MS Industrie: 1. Quartal 2018 verlief sehr zufriedenstellend - Anleihenews


14.05.18 10:15
anleihencheck.de

Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Die MS Industrie AG (ISIN DE0005855183/ WKN 585518), München, legt, aufbauend auf den am 30. April 2018 veröffentlichten, geprüften Kennzahlen des Gesamtgeschäftsjahres 2017, auf freiwilliger Basis, ungeprüfte Quartalskennzahlen nach IFRS für das 1. Quartal 2018 vor, wonach das 1. Quartal für die MS Industrie-Gruppe sehr zufriedenstellend verlief, so das Unternehmen in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Die ersten drei Monate des Jahres 2018 waren für die MS Industrie-Gruppe erwartungsgemäß durch eine im Vorjahresvergleich nochmals deutlich positivere Umsatzentwicklung geprägt. Dies trifft im 1. Quartal 2018 vor allem auf den US-Standort der Gruppe und hier vor allem auf den Bereich Powertrain zu. An den deutschen Standorten der Gruppe hat sich die Geschäftsentwicklung sowohl im Vergleich zum zufriedenstellenden 1. Quartal des Vorjahres als auch im Vergleich zum ebenfalls zufriedenstellenden 4. Quartal des Vorjahres in Summe weiter erfreulich entwickelt. In Summe liegen die Umsatzerlöse der Einzelgesellschaften nahe an den Planwerten, die für das 1. Quartal vor allem im Hinblick auf den US-Markt bewusst noch niedrig angesetzt wurden.

In den beiden Hauptsegmenten Powertrain Technology Group, auch kurz: "Powertrain", sowie Ultrasonic Technology Group, auch kurz: "Ultrasonic", verlief die Umsatzentwicklung ebenfalls sehr unterschiedlich. Per Ende des 1. Quartals liegen die Umsätze des Segments "Powertrain" um rund +18% über den Umsätzen des Vorjahres. Die Umsätze des Segments "Ultrasonic" liegen mit rund +0,2% nur leicht über den Vorjahresumsätzen. Derartige unterjährige Umsatzschwächen im Segment "Ultrasonic" sind im (Sonder-)Maschinenbau durchaus üblich und auf unregelmäßige Kundenabnahmen und Auslieferungstermine fertiger Maschinen zurückzuführen.

Dabei trugen im 1. Quartal die Umsätze des Segments "Powertrain" mit einem Anteil von rund 82% und die Umsätze des Segments "Ultrasonic" mit einem Anteil von rund 18% zum konsolidierten Gesamtumsatz der Gruppe bei.

Die Auftragsbestände lagen per Ende März 2018 mit insgesamt rund Mio. EUR 143 im Segment "Ultrasonic" um rund 7,6% und im Segment "Powertrain" um rund 14,4% über den durchschnittlichen Auftragsbeständen in den ersten drei Monaten des Vorjahres.

Die Ertragslage hat sich im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2018 in Bezug auf die wesentlichen Ergebniskennzahlen, insbesondere das Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen - EBITDA -, das operative Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern - EBIT -, das Ergebnis vor Steuern - EBT -, das Ergebnis nach Steuern - EAT - sowie das Ergebnis pro Aktie - "EpS" ("Earnings per Share"), ebenfalls sehr zufriedenstellend entwickelt.

Im Geschäftssegment "Powertrain" konnten zwei Neuaufträge gewonnen werden. Es handelt sich dabei um Teile für die Unternehmen "American Axle & Manufacturing Inc. (AAM)" und "ZF" mit Produktionsstart in 2018, welche in reinen Elektromotoren bzw. Hybridantrieben im PKW-Sektor zum Einsatz kommen. Damit gelingt der MS Industrie-Gruppe einerseits der Einstieg in die neuen Antriebstechnologien exakt innerhalb der Kernkompetenz und sie vergrößert andererseits die Branchen- und Kundendiversifikation.

Dies vor dem Hintergrund eines sich weiter vorsichtig positiv entwickelnden europäischen Nutzfahrzeugmarktes mit einem Zulassungsanstieg von +2,6% im 1. Quartal 2018 im Vergleich zum Vorjahresquartal (Anstieg der Zulassungen in Deutschland: +0,4%) und einem leichten Rückgang von -2,5% im März 2018 im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie die aktuellste, periodische Auswertung, Stand: 24. April 2018, der "ACEA" ("Association des Constructeurs Européens d'Automobiles", Brüssel), erneut bestätigt. Der europäische Markt für schwere Nutzfahrzeuge über 16 Tonnen hat sich europaweit mit einem Zulassungsanstieg von 2,9% im 1. Quartal 2018 im Vergleich zum Vorjahresquartal (Rückgang der Zulassungen in Deutschland: -6,4%) etwas besser entwickelt (Quelle ebenfalls: "ACEA", Stand: 24. April 2018). Diese Zahlen stimmen uns jedoch weiterhin positiv, auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass 2016 und 2017 für die gesamte europäische Nutzfahrzeugbranche bestenfalls zufriedenstellende Jahre waren.

