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KFM-Unternehmens-Barometer: Deutsche Lichtmiete AG als "attraktiv" bewertet - Anleihenews


10.02.21 11:30
KFM Deutsche Mittelstand AG

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In ihrem aktuellen KFM-Unternehmens-Barometer zu der Deutsche Lichtmiete AG kommt die KFM Deutsche Mittelstand AG zu dem Ergebnis, das Unternehmen als "attraktiv" (4 von 5 möglichen Sternen) einzustufen.

Die Deutsche Lichtmiete AG mit Sitz in Oldenburg biete ihren Kunden energieeffiziente LED-Beleuchtung zur Miete an. Die Gesellschaft gelte heute als Marktführer der sogenannten Light as a Service (LaaS) Dienstleistung in Deutschland. Seit dem Jahr 2008 verfolge das Unternehmen diese Geschäftsidee und habe bis heute mit mittlerweile über 120 Mitarbeiter*innen über 600 Projekte realisieren können.

Obwohl sich Maßnahmen zur Energieeinsparung in der Regel rechnen würden, würden nach Meinung der KFM Deutsche Mittelstand AG viele Unternehmen die hohen Anschaffungskosten scheuen. Neben der Erstinvestition entfalle ein weiterer kostenintensiver Teil auf Energie- und Wartungsarbeiten bestehender Beleuchtungsanlagen. Hier setze das Geschäftsmodell der Deutsche Lichtmiete AG an: Light as a Service (LaaS) sei eine Komplettlösung für Unternehmen und Kommunen zur Umrüstung auf umweltfreundliche Beleuchtung. Statt die neuen Beleuchtungsanlagen zu kaufen, würden die Kunden diese bei der Deutschen Lichtmiete AG mieten. Alle Leistungen, die im Rahmen der Modernisierung und laufenden Benutzung anfallen würden, seien in der Miete inkludiert.

Mit Hilfe eines innovativen Laserscanners erfolge eine digitale Vermessung der Räumlichkeiten inklusive detaillierter Licht- und Farbmessung. Darauf baue die Neuplanung mit LED-Leuchten und Steuerungstechnik auf, um sowohl nach gesetzlichen als auch nach kundenspezifischen Vorgaben eine optimale Ausleuchtung der Räumlichkeiten zu konzipieren. Zahlreiche versierte Elektrofachbetriebe (Partner der Deutschen Lichtmiete) würden die Installation, die Wartung und den technischen Service übernehmen. Die Deutsche Lichtmiete übernehme die komplette Projektsteuerung und stelle die Arbeitsunterlagen und die technischen Dokumentationen für die Elektroniker zur Verfügung. Sie kümmere sich zudem um die Abnahme und die Entsorgung der alten Leuchten. Während der gesamten Mietlaufzeit betreue die Deutsche Lichtmiete die Kunden in allen Fragen rund um das Beleuchtungssystem.

Die Kunden würden so vom ersten Tag an von besserem Licht und einer deutlich verbesserten Ökobilanz profitieren, ohne eigene Investition und Aufwand. Durch den Einsatz von energiesparenden LED-Beleuchtungskörpern könnten die direkten Stromkosten um bis zu 70% gesenkt werden. Inklusive der Mietkosten für die neuen LED-Beleuchtungsanlagen ergebe sich auf Kundenseite oftmals eine Gesamtersparnis von bis zu 35%, womit den Kunden der Lichtmiete eine Modernisierung der Beleuchtung zum "Nulltarif" angeboten werde. Mit diesem Konzept habe die Deutsche Lichtmiete AG bereits mehrere namhafte Unternehmen überzeugen können, darunter unter anderem Audi, Edeka, Knorr-Bremse, die Deutsche Post oder auch Vorwerk.

Die Deutsche Lichtmiete AG agiere nicht nur als Vermieter der Leuchtmittel, sondern zum Teil auch als deren Hersteller. In der Produktionsstätte der Deutsche Lichtmiete AG im niedersächsischen Hatten würden alle Komponenten der hochwertigen LED-Industrieleuchten zusammengebaut, konfektioniert und geprüft. Hierbei verwende die Deutsche Lichtmiete von Beginn an ausschließlich LED-Chips des japanischen Herstellers Nichia. Durch eine Beteiligung des Weltmarktführers für LED-Chips sei diese Zusammenarbeit Ende 2018 noch weiter intensiviert worden.

