SAF-HOLLAND-Anleihe: Konzernumsatz legt im zweiten Quartal 2017 um 9,7% zu - Anleihenews


10.08.17 10:10
anleihencheck.de

Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Der im SDAX notierte Zulieferer für die Trailer-, Truck- und Busindustrie SAF-HOLLAND S.A. (ISIN LU0307018795/ WKN A0MU70) konnte im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2017 an das hohe Wachstumstempo des ersten Quartals anknüpfen und den Umsatz im Zeitraum von April bis Juni 2017 um 9,7% auf 300,3 Mio. Euro (Vj. 273,7) steigern, so das Unternehmen in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Ohne Berücksichtigung positiver Währungskurseffekte von 3,9 Mio. Euro und des Umsatzbeitrags der im Oktober 2016 mehrheitlich erworbenen brasilianischen Gesellschaft KLL Equipamentos para Transporte Ltda. (KLL) in Höhe von 3,2 Mio. Euro stieg der Umsatz organisch um 7,1% auf 293,2 Mio. Euro. Im ersten Halbjahr 2017 ergab sich ein Umsatzanstieg von 10,1% (organisch: 7,4%) auf 587,6 Mio. Euro (Vj. 533,6).

Wie bereits zum Jahresauftakt erzielte SAF-HOLLAND auch im zweiten Quartal 2017 in allen Konzern-Berichtsregionen wachsende Umsätze. Den prozentual stärksten Anstieg verzeichnete die Region APAC/China mit einem Zuwachs von 41,5% auf 23,9 Mio. Euro (Vj. 16,9). Besser entwickelte sich trotz der rückläufigen Trailer- und nur leicht gestiegenen Truckproduktion in den USA auch das Geschäft in der Region Amerika. Hier erwirtschaftete der Konzern im zweiten Quartal ein Umsatzplus von 11,5% (organisch: +5,4%) auf 116,8 Mio. Euro (Vj. 104,8). Die Region EMEA/Indien wuchs weiterhin solide und verzeichnete im gleichen Zeitraum trotz der feiertagsbedingt geringeren Anzahl an Arbeitstagen einen Umsatzanstieg um 5,0% auf 159,6 Mio. Euro (Vj. 152,0).

"Das starke Wachstum des SAF-HOLLAND Konzerns im bisherigen Jahresverlauf 2017 ist das Ergebnis unserer Investitionen und Entwicklungen der vergangenen Jahre. Wir konnten in allen wesentlichen Märkten Marktanteile hinzugewinnen und bauen das Geschäft in neuen Regionen aus. Wir überzeugen unsere Kunden mit einer Vielzahl neuer Produktapplikationen vor allem im Achssystem- und Federungsbereich aber auch bei Sattelkupplungen", fasst CEO Detlef Borghardt die Entwicklung des Konzerns im ersten Halbjahr 2017 zusammen.

Bereinigte EBIT-Marge im zweiten Quartal bei 8,9% - US-Werkskonsolidierung schreitet planmäßig voran

In dem insgesamt soliden operativen Ergebnis des SAF-HOLLAND Konzerns im ersten Halbjahr 2017 spiegelten sich einmalige Restrukturierungskosten von 7,4 Mio. Euro (Vj. 1,6) wider, die im Wesentlichen auf die bereits Anfang des Jahres angekündigte und derzeit planmäßig in Umsetzung befindliche Werkskonsolidierung in Nordamerika (6,3 Mio. Euro) entfielen. Auf das zweite Quartal entfielen Restrukturierungskosten von insgesamt 4,8 Mio. Euro (Vj. 1,3), davon 4,3 Mio. Euro für die US-Werkskonsolidierung. Demzufolge lag das EBIT im ersten Halbjahr 2017 unter Vorjahr und erreichte 41,6 Mio. Euro (Vj. 44,6). Im zweiten Quartal belief sich das EBIT auf 20,6 Mio. Euro (Vj. 23,8).

