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Knorr-Bremse treibt kartellrechtliche Freigabe und Angebot für Haldex mit vollem Engagement weiter voran - Anleihenews


03.07.17 07:07
anleihencheck.de

München (www.anleihencheck.de) - Knorr-Bremse treibt kartellrechtliche Freigabe und Angebot für Haldex mit vollem Engagement weiter voran

- Knorr-Bremse teilt Ansicht des Haldex Board of Directors nicht - Voraussetzungen für die Durchführung des Angebots werden behindert
- Tragfähiges Konzept für das Kartellfreigabeverfahren vorhanden
- Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung beantragt, die unverzüglich abgehalten werden soll

Knorr-Bremse AG ("Knorr-Bremse") hat die Entscheidung des Board of Directors von Haldex AB (publ) ("Haldex") zur Kenntnis genommen, die Unterstützung für das Angebot an die Aktionäre von Haldex zurückzuziehen, so das Unternehmen in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Die von Haldex veröffentlichte Mitteilung am 29. Juni 2017 erfolgte ohne vorherige Rücksprache mit Knorr-Bremse.

Wie bereits bekanntgegeben, hat Knorr-Bremse seitens der EU-Kommission Hinweise erhalten, wonach diese voraussichtlich eine zweite Prüfungsphase ("Phase II") einleiten wird. Knorr-Bremse teilt die Einschätzung von Haldex nicht, dass eine solche eingehende Prüfung die Wahrscheinlichkeit einer Freigabe seitens der EU-Kommission nicht erhöht. Eine Phase II- ermöglicht es der EU-Kommission, die vorgeschlagene Akquisition von Haldex durch Knorr-Bremse eingehend zu prüfen und die Argumente, die Knorr-Bremse dargelegt und ergänzen wird, näher zu beurteilen. Knorr-Bremse hat weder Anhaltspunkte erhalten noch besteht der Grund zur Annahme, dass die Einleitung einer Phase II Prüfung einen negativen Einfluss auf die Rückmeldungen haben wird, die Marktteilnehmer der EU-Kommission geben. Die Beurteilung, die die EU-Kommission abgegeben hat, ist vorläufig und stellt auf den aktuellen Zeitpunkt des Prüfverfahrens ab. Sie beinhaltet sogenannte "ernste Bedenken" ("serious doubts") mit Blick auf gewisse Überschneidungen der Geschäftsfelder. Diese vorläufige Beurteilung nimmt jedoch die finale Einschätzung, die die EU-Kommission zum Ende der Phase II Prüfung vornimmt, nicht vorweg; für die finale Beurteilung muss die EU-Kommission nicht nur prüfen, ob ernsthafte Bedenken bestehen, sondern ob die von Knorr-Bremse vorgeschlagene Übernahme von Haldex funktionierenden Wettbewerb erheblich einschränkt. Knorr-Bremse sieht einer möglichen vertieften Prüfung der EU-Kommission insgesamt zuversichtlich entgegen. Knorr-Bremse hat erhebliche Ressourcen für den kartellrechtlichen Freigabeprozess verwendet und ist darauf vorbereitet, sehr große Anstrengungen zu unternehmen und erhebliche Auflagen anzubieten, um die Freigabe der Transaktion durch die Behörden zu erhalten. Dies gilt für sämtliche Bereiche, zu denen die EU-Kommission Bedenken äußerte. Um die Belastung von Haldex zu reduzieren, hat sich Knorr-Bremse darüber hinaus seit Beginn des Frühjahrs 2017 verpflichtet, die Kosten von Haldex für externe Berater zu übernehmen, die in die Planung möglicher Auflagen und die Zusammenstellung relevanter Informationen für die Aufsichtsbehörden involviert sind. Diese Verpflichtung gilt auch unverändert während einer Phase II Prüfung. Knorr-Bremse hat einen strukturierten Prozess aufgesetzt, um Veräußerungen durchzuführen, die notwendig sein könnten, um wettbewerbliche Bedenken zu adressieren. Zudem liegen Knorr-Bremse indikative Angebote mehrerer vielversprechender Interessenten vor. Knorr-Bremse ist der Ansicht, dass weitere potentielle Käufer interessiert sind, hat jedoch bislang nur eine begrenzte Anzahl an Parteien zum Prozess zugelassen, um den Bedenken von Haldex in Bezug auf mögliche Belastungen für das Unternehmen Rechnung zu tragen.

