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Neuausrichtung am Markt für rezeptfreie Medikamente und Medizinprodukte


03.04.18 08:30
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - GlaxoSmithKline (GSK) übernimmt für USD 13 Mrd. den 36,5% Anteil von Novartis aus ihrem gemeinsamen Joint Venture für rezeptfreie Medikamente, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Novartis verfüge im Rahmen der Joint Venture Bildung (2014) über eine Put-Option die ihnen vom 2.3.2018 bis 2.3.2035 das Recht gebe von GSK den Erwerb ihrer Anteile zu verlangen. Eine Option die für die Kapitalplanung von GSK Unsicherheit geschafft habe, die aber nun mit dem Erwerb beseitigt sei. Der Wert der Put-Option von Novartis sei zum 31. Dezember 2017 mit GBP 8,6 Mrd. ausgewiesen worden, was einen nicht abgezinsten Wert von GBP 8,9 Mrd. bei Annahme dieser Option in der Jahresmitte 2018 darstelle. Das Board gehe davon aus, dass der ausgehandelte Wert von USD 13 Mrd. (GBP 9,2 Mrd.) mit der in der bestehenden Joint Venture-Aktionärsvereinbarung festgelegten Methode im Einklang stehe.

Novartis wolle den Verkaufserlös unter anderem für das Wachstum des Kerngeschäfts sowie Ergänzungsakquisitionen verwenden. Pfizer und Merck würden noch Käufer für ihre Sparten suchen. Um das Vorhaben zu finanzieren, stelle das GSK-Management Teile des Nahrungsmittel-Geschäfts, wie den Malzdrink Horlicks sowie die Beteiligung an der indischen Tochter GlaxoSmithKline Consumer Healthcare Ltd., auf den Prüfstand. (News vom 29.03.2018) (03.04.2018/alc/n/a)