Neben den Industrieleuchten aus eigener Fertigung setze die Deutsche Lichtmiete auch Produkte von anderen europäischen Premiumherstellern wie Zumtobel, BEGA, Regent und Waldmann ein. Durch die unterschiedlichen Stärken dieser Anbieter sei die Lichtmiete in der Lage, für jeden Bedarf die optimale Lichtlösung im Mietmodell anzubieten. Über diese Kooperationen schaffe die Gesellschaft Wachstumspotenziale in industrieferne Marktsegmente wie Büroflächen, Handel, Gastronomie, Pflegeeinrichtungen und den öffentlichen Sektor und bilde so ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten der Light as a Service Dienstleistung, das schon heute von industriell und gewerblich genutzten Flächen über Sport- und Mehrzweckhallen bis hin zu Haft- und Verwaltungsgebäuden sowie den angegliederten Anstaltsbetrieben der größten Justizvollzugsanstalt Deutschlands in Berlin-Tegel reiche.

Nach der Neustrukturierung der Deutsche Lichtmiete Unternehmensgruppe im Jahr 20185 habe die Deutsche Lichtmiete AG zum 31.12.2019 erstmalig einen Konzernabschluss auf freiwilliger Basis erstellt. Hierbei betrage das Eigenkapital 75,2 Mio. Euro und die Eigenkapitalquote der Deutsche Lichtmiete AG liege bei 33,9%. Im Vergleich zur Eröffnungsbilanz zum 01.01.2019 habe das Eigenkapital absolut zwar um 2,1 Mio. Euro gesteigert werden können, durch die Begebung von zwei Unternehmensanleihen (Gesamtvolumen 62,6 Mio. Euro) habe sich die Eigenkapitalquote jedoch um 15,4 Prozentpunkte verringert.

Der Konzernumsatz 2019 der Unternehmensgruppe habe 43,9 Mio. Euro betragen und im Vergleich zum Vorjahr (33,7 Mio. Euro) durch die Steigerung der Kundenbasis um 10,2 Mio. Euro bzw. 30% gesteigert werden können. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe 7,2 Mio. Euro erreicht, was einer Verbesserung gegenüber dem Vorjahr von 1,5 Mio. Euro bzw. 26% entspreche. Dies sei umso erfreulicher, da hohe einmalige Kosten für den Kapitalvertrieb (Anleiheemission, Emission der Vermögensanlage "Direktinvestment") in Höhe von 6,4 Mio. Euro bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ins Gewicht fallen würden.

Dieses profitable Wachstum habe im Jahr 2020 weiter fortgesetzt werden können: Trotz aufgrund der Corona-Pandemie erschwerter Vertriebsbedingungen habe die Deutsche Lichtmiete AG ihren Umsatz zum Halbjahr 2020 von 19,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf 26,7 Mio. Euro steigern können. Das EBIT habe von 2,7 Mio. Euro ebenfalls signifikant auf 4,6 Mio. Euro gesteigert werden können. Für das Gesamtjahr 2020 sei die KFM Deutsche Mittelstand AG sehr optimistisch, dass diese Ergebnisse mindestens vorgeführt worden seien und die Deutsche Lichtmiete AG einen Gesamtumsatz von über 50 Mio. Euro habe generieren können.

Im Laufe des letzten Jahres sei die Marke von 600 realisierten Projekten überschritten worden (zum Ende 2019: 458 realisierte Projekte), was nach Meinung der KFM Deutsche Mittelstand AG zu einer erheblichen Steigerung der Mietverhältnisse und des Kundenstamms führe. Diese Zahlen würden die Einschätzung der KFM Deutsche Mittelstand AG widerspiegeln, dass das Mietmodell der Deutschen Lichtmiete AG gerade in der aktuellen Zeit einen erheblichen Mehrwert für ihre Kunden gegenüber dem Kauf biete, da für Unternehmen in unsicheren Zeiten Liquidität und Planbarkeit besonders wichtig seien.

