KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer: 7,75%-Photon-Energy-Anleihe als "attraktiv" bewertet - Anleihenews


07.08.19 11:46
KFM Deutsche Mittelstand AG

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In ihrem aktuellen KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer zu der 7,75%-Anleihe der Photon Energy N.V. kommt die KFM Deutsche Mittelstand AG zu dem Ergebnis, die Anleihe weiterhin als "attraktiv (positiver Ausblick)" (4,5 von 5 möglichen Sternen) einzuschätzen.

Die börsennotierte und zum großen Teil eigentümergeführte Photon Energy N.V. sei ein weltweit aktiver Stromproduzent, der den gesamten Lebenszyklus im Bereich Stromproduktion von der Planung bis zur Betriebsführung abdecke. Photon Energy N.V. mit Hauptsitz in Amsterdam sei 2008 gegründet worden und unterhalte Niederlassungen in Deutschland, Australien, Tschechien, Ungarn, der Schweiz und der Slowakei.

Das Unternehmen habe bisher mehr als 60 Kraftwerke mit einer Gesamtkapazität von mehr als 60 MWp weltweit in über zehn Ländern errichtet und betreibe derzeit ein eigenes Portfolio von 44 Solarparks (Eigentum) mit insgesamt 39,2 MWp. Der bisher erfolgreiche Track-Record der Photon Energy habe Anfang 2018 dazu geführt, dass eine Kooperation mit der Canadian Solar insbesondere zugunsten des Markteintritts in Australien, dem viertgrößten Solarenergiemarkt der Welt, geschlossen worden sei. Canadian Solar sei eines der weltweit größten Photovoltaikunternehmen und werde seit 2005 an der NASDAQ börsennotiert.

Im Geschäftsjahr 2018 habe der Konzern mit 20,3 Mio. Euro (2017: 17,2 Mio. Euro) seinen bisher höchsten kumulierten Umsatz seit Bestehen erzielt. Dies entspreche einem Anstieg von 17,8%. Die Stromproduktion für das Jahr 2018 sei auf insgesamt 28,5 GWh gestiegen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) habe sich im Jahr 2018 um 3,7% auf 8,1 Mio. Euro nach 7,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum verbessert. Dies entspreche einer EBITDA-Marge von 40,2% (Vj:45,6%). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sei im Jahr 2018 um 11,1% auf 2,5 Mio. Euro nach 2,3 Mio. Euro im Vorjahr gestiegen. Die Eigenkapitalquote habe sich geringfügig von 29,0% auf 28,0% bei gestiegener Bilanzsumme verändert.

Der Großteil der Bilanzsumme werde durch das Sachanlagevermögen bestimmt; zum 31.12.2018 habe der Anlagendeckungsgrad 77,6% (Vj: 82,9%) betragen. Das Verhältnis der zinstragenden Nettoverbindlichkeiten zu EBITDA liege bei einem Faktor von 6,5 (in Vorjahren noch bis zu 14) und der errechnete Zinsdeckungsgrad aus dem Verhältnis von EBITDA zu Zinsen bei 2,2 (Vj: 2,9). Der positive operative Cashflow in Höhe von 7,9 Mio. Euro (Vj: 2,7 Mio. Euro) habe Nettoinvestitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 9,4 Mio. Euro ohne große Finanzierungsanstrengungen erleichtert. Die Geldmittel zum 31.12.2018 würden sich auf 12,3 Mio. Euro (31.12.2017: 7,3 Mio. Euro) belaufen, nicht zuletzt auch aufgrund von Mittelzuflüssen aus der Unternehmensanleihe.

Die Projekt- und die Bauphase würden mit Eigenmitteln finanziert. Nach Inbetriebnahme (Netzanschluss) erfolge eine Refinanzierung i.d.R. durch eine überregionale lokale Bank zu rund 70% des Gesamtinvestitionsvolumens (GIK), in Ungarn zu Zinssätzen um die 3,5% p.a. mit 15-jähriger Laufzeit. Die aktuelle Aufstockung der Anleihe diene der Finanzierung von 29 Anlagen in Ungarn mit einer Gesamtkapazität von 20,1 MWp. Davon würden sich 15 Anlagen derzeit im Bau befinden.

Die Aktivitäten in Ungarn und in der Tschechischen Republik würden sich erfreulich entwickeln. In Ungarn sei Photon Energy dabei, sich noch stärker zu engagieren. Nach neun eigenen Solarparks per Ende 2018 seien im Jahr 2019 bisher elf Parks hinzugekommen, sodass der Konzern in Ungarn derzeit über 20 eigene Solarparks mit einer Leistung von 13,6 MWp verfüge. Darüber hinaus besitze der Konzern weiterhin in Tschechien Ende 2018 unverändert zwölf eigene Solarparks mit einer Gesamtleistung von 15,0 MWp und in der Slowakei elf eigene Solarparks mit einer Gesamtleistung von 10,5 MWp.

