KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer: 7%-Homann Holzwerkstoffe-Anleihe als "durchschnittlich attraktiv" eingestuft


09.06.17 12:30
KFM Deutsche Mittelstand AG

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In ihrem aktuellen Mittelstandsanleihen-Barometer zu der 7,00%-Homann Holzwerkstoffe-Anleihe kommt die KFM Deutsche Mittelstand AG zu dem Ergebnis, die Anleihe als "durchschnittlich attraktiv" (3 von 5 möglichen Sternen) einzustufen.

Homann Holzwerkstoffe sei einer der führenden Spezialisten für die Herstellung von Holzfaserplatten in der europäischen Holzwerkstoffindustrie. Die Ursprünge des Unternehmens würden bis in das Jahr 1876 zurückreichen. Geschäftsführender Allein-Gesellschafter sei Fritz Homann. Die Unternehmensgruppe sei spezialisiert auf die Herstellung und den Vertrieb von dünnen, hochveredelten mitteldichten Holzfaserplatten (MDF) und hochdichten Holzfaserplatten (HDF) für die Möbel-, Türen-, Beschichtungs- und Automobilindustrie in West- und Osteuropa. Das Unternehmen profitiere vom Trend zur Möbel-Leichtbauweise. Es würden ein Produktionswerk im Saarland sowie zwei Werke an den polnischen Standorten Karlino und Krosno betrieben.

Seit dem Jahr 2011 seien die Umsatzerlöse im Bereich MDF / HDF mit durchschnittlichen Wachstumsraten von etwa 7% p.a. gesteigert worden. Parallel dazu seien einzelne Beteiligungen wie die HOMAPAL GmbH und die HomaTrade GmbH gewinnbringend veräußert worden. In die bestehenden Produktionswerke sei sukzessive investiert worden. Hervorzuheben sei insbesondere die Investition in das Werk Krosno mit einem Gesamtinvestitionsvolumen inkl. Kaufpreis für den Standort von etwa 100 Mio. Euro.

Produktionsstart für das neue Werk in Krosno sei das Geschäftsjahr 2015 gewesen. Im Jahr 2016 sei die Produktionskapazität im Werk Krosno erstmals ganzjährig verfügbar gewesen. Neben steigenden Umsätzen habe für das Unternehmen hieraus auch eine steigende Profitabilität resultiert. Die Umsatzerlöse hätten im Jahr 2016 etwa 225,5 Mio. Euro betragen. Dies entspreche einem Anstieg im Vergleich zum Vorjahr von etwa 12,4%. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) sei von 23,7 Mio. Euro im Jahr 2015 auf 31,4 Mio. Euro im Jahr 2016 gesteigert worden. Insgesamt sei das Geschäftsjahr 2016 mit einem Gewinn von 6,3 Mio. Euro (Vj. 4,2 Mio. Euro) abgeschlossen worden.

Aufgrund der weiteren Optimierung der Produktion im Werk Krosno sowie des anhaltenden Wachstums, insbesondere im Veredelungsbereich, der die Wertschöpfungstiefe der Homann Holzwerkstoffe weiter erhöhe, sei von einem anhaltenden Umsatz- und Ergebniswachstum auszugehen. Die Geschäftsführung plane im Jahr 2017 Umsatzerlöse von 240 Mio. Euro und ein leicht überproportional steigendes EBITDA von 38 Mio. Euro.

Per 31.12.2016 weise der Homann Holzwerkstoffe-Konzern eine bilanzielle Eigenkapitalquote von 10,0% auf. Zu berücksichtigen sei, dass Ende 2016 im Konzern Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 13,4 Mio. Euro bestünden. Im Jahr 2016 seien die Forderungen mit einer Eigenkapital-Entnahme von 2,8 Mio. Euro verrechnet und entsprechend reduziert worden. Wenngleich die Entnahme im Jahr 2016 nicht liquiditätswirksam gewesen sei, zeige sich jedoch, dass wirtschaftlich das Eigenkapital um die Forderungen gegenüber Gesellschaftern zu mindern sei. Von einer weiteren Verrechnung der Forderungen gegenüber Gesellschaftern mit Entnahmen sei auch in den Folgejahren auszugehen.

Im Jahr 2016 sei im Konzern - insbesondere aufgrund der signifikanten Steigerung der Ertragskraft - ein operativer Cashflow von 25,0 Mio. Euro (Vj. 8,8 Mio. Euro) erwirtschaftet worden. Hierin seien bereits die geleisteten Zinszahlungen enthalten. Parallel seien Netto-Investitionen in Höhe von 14,5 Mio. Euro (Vj. 23,8 Mio. Euro) getätigt worden. Hieraus resultiere ein Free Cashflow in Höhe von 10,5 Mio. Euro (Vj. -15,1 Mio. Euro), der entsprechend die Nettoverschuldung von 174,9 Mio. Euro zum Jahresanfang auf 166,9 Mio. Euro zum Jahresende 2016 reduziere. Trotz weiterhin signifikanter Wachstumsinvestitionen sei von einer deutlichen Entschuldung des Konzerns in den kommenden Jahren auszugehen.

Die im Dezember 2012 emittierte Mittelstandsanleihe der Homann Holzwerkstoffe GmbH habe einen Zinskupon von 7,00% und eine Laufzeit bis zum 14.12.2017. Im Rahmen der Anleiheemission seien 50 Mio. Euro eingesammelt worden. Im Rahmen von Nachplatzierungen im Juli 2013 und Mai 2014 sei die Anleihe um jeweils weitere 25 Mio. Euro auf insgesamt 100 Mio. Euro aufgestockt worden. Die Mittel der Anleihe würden in das Wachstum des Unternehmens, insbesondere in den Aufbau des Standortes Krosno, investiert. Eine vorzeitige Kündigung der Anleihe nach Wahl der Emittentin sei laut Anleihebedingungen nicht möglich.

Mit dem erfolgreichen Produktionsstart in Krosno hätten wesentliche Projektrisiken der Homann Holzwerkstoffe reduziert und die Ertragskraft signifikant verbessert werden können. Mit der in den letzten Tagen erfolgreichen Platzierung der 5,25%-Anleihe der Homann Holzwerkstoffe mit einem Volumen von 50 Mio. Euro habe auch die Rückzahlung der 7,00%-Anleihe in höchstem Maße sichergestellt werden können.

Aufgrund der im Vorjahr erzielten Verbesserung der Ertragskraft mit weiterhin positivem Ausblick, des bestehenden Entschuldungspotenzials aus den operativen Cashflows, der aktuell aber auch unterdurchschnittlichen Eigenkapitalausstattung bei weiteren Wachstumsambitionen in Verbindung mit der für Anleihen mit gesicherter Refinanzierung durchschnittlich attraktiven Rendite von 2,06% p.a. (Kurs von 102,45% am 08.06.2017) bewerten wir die 7,00%-Homann Holzwerkstoff-Anleihe als "durchschnittlich attraktiv" (3 von 5 möglichen Sternen), so die KFM Deutsche Mittelstand AG. (09.06.2017/alc/n/a)





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