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Rating-Downgrades treffen Atlantia, ASPI Lizenzen weiterhin fraglich


10.01.20 08:50
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Nach dem Moody's Downgrade in das High-Yield Segment vom letzten Freitag (Atlantia SpA: Ba2, Autostrade per l'Italia SpA (ASPI): Ba1), setzte am 8. Januar 2020 auch Fitch diesen Schritt und senkte die Anleihen-Ratings von Atlantia und ASPI um jeweils drei Stufen auf BB und BB+, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Wie auch Moody's überprüfe Fitch die Atlantia und ASPI Ratings auf eine weitere Hinabstufung. Damit würden mit Februar die ASPI Anleihen (Volumen: rund EUR 8 Mrd.) von den Investment Grade in die High-Yield Benchmarkindices wandern. Nach wie vor sei es offen, ob der Atlantia Tochtergesellschaft ASPI, aufgrund des Brückeneinsturzes in Genua 2018, die Lizenzen als Autobahnbetreiber in Italien entzogen würden. Einerseits würden in Medienberichten immer wieder mit der Regierung in Verbindung stehende Personen zitiert, die einen Entzug fordern würden.

Andererseits werde ebenso spekuliert, ob die Forderungen der italienischen Regierung an ASPI für ein Behalten der Lizenzen ausgeweitet würden. Bei einem Lizenzentzug könnte laut Berichten ASPI eine von Italien zu zahlende Entschädigung von über EUR 20 Mrd. zustehen, während Italien mit einem vor einer Woche beschlossenen Dekret diese Zahlungen auf kolportierte EUR 6 bis 8 Mrd. reduzieren könnte. (News vom 09.01.2020) (10.01.2020/alc/n/a)