse Aktiengesellschaft (Holding) habe am 15. Dezember 2017 aufgrund der drohenden Zahlungsunfähigkeit die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt.

Übertragende Sanierung via Unternehmensverkauf?

"Wir schöpfen selbstverständlich alle vorhandenen Möglichkeiten aus und verfolgen daher eine Dual Track-Lösung", so Justus von Buchwaldt, einer der Generalbevollmächtigten von Beate Uhse und Partner der auf die Restrukturierung von Unternehmen spezialisierten Kanzlei BBL Bernsau Brockdorff. "Das heißt, der Vorstand und wir arbeiten an einer Fortführungslösung im Rahmen eines Insolvenzplanverfahrens und stehen auch bereits in aussichtsreichen Verhandlungen über die Gewährung eines Massekredites. Parallel setzen wir einen strukturierten M&A-Prozess auf, denn möglicherweise erweist sich die übertragende Sanierung via Unternehmensverkauf als beste Option."

Potenzielle Investoren

Nach Angaben von Dr. Georg Bernsau, zweiter Generalbevollmächtigter im Rahmen der Insolvenz in Eigenverwaltung, gebe es eine Vielzahl von potenziellen Investoren, die dem Unternehmen bereits Interesse signalisiert hätten. Dies seien neben strategischen Käufern und Finanzinvestoren auch Insolvenzplanfinanzierer. "Jetzt geht es darum, im Rahmen eines geordneten M&A-Prozesses sicherzustellen, dass kein potenzieller Interessent außen vor bleibt und die bestmögliche Lösung für alle Beteiligten gefunden wird", so Dr. Bernsau.

INFO: Nach eingehender Prüfung entsprechender Angebote verschiedener M&A-Berater sei entschieden worden, diesen Prozess von der Beratungsgesellschaft One Square Advisors begleiten zu lassen, die auch als gemeinsamer Vertreter der Anleihegläubiger fungiere.

ANLEIHE CHECK: Die Unternehmensanleihe 2014/19 der Beate Uhse AG habe ein Gesamtvolumen von 30 Millionen Euro und sei mit einem jährlichen Zinskupon in Höhe von 7,75 Prozent ausgestattet. Die Anleihe laufe bis Juli 2019.

Den kompletten Beitrag finden Sie hier. (02.01.2018/alc/n/a)






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