KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer: 7,25%-Hylea-Anleihe als "durchschnittlich attraktiv" bewertet - Anleihenews


05.02.20 10:30
KFM Deutsche Mittelstand AG

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In ihrem aktuellen KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer zu der 7,25%-Anleihe der Hylea Group S.A. mit Laufzeit bis 01.12.2022 kommt die KFM Deutsche Mittelstand AG zu dem Ergebnis, die Anleihe als "durchschnittlich attraktiv (positiver Ausblick)" (3,5 von 5 möglichen Sternen) einzuschätzen.

Das 1884 von Friedrich Hecker gegründete Familienunternehmen werde seit 2017 in der Hylea Group S.A. mit Sitz in Luxemburg zusammengefasst. Die Geschäftstätigkeit bestehe aktuell aus der Produktion und der internationalen Vermarktung von Paranüssen, Wildkakao und anderen Spezialitäten, wie Chiasamen des Regenwaldes im Amazonasbecken (südamerikanischer Regenwald).

Hylea engagiere sich dabei ausschließlich in Geschäftsfeldern und Projekten mit nachhaltiger Waldwirtschaft und sehe sich hohen Corporate Social Responsibility (CSR) Standards verpflichtet. Die exklusive Zusammenarbeit mit dem WWF in dieser Region unterstreiche diesen Umstand zusätzlich. Die von Hylea produzierten Naturprodukte würden der Premium-Qualität zugeordnet und seien Bio- und FairTrade-zertifiziert. Derzeit bemühe man sich um die BRC Global Standard-Zertifizierung, die die vollständige weltweite Vermarktung zulasse. Seit Gründung 1884 handele Hylea mit Naturkautschuk und seit 1919 mit Paranüssen in höchster Bio-Qualität.

Darüber hinaus sei Hylea für ihre wertvollen Beiträge zu den weltweiten UN-Nachhaltigkeitszielen durch die führende Nachhaltigkeits-Ratingagentur imug® rating ausgezeichnet worden, eine der bedeutendsten deutschen Nachhaltigkeits-Ratingagenturen und seit mehr als 20 Jahren auf dem Markt für nachhaltige Finanzanlagen präsent.

Hylea beliefere weltweit schon jetzt alle großen Paranussmärkte; Nordamerika, Europa, kürzlich Korea und China. Zu diesem Zweck würden sich zwei neue Niederlassungen in der Gründungsphase befinden, die Hylea Foods AG in UK (London) und China (Shanghai). Zu den Kunden in Deutschland und Europa würden zahlreiche Lebensmitteldiscounter und Großhandelsfirmen wie EDEKA und Metro zählen. Aktuell beschäftige sich die Hylea Foods AG auch mit der Gewinnung und Herstellung von Paranussöl sowie der Entwicklung von ergänzenden Produkten.

In der Erntesaison 2019 habe eine Menge von ca. 180 Containern (sogenannte "Full Container (FCL)") vermarktet werden können. Dies entspreche einer Menge von ca. 2.880 Tonnen Paranüssen. In der aktuell beginnenden Ernte bis Ende April 2020 werde voraussichtlich eine Menge von ca. 200 Containern verarbeitet werden, eine weitere Steigerung bis zu 250 Containern sei geplant.

Der aktuelle kurzfristige Liquiditätsengpass sei im Wesentlichen auf drei Gründe zurück zu führen: Vornehmlich habe die wetterbedingte (zu viel Regen für die Jahreszeit) verspätete Fertigstellung der neuen Paranuss-Verarbeitungsfabrik (vollständige Inbetriebnahme November 2019) zu höheren Herstellungs- und operativen Kosten geführt und auf Grund der Verzögerung der Inbetriebnahme hätten Paranüsse von Drittanbietern gekauft werden müssen, was die Marge und Liquidität belastet habe.

