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Nieding + Barth zur Rickmers-Insolvenz: Interessen der Anleihegläubiger drohen unter die Räder zu kommen- Anleihenews


01.06.17 11:45
anleihencheck.de

Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Eigentlich sollten die Anleihegläubiger der hoch verschuldeten Hamburger Reederei Rickmers am heutigen Donnerstag über einen Sanierungsplan abstimmen, so die Nieding + Barth Rechtsanwaltsaktiengesellschaft in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Dazu wird es nun nicht mehr kommen. Die HSH-Nordbank kappte der Gesellschaft die dringend benötigten Kreditlinien. Damit bleibt nur noch der Insolvenzantrag. "Die Ablehnung des Sanierungskonzeptes seitens der HSH Nordbank zeigt, dass es nicht tragfähig war und selbst die Banken Bedenken diesbezüglich hatten", sagt Klaus Nieding, Vorstand der auf Kapitalmarktthemen spezialisierten Nieding+Barth Rechtsanwaltsaktiengesellschaft.

In der Anleihegläubigerversammlung ist somit "nur" noch die Wahl eines Gemeinsamen Vertreters Thema, der die Interessen der Anleihegläubiger gegenüber der Gesellschaft vertreten soll. Für Nieding eine Farce: "Hier steht ein vorab vom Unternehmen ausgesuchter Vertreter zur Wahl, der weder unabhängig noch unvoreingenommen ist. Vielleicht hat er sogar an dem Sanierungskonzept mitgearbeitet, das jetzt bei der Prüfung durch die HSH durchgefallen ist".

Wenn schon seitens des Gemeinsamen Vertreters die Unabhängigkeit zu bezweifeln sei, müsse zumindest sichergestellt werden, dass dem Gläubigerausschuss ein neutraler Anlegervertreter angehöre, ist Nieding überzeugt. "Da Nieding+Barth hier aus zahlreichen Fällen über exzellente Expertise verfügt, streben wir aktiv eine Stelle in dem im Insolvenzverfahren noch zu wählenden Gläubigerausschuss an", sagt Nieding, der in prominenten Insolvenzfällen wie beispielsweise der Prokon Regenerative Energien GmbH, der Solar Millennium AG, der WGF oder der Gold-Zack AG die Interessen von Anleiheinhabern als Gemeinsamer Vertreter oder im Gläubigerausschuss vertritt.

Nicht außer Acht lassen sollten die Anleihegläubiger auch die Möglichkeit, Schadenersatz einzufordern. "Wir befinden uns für Mandanten aktuell bereits in der Prüfung, ob Schadensersatzansprüche der Anleger bestehen könnten", so Nieding.

Betroffenen Anlegern bietet die Nieding+Barth Rechtsanwaltsaktiengesellschaft eine kostenlose Registrierung unter recht@niedingbarth.de, um sich über die weiteren Entwicklungen zu informieren. (01.06.2017/alc/n/a)