Der US-amerikanische Markt für mittelschwere und schwere LKW hat sich im März 2018, was die Auftragseingänge betrifft, mit rund +55% erwartungsgemäß deutlich über dem Vorjahresniveau gezeigt, im Vergleich zum Vormonat Februar sind die Umsätze ebenfalls deutlich um rund 11% gestiegen, nachdem sie im Vorjahresvergleich bereits im Januar 2018 um 41% und im Februar 2018 um 49% gestiegen waren, wie sich den aktuellen Statistiken des privaten US-Analyseunternehmens "Rhein Report" entnehmen lässt. Ebenfalls liegen, laut einer aktuellen Auswertung des US-Analyseunternehmens "ACT Research", die Auftragsbestände schwerer LKW per Ende April mit rund 205.000 Einheiten mit einer durchschnittlichen Bestelldauer von 7,2 Monaten auf dem höchsten Stand seit Mai 2006, dem Jahr mit der historisch höchsten Produktionsrate an schweren LKW in den USA. Gemäß dem privaten US-Analyseunternehmen "FTR" lagen die März-Orders im "Class 8"-Segment mit 46.300 Einheiten 15% über Februar und 103% über Vorjahr. Damit war der März der dritte Monat in Folge mit mehr als 40.000 Bestellungen im "Class 8"-Segment. Dies deutet darauf hin, dass sich die zu Jahresanfang bereits erwartete und in den Jahresprognosen von der Gesellschaft unterstellte, weitere Erholung des US-amerikanischen Marktes für schwere LKW mit insgesamt rund 315.000 Verkäufen im Gesamtjahr 2018 voraussichtlich bewahrheitet. Aufgrund der stark gestiegenen Nachfrage und der hohen Lieferzeiten denken die großen US-amerikanischen OEM's inzwischen über Preisaufschläge für Endkunden nach und stellen verstärkt Leiharbeiter ein. Es wird allgemein erwartet, dass sich die Markterholung im 2. Quartal und im 2. Halbjahr fortsetzt.

Die finanziellen Eckdaten des 1. Quartals 2018 (Januar bis März 2018) stellen sich wie folgt dar:

In der aktuellen Berichtsperiode Q1-2018 und in der Vorjahresperiode lagen keine Sondereffekte vor, so dass die bereinigten Kennzahlen den unbereinigten Kennzahlen entsprechen.

Der Gesamtumsatz belief sich im 1. Quartal 2018 konsolidiert auf rund Mio. EUR 66,5 (Vj. Mio. EUR 58,5) und liegt damit im 1. Quartal mit +13,6% plangemäß deutlich über dem entsprechenden Vorjahresquartal.

Die Betriebsleistung liegt mit rund Mio. EUR 69,1 (Vj. Mio. EUR 59,0) inklusive der positiven Bestandsveränderungen in Höhe von rund Mio. EUR 2,6 (Vj. Mio. EUR 0,5) mit +17,1% ebenfalls deutlich über Vorjahresniveau.

In der Absatzregion USA/Kanada ("Nordamerika") wurden hierbei im 1. Quartal 2018 Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt Mio. EUR 24,2 (Vj. Mio. EUR 16,0) erzielt. Damit wurden im 1. Quartal 2018 rund 36,4% (Vj.: 27,4%) der konsolidierten Gesamtumsätze der MS Industrie-Gruppe im nordamerikanischen Markt erzielt, das bedeutet einen Anstieg der Umsatzerlöse in USA/Kanada ("Nordamerika") um rund +51,1% im Vergleich zum Vorjahr.

Der Rohertrag liegt mit rund Mio. EUR 32,2 (Vj. Mio. EUR 27,6) deutlich über Vorjahresniveau. Die Rohertragsmarge hat sich um 1,2 Prozentpunkte von 47,1% auf 48,3% leicht verbessert.

Es wurde ein Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen - EBITDA - in Höhe von rund Mio. EUR 5,7 (Vj. Mio. EUR 3,7) erzielt, sowie ein operatives Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern - EBIT - von rund Mio. EUR 2,5 (Vj. Mio. EUR 0,4).

In der Gruppe liegt das Ergebnis vor Steuern - EBT - im 1. Quartal 2018 bei rund Mio. EUR 2,1 (Vj. Mio. EUR 0,0) und das Ergebnis nach Steuern und Minderheitsanteilen - EAT - bei rund Mio. EUR 1,6 (Vj. Mio. EUR 0,2).