Knorr-Bremse weist folglich die Ansicht des Haldex Board of Directors zurück, dass es im besten Interesse der Aktionäre sei, Knorr-Bremse die weitere Unterstützung in dem kartellrechtlichen Freigabeprozess zu versagen und einer Verlängerung der Annahmefrist für das Angebot von Knorr Bremse durch die schwedische Börsenaufsicht ("SSC") zu widersprechen . Nach Ansicht von Knorr-Bremse behindern die Entscheidungen des Haldex Board of Directors die Voraussetzungen, um das Angebot von Knorr-Bremse durchzuführen. Knorr-Bremse hat daher heute sein Recht ausgeübt und die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung beantragt. Die Aktionäre sollen entscheiden, ob sie den Antrag von Knorr-Bremse bei der SSC sowie die Unterstützung und die Kooperation mit Knorr-Bremse im weiteren Kartellfreigabeverfahren unterstützen und befürworten. Aufgrund der Dringlichkeit hat Knorr-Bremse beantragt, die außerordentliche Hauptversammlung unverzüglich einzuberufen und im besten Fall nicht später als am 28. Juli 2017 abzuhalten.

Knorr-Bremse hat die schwedische Börsenaufsicht gebeten, weitere Schritte in Bezug auf den Antrag auf Verlängerung der Annahmefrist zurückzustellen, bis die Haldex-Aktionäre die Gelegenheit hatten, über die Unterstützung und Befürwortung des Antrags zu entscheiden.
Im Rahmen des kartellrechtlichen Freigabeprozesses hat Knorr-Bremse der EU-Kommission heute ein umfangreiches Konzept für mögliche Veräußerungen unterbreitet. Dadurch sollen Bedenken seitens der EU-Kommission, die bereits bekanntgegeben wurden, ausgeräumt werden.
"Wir haben den Aktionären ein hochattraktives Angebot unterbreitet. Haldex gegenüber haben wir offen unsere Sicht auf die strategische Logik der Transaktion sowie eine bestmögliche Zusammenarbeit aufgezeigt, um Innovationen zu entwickeln und künftig profitabel zu wachsen. Wir können den Schritt des Board von Haldex nicht nachvollziehen da er erhebliche Unsicherheit für die Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter von Haldex erzeugt. Wir agieren auf der Basis eines tragfähigen Konzepts für das kartellrechtliche Freigabeverfahren und werden dieses mit vollem Engagement und wie geplant fortsetzen. Durch den Antrag auf die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung schaffen wir die Basis, um so schnell wie möglich Klarheit für alle Stakeholder zu schaffen", sagte Klaus Deller, Vorstandsvorsitzender von Knorr-Bremse AG.

Hintergrund des Angebots:

Am 5. September 2016 kündigte Knorr-Bremse ein öffentliches Übernahmeangebot für Aktionäre von Haldex an. Am 25. April 2017 wurde bekanntgegeben, dass die Annahmefrist für das Angebot bis zum 26. September 2017 verlängert wird. Der Vollzug des Angebots steht unter anderem unter der Bedingung, dass sämtliche notwendigen Freigaben der Behörden zu für Knorr-Bremse akzeptablen Bedingungen vorliegen.

Am 28. Juni 2017 gab Knorr-Bremse bekannt, Hinweise erhalten zu haben, dass die EU-Kommission voraussichtlich eine Phase II einleitet. Vor diesem Hintergrund hat Knorr-Bremse bei der schwedischen Börsenaufsicht den Antrag auf Verlängerung der Annahmefrist bis zum 9. Februar 2018 beantragt. Zugleich betonte Knorr-Bremse, einer möglichen vertieften Prüfung in der Phase II durch die EU-Kommission zuversichtlich entgegenzusehen.

Knorr-Bremse AG

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Knorr-Bremse AG (Pressemitteilung vom 30.06.2017) (03.07.2017/alc/n/a)