Erst ca. 30% der industriell und gewerblich genutzten Flächen seien in Deutschland auf LED-Beleuchtung umgestellt, im öffentlichen Sektor sei der Anteil noch geringer. Dabei könnten durch eine Modernisierung massiv Energiekosten und CO2 eingespart und durch gut ausgeleuchtete und flimmerfreie Arbeitsplätze die Arbeitsbedingungen und somit die Produktivität der Mitarbeiter verbessert werden. Das Mietmodell biete dafür energieeffiziente Leuchtmittel ohne die dafür gängigen hohen Investitionen. Dabei würden heutzutage nach Meinung der KFM Deutsche Mittelstand AG nicht nur Fuhrparks, IT oder Software gemietet oder geleast; in immer mehr Branchen würden sich Nutzungsmodelle (Miete, Leasing und Contracting) gegen den klassischen Kauf durchsetzen. Schon vor der Covid-19 Pandemie habe eine Studie von Roland Berger für den Markt für Dienstleistungen im Energieeffizienzbereich in Europa bis ins Jahr 2025 eine Verdoppelung auf 50 Mrd. Euro erwartet.

Um dieses Potenzial auch weiterhin zu heben, begebe die Deutsche Lichtmiete aktuell eine weitere Anleihe mit einem Volumen in Höhe von bis zu 30 Mio. Euro. Die Mittel würden ausschließlich zur Finanzierung weiterer Leuchtmittel inklusive deren Zubehör verwendet, sowohl aus eigener als auch aus der Produktion Dritter. Ein Treuhänder sei für die Überwachung verantwortlich und erteile seine Zustimmung bei Auszahlungen.

Höchste Priorität für die Deutsche Lichtmiete AG habe aktuell die Digitalisierung des Produktangebotes, denn das Zusammenspiel von modernen Leuchten mit intelligenter Steuerung über entsprechende Sensoren senke die Energiekosten massiv. Die smarte Lichtlösung könne also weit mehr als tausende Leuchten einzeln an- und auszuschalten oder zu dimmen. Es könnten zusätzlich Funktionen durch akustische und optische Sensoren und Aktoren wie Präsens- und Bewegungsmelder, Videoaufnahmen oder Luftanalysen wie Temperatur, CO2 oder Feuchtigkeit integriert werden und so die "Sinnesorgane" für die Industrie 4.0 bilden. Die Deutsche Lichtmiete lege somit nach Meinung der KFM Deutsche Mittelstand AG die Basis, Gebäude in eine neue smarte Generation zu führen.

Der Nachhaltigkeitsbeitrag der Deutsche Lichtmiete AG werde als exzellent eingeschätzt. Das Unternehmen verstoße nicht gegen die von der KFM Deutsche Mittelstand AG definierten Ausschlusskriterien. Als Dienstleister für LED-Beleuchtung erziele das Unternehmen mit einem Umsatzanteil von 100 Prozent eine positive Nachhaltigkeitswirkung. Darüber hinaus setze das Unternehmen systematisch ESG-Aspekte um und belege damit, dass die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten einen hohen Stellenwert einnehme.

Zusammenfassend laute die Einschätzung der KFM Deutsche Mittelstand AG wie folgt: Die Deutsche Lichtmiete AG sei Pionier und Marktführer im europäischen LaaS-Markt (Light as a Service). Das innovative Geschäftsmodell treffe den aktuellen Zeitgeist und helfe Unternehmen, laufende Kosten zu sparen und die CO2-Bilanz zu verbessern, ohne dabei hohe Investitionen zu tätigen. Dies spiegele sich in hohen Wachstumsraten wider, welche vom Konzern profitabel gestaltet würden. Das Unternehmen sei technisch gut aufgestellt und habe den Trend zur Industrie 4.0 frühzeitig erkannt. Bei der Auswahl der Kunden liege der Fokus auf bonitätsstarken Mietern aus den Bereichen Industrie, Gewerbe, Pflege und öffentlicher Hand.

Aufgrund des zukunftsträchtigen Geschäftsmodells, der stabilen Marktstellung und der unserer Meinung nach auch weiterhin hohen profitablen Wachstumsraten bewerten wir das Unternehmen mit "attraktiv" (4 von 5 möglichen Sternen), so die KFM Deutsche Mittelstand AG. (10.02.2021/alc/n/a)