Das Konzerngesamtergebnis des 1. Quartals 2018 beträgt rund Mio. EUR +1,0 (Vj. Mio. EUR -0,3). Die Differenz zwischen dem Ergebnis nach Steuern (EAT) und dem Konzerngesamtergebnis nach Ertragsteuern resultiert im 1. Quartal 2018 vor allem aus erfolgsneutral erfassten negativen Unterschieden aus Fremdwährungsumrechnung (EUR-USD) in Höhe von insgesamt Mio. EUR -0,4 (Vj. Mio. EUR -0,3).

Das den Gesellschaftern des Mutterunternehmens MS Industrie AG zurechenbare Ergebnis pro Aktie - "EpS" ("Earnings per Share") - beläuft sich im 1. Quartal 2018 auf Basis des gewichteten Durchschnitts der bis zum 31. März 2018 ausgegebenen Stückaktien (durchschnittlich 29,9 Mio. Stückaktien) nach IAS 33 unverwässert und verwässert auf rund EUR 0,06 (Vj.: unverwässert und verwässert: EUR 0,01 auf Basis von 29,9 Mio. Stückaktien).

Zum Stichtag 31. März 2018 belaufen sich die liquiden Mittel im Konzern auf Mio. EUR 6,2 (31. Dezember 2017: Mio. EUR 8,4). Der Finanzmittelfonds beläuft sich zum 31. März 2018 auf Mio. EUR -8,1 (31. Dezember 2017: Mio. EUR +1,4) und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR -9,5 gesunken. Der Rückgang des Finanzmittelfonds ist vor allem auf einen stichtagsbedingten Forderungsaufbau zurückzuführen, der sich plangemäß um die negativen Cash-Flows aus Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit addiert.

Die Eigenkapitalquote im Konzern ist im Vergleich zum 31. Dezember 2017 leicht gesunken und beträgt bei einer stichtagsbedingt um rund 7,2% leicht gestiegenen Bilanzsumme zum 31. März 2018 rund 35,9% (31. Dezember 2017: 37,1%). Die nur leicht gesunkene Eigenkapitalquote ist vor allem auf das positive Konzerngesamtergebnis zurückzuführen. Der leichte Anstieg der Bilanzsumme wiederum ist in erster Linie auf einen stichtagsbedingten Working-Capital-Aufbau im Konzern zurückzuführen. In absoluten Zahlen hat sich das Konzerneigenkapital vor allem aufgrund des positiven Gesamtergebnisses um Mio. EUR 1,0 und der Rücklage aus der Umstellung auf IFRS 9 als neuer, ab 1. Januar 2018 gültiger Bilanzierungsstandard um Mio. EUR 1,1 auf Mio. EUR 58,8 (31. Dezember 2017: Mio. EUR 56,7) leicht erhöht.

Die Mitarbeiterzahl in der Gruppe ist per 31. März 2018 im Vergleich zum Vorjahresbilanzstichtag plangemäß weiter auf nunmehr 1.213 festangestellte Mitarbeiter gestiegen (31. Dezember 2017: 1.158 Mitarbeiter).

Im 1. Quartal 2018 ergaben sich im Vergleich zum Vorjahresbilanzstichtag 31. Dezember 2017 keine Veränderungen im Konsolidierungskreis der MS Industrie AG.

Die MS Industrie AG plant, wie im Geschäftsbericht 2017 beschrieben, für das Gesamtjahr 2018 mit einem moderat steigenden, industriellen, Konzern-Umsatz in Höhe von rund Mio. EUR 270 bei einem erneut leicht steigenden EBITDA, während sich EBIT und EBT aufgrund geringerer Abschreibungen ebenfalls weiter deutlich verbessern dürften. Bei wieder höheren Steueraufwendungen in 2018 und dem Wegfall der in 2017 einmalig aufgetretenen positiven Steuereffekte aufgrund der Ende 2017 verabschiedeten Steuerreform in den USA, erwarten wir schließlich ein Konzernjahresergebnis leicht über dem Niveau des Vorjahres. Nach den Konzernhochrechnungen sollte sich die Rohertragsmarge konstant und die EBIT-Marge leicht positiv entwickeln bei einem leicht verbesserten Ergebnis je Aktie aus dem laufenden Geschäft. Auf Basis des erwarteten positiven Jahresergebnisses wird auch für 2018 auch wieder ein deutlicher Anstieg des Konzerneigenkapitals erwartet. Es wird weiterhin erwartet, dass sich der Cash-Flow aus der betrieblichen Tätigkeit im Vergleich zum Vorjahr wieder leicht besser entwickeln wird. Hinsichtlich des Cash-Flows aus der Investitionstätigkeit erwarten wir im Vergleich zu 2017 keine wesentlichen Veränderungen. Aufgrund der Summe der eingeleiteten Maßnahmen sollte der Verschuldungsgrad mindestens stabil bleiben und die Eigenkapitalquote leicht steigen. Es wird nach heutigem Stand unverändert davon ausgegangen, dass dieses Ziel erreicht wird. (14.05.2018/alc/n/a)






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