Das Unternehmen habe ebenfalls einen Zuwachs an sog. "Operations and Maintenance" (O&M) Verträgen verbuchen können, womit das O&M Service Portfolio auf mehr als 250 MWp anwachse. Ziel sei es hier, durch Wartung von im Fremdbesitz befindlichen Solaranlagen zusätzliche sichere Einnahmen zu erzielen. Tschechien, Slowakei und Ungarn würden sich für die Anbindung und den Transport von durch Photovoltaik erzeugten Strom durch gute Infrastrukturnetze auszeichnen, in Ungarn bestehe darüber hinaus ein großes Interesse am Ausbau der Solarenergie. Die Einspeisevergütungen seien zwischen 15 Jahren in der Slowakei und bis zu 25 Jahren in Ungarn staatlich garantiert.

Ungarn und Australien würden hinsichtlich der Expansion der Photovoltaik-Anlagen verstärkt im Fokus bleiben. Bis 2021 sehe sich Photon Energy in der Lage, ein Gesamtportfolio von zusammen 114,5 MWp aufzubauen, davon würden allein auf Ungarn ca. 75 MWp entfallen. In Australien sei mit der Supermarktkette ALDI eine Vereinbarung geschlossen worden, auf den Dächern ihrer Filialen Solarpaneele zu installieren und die Wartung dafür zu übernehmen. 15 von 31 Dachanlagen seien bereits installiert, für ca.100 weitere sei man in intensiven Gesprächen. Zudem würden in Leeton (Australien) für eigene Zwecke zwei große Freiflächenanlagen (rd. 14 MWp) entwickelt.

Darüber hinaus habe das erste Entwicklungsprojekt (Suntop 1) erfolgreich an Canadian Solar veräußert werden können. Weiterhin sondiere die Gesellschaft Opportunitäten in anderen aussichtsreichen Märkten wie Zentral- und Südamerika, dem Mittleren Osten und auch Afrika. In der Tschechischen Republik forciere der Konzern seit Ende 2017 ein zusätzliches Geschäftsfeld auf dem Gebiet der Wasserreinigung. Mit der neuen Technologie habe Photon Water Technology zum Beispiel einen Badesee innerhalb von 13 Tagen nahezu vollständig algenfrei bekommen.

Die im Oktober 2017 emittierte Anleihe der Photon Energy N.V. sei mit einem Zinskupon von 7,75% p.a. ausgestattet und habe eine Laufzeit bis zum 26.10.2022. Die Zinsen würden vierteljährlich am 27.01., am 27.04., am 27.07. und am 27.10. eines Jahres bezahlt. Im Rahmen der Emission seien 30 Mio. Euro platziert worden. Vergangene Woche sei die Anleihe im Rahmen einer Privatplatzierung um 7,5 Mio. Euro auf 37,5 Mio. Euro aufgestockt worden. Die Anleihen stünden gleichrangig zu gegenwärtigen und künftigen unbesicherten Forderungen. Die Anleihemittel hätten der Refinanzierung der im März 2018 fälligen Anleihe und der Finanzierung weiterer Investitionen in Photovoltaikanlagen gedient. Vorzeitige Kündigungsmöglichkeiten der Emittentin seien in den Anleihebedingungen nicht vorgesehen.

Die Anleihe sei mit umfangreichen Covenants ausgestattet. So dürfe in den ersten zwei Jahren nach der Emission keine Dividende ausgezahlt werden. In den Folgejahren sei die Dividendenzahlung auf maximal 50% beschränkt. Die Konzerneigenkapitalquote müsse mindestens 25% betragen. Die Anleihe sei zudem mit einer Negativverpflichtung ausgestattet. Die Anleihe werde mit einer Stückelung von 1.000 Euro an den Börsenplätzen Frankfurt, Stuttgart, Hamburg, Tradegate, Berlin und München gehandelt.

Die Photon Energy N.V. habe in den letzten Jahren die Erträge kontinuierlich steigern können und verfüge für die kommenden Jahre über eine sehr gute Ausgangsbasis für weiteres Umsatz- und Ergebniswachstum. Die Zusammenarbeit mit der Canadian Solar unterstütze die international ausgerichteten Aktivitäten der Photon Energy. Die Anleihe sei mit umfangreichen Covenants ausgestattet. Die Photon Energy berichte vierteljährlich über die betriebswirtschaftliche Entwicklung und erfülle die Anforderungen der Investoren nach Transparenz.

Aufgrund des erfolgreichen Track Records der Photon Energy, der strategischen Partnerschaft mit Canadian Solar und des anhaltenden Wachstums in Verbindung mit der attraktiven Rendite auf Endfälligkeit in Höhe von 6,57% p.a. (auf Kursbasis von 103,85% am 06.08.2019) wird die 7,75%-Photon-Energy-Anleihe weiterhin als "attraktiv (positiver Ausblick)" (4,5 von 5 möglichen Sternen) eingeschätzt, so die KFM Deutsche Mittelstand AG. (07.08.2019/alc/n/a)





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