KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer: 5,50%-Euroboden-Anleihe 19/24 als "attraktiv" eingeschätzt - Anleihenews


15.10.20 14:30
KFM Deutsche Mittelstand AG

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In ihrem aktuellen KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer zu der 5,50%-Anleihe (ISIN DE000A2YNXQ5 / WKN A2YNXQ) der Euroboden GmbH kommt die KFM Deutsche Mittelstand AG zu dem Ergebnis, die Anleihe weiterhin als "attraktiv (4 von 5 möglichen Sternen) einzuschätzen.

Die Euroboden GmbH sei im Jahr 1999 gegründet worden und sei als Projektentwickler und Bauträger im Bereich hochwertiger Wohnimmobilien - insbesondere in München und Berlin - tätig. Selektiv würden auch Gewerbe- insb. Büroprojekte umgesetzt. Die Projekte würden mit namhaften Architekten durchgeführt und seien bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Die Immobilienprojektentwicklungen würden jeweils mit einer Objektgesellschaft umgesetzt. Alle Objektgesellschaften seien zu 100% im Eigentum der Euroboden GmbH, die als Holding fungiere.

Neben architektonisch hochwertigen Lösungen realisiere das Unternehmen hohe Wertsteigerungspotenziale durch zusätzlich geschaffenen Wohnraum. Seit Gründung habe das Unternehmen rund 30.000 qm mit einem Volumen von 200 Mio. Euro verkauft. Durch die Anleihemittel könne das Unternehmen nach Meinung der KFM Deutsche Mittelstand AG schnell und flexibel auf Chancen im Markt reagieren und hierdurch einen Wettbewerbsvorteil nutzen.

Euroboden veröffentliche seit dem Geschäftsjahr 2016/2017 regelmäßig IAS/IFRS-Abschlüsse und wachse im Durchschnitt kontinuierlich. Im letzten testierten IFRS-Konzern-Jahresabschluss zum 30.09.2019 habe sich das bilanzielle Konzern-Eigenkapital von 20,8 Mio. Euro um 22,6 Mio. Euro auf 43,4 Mio. Euro erhöht. Zum Halbjahresstichtag 31.03.2020 habe sich das bilanzielle Konzern-Eigenkapital auf 45,6 Mio. Euro erhöht. Im Wesentlichen beruhe die deutliche Erhöhung des Eigenkapitals aus dem Verkauf eines Projektes, bei dem erhebliche stille Reserven aufgedeckt worden seien und einem deutlich erhöhten Konzern-Jahresüberschuss zum 30.09.2019 auf 24,6 Mio. Euro.

Nach Einschätzung der KFM Deutsche Mittelstand AG betreibe das Unternehmen zur Stärkung der Eigenkapitalbasis eine zurückhaltende Ausschüttungspolitik bzw. Gewinnthesaurierung. Unter Berücksichtigung der stetig steigenden Konzernbilanzsumme habe sich die IFRS-Konzern-Eigenkapitalquote von 12,1% zum 30.09.2018 auf 19,4% zum 30.09.2019 und auf 17,9% zum untestierten Halbjahresabschluss zum 31.03.2020 entwickelt. Nach dem letzten vor kurzem erfolgten Verkauf eines größeren Immobilienprojektes in Berlin-Tiergarten rechne Euroboden für den IFRS-Konzern-Jahresabschluss zum 30.09.2020 bei ca. 65 Mio. Euro Gesamtumsatz mit einem erneut hohen Betriebsergebnis (EBIT) von über 20 Mio. Euro und einem Anstieg des Eigenkapitals auf 50 Mio. Euro bzw. einer Eigenkapitalquote von rund 20%.

Euroboden verfüge zum Bilanzstichtag 30.09.2019 über eine Projektpipeline, die nach Bauausführung zu Verkaufspreisen von nahezu 800 Mio. Euro in den nächsten Jahren führen solle. Die Wertsteigerung bei den Immobilienprojekten werde nach Einschätzung der KFM Deutsche Mittelstand AG durch die Schaffung von Baurechten im Hinblick auf die jeweilige Verkaufsstrategie realisiert.

Die Anfang 2020 aufgetretene Covid-19-Pandemie habe nach Einschätzung von Euroboden keine nachhaltigen Auswirkungen auf ihr Geschäftsmodell, da sie zu 75% im Bereich der risikoloseren und konjunkturunabhängigeren Wohnungsbauprojekte und nur zu 25% in ausgesuchten Bürobauprojekte, jeweils nur an Top-Standorten investiert sei. Diese Einschätzung von Euroboden erscheine angesichts der vor kurzem veröffentlichten Pressemitteilung zu den erwarteten Finanzkennziffern des IFRS-Konzern-Jahresabschlusses zum 30.09.2020 nach Auffassung der KFM Deutsche Mittelstand AG plausibel und bestätige nach Auffassung der KFM Deutsche Mittelstand AG die weiterhin erfolgreiche Umsetzung des Geschäftsmodells trotz des "Corona"-Virus. Zur weiteren Finanzierung des Wachstums und Absicherung der Umsetzung der Projektpipeline begebe die Euroboden eine weitere Anleihe.

Die im September 2019 emittierte nicht nachrangige und unbesicherte Unternehmensanleihe der Euroboden GmbH sei mit einem Zinskupon von 5,50% p.a. (Zinszahlung halbjährlich am 01.04. und 01.10.) ausgestattet und habe eine Laufzeit bis zum 01.10.2024. Das Emissionsvolumen betrage 40 Mio. Euro. Vorzeitige Rückzahlungsmöglichkeiten der Emittentin seien in den Anleihebedingungen ab 01.10.2020 zu 102% und ab 01.10.2022 zu 101% des Nennwertes vorgesehen. Der Emissionserlös diene zur Finanzierung bestehender und weiterer Immobilien-Projekte sowie zur Rückführung bestehender Darlehen im Rahmen des working capital Managements. Euroboden verpflichte sich freiwillig zu umfassender Transparenz. Bei Verstößen erhöhe sich der Kupon für die nachfolgende Zinsperiode um 0,5%-Punkte. Darüber hinaus gelte eine Ausschüttungsbeschränkung.

Zusammenfassend laute die Einschätzung der KFM Deutsche Mittelstand AG wie folgt: Die Euroboden GmbH habe einen erfolgreichen Track Record aufgebaut sowie preisgekrönte Referenzen im Münchner Immobilienmarkt geschaffen und hiermit überdurchschnittliche fundamentale Wertsteigerungen in den Projekten erzielen können. Mit einem Immobilienprojektvolumen in Höhe von über 800 Mio. Euro Verkaufsvolumen sei Euroboden in der Nische hochwertiger Wohnimmobilien und selektiv auch bei Gewerbe- bzw. Büroimmobilien für die kommenden Jahre unverändert gut positioniert. In Verbindung mit einer Rendite von 5,52% p.a. (auf Kursbasis von 100,20% am 14.10.2020 an der Börse Frankfurt bei Berechnung bis zum Ende der Laufzeit am 01.10.2024) bewerten wir die 5,50%-Anleihe 19/24 der Euroboden GmbH weiterhin als "attraktiv" (4 von 5 möglichen Sternen), so die KFM Deutsche Mittelstand AG. (15.10.2020/alc/n/a)





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