Des Weiteren hätten die politische Unruhen in Bolivien und Chile Lieferverzögerungen verursacht, weil Häfen zeitweise geschlossen gewesen seien und nicht genügend Leergutcontainer zum Versand bereitgestanden hätten. Zudem seien im Handel und Vertrieb der Produkte zu großzügige Zahlungsziele gewährt worden. Alles in allem habe dies zu dem bekannten vorübergehenden Liquiditätsengpass von insgesamt ca. 10 Mio. Euro geführt, da die gebundene Liquidität im Netto-Umlaufvermögen am Jahresende 2019 14 Mio. Euro betragen habe. In diesem Zusammenhang werde nun dem sog. "Working Capital" mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Auch das Controlling und die jederzeitige Rückverfolgung des Warenwirtschaftskreislaufes sollten transparenter und aussagekräftiger gestaltet werden.

Die Gesellschaft sei nach wie vor gut aufgestellt. Die Emittentin halte derzeit 66% an der Hylea 1884. Dieser Anteil solle in den kommenden Wochen auf 75,1% aufgestockt werden. Die Bolivianische Staatsbank habe der bisher bankschuldenfreien Gesellschaft in einem Ranking die Bonitätsnote "A" erteilt. Die Emittentin halte nach der Erhöhung des Anteils auf 75,1% an der Hylea 1884 einen Vermögenswert von umgerechnet ca. 18 bis 19 Mio. Euro. Dies entspreche auf der Ebene der Emittentin einer Eigenkapitalquote von über 32%. Damit seien auch die Verpflichtungen aus den Anleihebedingungen erfüllt.

Dem Familienunternehmen sei es seit 2011 erfolgreich gelungen, die Wertschöpfungskette vollständig zu schließen und die Profitabilität zu steigern. Die Einhaltung international anerkannter Standards garantiere, dass Hylea nach höchsten ökologischen und sozialen Prinzipien produziere. Die Umsätze für das Jahr 2019 würden voraussichtlich 22,6 Mio. Euro (mehr als 50% Steigerung im Vergleich zu 2018) betragen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) werde wegen der o.g. widrigen Umstände mit plus minus Null erwartet. Hylea plane unverändert, ihre Umsatzerlöse bis zum Jahr 2021 auf rund 35 Mio. Euro auszuweiten.

Die im Dezember 2017 emittierte Mittelstandsanleihe der Hylea Group S.A. sei mit einem Zinskupon von 7,25% p.a. (Zinstermin halbjährlich am 01.01. und 01.12.) ausgestattet und habe eine fünfjährige Laufzeit bis zum 01.12.2022. Die Anleihe habe zunächst ein Emissionsvolumen von 25 Mio. Euro gehabt; dieses sei im Januar 2020 um 10 Mio. Euro auf 35 Mio. Euro aufgestockt worden. Die Mindeststückelung liege bei 100.000 Euro. In den Anleihebedingungen seien keine vorzeitigen Kündigungsmöglichkeiten nach Wahl der Emittentin vorgesehen. Die Emittentin verpflichte sich zur Einhaltung einer Eigenkapitalquote von 31,8% und einem halbjährlichen Reporting.

Das Geschäftsmodell werde bereits in der vierten Generation erfolgreich umgesetzt und von der weltweit führenden Nachhaltigkeitsratingagentur mit "sehr gut" beurteilt. Die vollständige Übernahme der Wertschöpfungskette sowie Produkterweiterungen sollten in naher Zukunft zu einer Margenausweitung und zur Verbesserung der Profitabilität führen. In Verbindung mit der etablierten Marktpräsenz in Deutschland von ca. 80% und einer Rendite auf Endfälligkeit in Höhe von 7,27% p.a. (Kurs von 100,25% am 04.02.2020) wird die 7,25%-Hylea-Anleihe als "durchschnittlich attraktiv (positiver Ausblick)" (3,5 von 5 möglichen Sternen) bewertet, so die KFM Deutsche Mittelstand AG. (05.02.2020/alc/n/a)





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82,851 € 81,225 € 1,626 € +2,00% 07.08./17:30
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000A19S801 A19S80 105,65 € -   €