Bereinigtes EBIT im zweiten Quartal über Vorjahr

Das um die beschriebenen Restrukturierungkosten und Effekte aus der Kaufpreisallokation von 1,3 Mio. Euro (Vj. 1,2) bereinigte EBIT des zweiten Quartals 2017 übertraf dagegen den starken Vorjahreswert und erhöhte sich um 1,5% auf 26,7 Mio. Euro (Vj. 26,3). Die bereinigte EBIT-Marge erreichte 8,9% (Vj. 9,6%) und lag damit sequentiell über der des ersten Quartals (8,7%). Im ersten Halbjahr 2017 wuchs das bereinigte EBIT um 5,7% auf 51,8 Mio. Euro (Vj. 49,0) während die bereinigte EBIT-Marge 8,8% erreichte (Vj. 9,2%).

Höherer Zinsaufwand im Finanzergebnis

Das Finanzergebnis des zweiten Quartals belief sich auf -3,9 Mio. Euro (Vj. -2,0). Neben höheren Nettozinsaufwendungen (-3,4 Mio. Euro nach -2,6 Mio. Euro) war dies vor allem auf die Bewertung derivativer Finanzinstrumente zurückzuführen, die im zweiten Quartal 2017 Aufwendungen in Höhe von 0,4 Mio. Euro bedingten (Vorjahr: Ertrag von 0,4 Mio. Euro). Im ersten Halbjahr 2017 ging das Finanzergebnis, vor allem infolge der auf -6,7 Mio. Euro (Vj. -5,4) gestiegenen Nettozinsaufwendungen, auf -8,2 Mio. Euro (Vj. -6,9) zurück. Maßgeblich hierfür war die im Vorjahr erfolgte Aufnahme eines Schuldscheindarlehens und sonstiger verzinslicher Darlehen zur Schaffung der Finanzierungsgrundlage für im Rahmen der "Strategie 2020" geplante Joint Ventures und Akquisitionen.

Bereinigtes Periodenergebnis im zweiten Quartal leicht niedriger

Die bereits beschriebenen einmaligen Restrukturierungsaufwendungen in den USA in Verbindung mit den gestiegenen Zinsaufwendungen führten im ersten Halbjahr 2017 dazu, dass das Vorsteuerergebnis um 11,1% auf 33,5 Mio. Euro (Vj. 37,7) zurückging.

Nach Steuern belief sich das Periodenergebnis der ersten sechs Monate 2017 auf 23,0 Mio. Euro (Vj. 25,7). Auf der Basis von 45,4 Mio. ausgegebenen Stammaktien ergab sich daraus ein unverwässertes Ergebnis je Aktie von 0,52 Euro (Vj. 0,57). Dagegen stieg das bereinigte Periodenergebnis des ersten Halbjahrs 2017 um 3,4% auf 30,4 Mio. Euro (Vj. 29,4). Dementsprechend erhöhte sich das unverwässerte bereinigte Ergebnis je Aktie auf 0,67 Euro (Vj. 0,65).

Im zweiten Quartal 2017 erzielte der Konzern ein Ergebnis vor Steuern von 16,7 Mio. Euro (Vj. 21,8). Bei einer im Vorjahresvergleich etwas niedrigeren Steuerquote verringerte sich das Periodenergebnis im gleichen Zeitraum um 19,2% auf 11,8 Mio. Euro (Vj. 14,6 Mio. Euro. Dies entsprach einem unverwässerten Ergebnis je Aktie von 0,26 Euro (Vj. 0,32). Das bereinigte Periodenergebnis im zweiten Quartal 2017 fiel um 6,5% niedriger aus als im Vorjahresvergleichszeitraum und erreichte 15,9 Mio. Euro (Vj. 17,0). Dementsprechend belief sich das unverwässerte bereinigte Ergebnis je Aktie auf 0,35 Euro (Vj. 0,38).

Freier Cashflow im zweiten Quartal wieder positiv

Trotz des starken Umsatzanstiegs gelang es dem Konzern, den Aufbau des Working Capital im zweiten Quartal im Vergleich zum ersten Quartal spürbar zu verringern und auf ein saisonübliches Maß zurückzuführen. Dementsprechend erreichte der freie Cashflow des zweiten Quartals 2017 wieder positives Terrain und verbessert sich auf 7,5 Mio. Euro (Vj. 6,1). Aufgrund des überproportionalen Anstiegs des Net Working Capital im ersten Quartal 2017 war der freie Cashflow auf Halbjahresbasis mit -8,0 Mio. Euro noch negativ (Vj. +19,0).

CFO Dr. Matthias Heiden kommentiert: "Unser starkes Wachstum parallel zur laufenden Werkskonsolidierung in den USA hat im laufenden Jahr zu einer höheren Mittelbindung im Working Capital geführt. Durch fortgesetzte Investitionsdisziplin und die konzernweite Optimierung des Net Working Capital waren wir dennoch in der Lage, die Net-Working-Capital-Quote im ersten Halbjahr mit 11,9 % unterhalb der für das Geschäftsjahr 2017 angestrebten Bandbreite von 12 bis 13 % zu halten und im zweiten Quartal wie angekündigt wieder einen positiven freien Cashflow von 7,5 Mio. Euro zu erzielen. Auch für das Gesamtjahr gehen wir davon aus, einen soliden positiven freien Cashflow zu erwirtschaften".

Prognose für 2017: Umsatz nach starkem ersten Halbjahr jetzt tendenziell am oberen Ende der geplanten Spanne erwartet

Für 2017 rechnet SAF-HOLLAND damit, einen Konzernumsatz in der Spanne von 1.060 bis 1.090 Mio. Euro zu erzielen. Nach dem starken ersten Halbjahr 2017 erwartet der Konzern inzwischen, dass der Umsatz tendenziell an das obere Ende der ursprünglich geplanten Umsatzspanne heranlaufen wird. Diese Prognose basiert auf der Annahme eines unveränderten Konsolidierungskreises und konstanter Wechselkurse. Die Prognose einer bereinigten EBIT-Marge in der Bandbreite von 8 bis 9 % im Geschäftsjahr 2017 wird bestätigt, wobei unter Berücksichtigung der vorgesehenen Vorleistungen für die Umsetzung der Wachstumsstrategie 2020, weiterhin eher die Mitte dieser Bandbreite gesehen wird.

Die im Januar angekündigte Konsolidierung des nordamerikanischen Werksverbunds ist in vollem Gange. Für die in diesem Zusammenhang bereits erfolgten und noch in Umsetzung befindlichen Maßnahmen werden unverändert einmalige Restrukturierungskosten in Höhe von bis zu 10 Mio. US-Dollar erwartet. Nachdem im ersten Halbjahr 2017 6,3 Mio. Euro an Restrukturierungskosten verbucht wurden, geht SAF-HOLLAND für das zweite Halbjahr von niedrigeren Aufwendungen aus. Dabei ist zu berücksichtigen, dass bei der zentralen Steuerungsgröße des Konzerns - dem bereinigten EBIT - Aufwendungen aus Restrukturierung dementsprechend bereinigt werden. Nach erfolgtem Abschluss der Umstrukturierungsmaßnahmen erwartet SAF-HOLLAND eine Verringerung der direkten Kostenbasis in Nordamerika im mittleren einstelligen Millionen-US-Dollar-Bereich jährlich.

Hinweis: Das bereinigte EBIT wird um Sondereffekte bereinigt, die nicht ursächlich dem operativen Geschäft zuzuordnen sind, im Wesentlichen Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation sowie einmalige Restrukturierungs- und Integrationskosten bzw. Transaktionskosten. Der vollständige Halbjahresbericht der SAF-HOLLAND S.A. zum 30. Juni 2017 ist unter https://corporate.safholland.com/de/investor-relations/publikationen/finanzberichte/aktuell-berichte abrufbar. (10.08.2017/alc/n/a)






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