KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer: 5,25%-Homann Holzwerkstoffe-Anleihe als "durchschnittlich attraktiv" bewertet


12.10.17 09:45
KFM Deutsche Mittelstand AG

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In ihrem aktuellen Mittelstandsanleihen-Barometer zu der 5,25%-Homann Holzwerkstoffe-Anleihe kommt die KFM Deutsche Mittelstand AG zu dem Ergebnis, die Anleihe als "durchschnittlich attraktiv" (3 von 5 möglichen Sternen) einzustufen.

Homann Holzwerkstoffe sei einer der führenden Spezialisten für die Herstellung von Holzfaserplatten in der europäischen Holzwerkstoffindustrie. Die Ursprünge des Unternehmens würden bis in das Jahr 1876 zurückreichen. Geschäftsführender Allein-Gesellschafter sei Fritz Homann. Die Unternehmensgruppe sei spezialisiert auf die Herstellung und den Vertrieb von dünnen, hochveredelten mitteldichten Holzfaserplatten (MDF) und hochdichten Holzfaserplatten (HDF) für die Möbel-, Türen-, Beschichtungs- und Automobilindustrie in West- und Osteuropa. Das Unternehmen profitiere vom Trend zur Möbel-Leichtbauweise. Es würden ein Produktionswerk im Saarland sowie zwei Werke an den polnischen Standorten Karlino und Krosno betrieben. Darüber hinaus habe das Unternehmen eine Absichtserklärung zur Übernahme eines Hartfaserplattenwerkes in Litauen unterzeichnet.

Seit dem Jahr 2011 seien die Umsatzerlöse im Bereich MDF / HDF mit durchschnittlichen Wachstumsraten von etwa 7% p.a. gesteigert worden. Parallel dazu seien einzelne Beteiligungen wie die HOMAPAL GmbH und die HomaTrade GmbH gewinnbringend veräußert worden. In die bestehenden Produktionswerke sei sukzessive investiert worden. Hervorzuheben sei insbesondere die Investition in das Werk Krosno mit einem Gesamtinvestitionsvolumen inkl. Kaufpreis für den Standort von etwa 100 Mio. Euro.

Produktionsstart für das neue Werk in Krosno sei das Geschäftsjahr 2015 gewesen. Im Jahr 2016 sei die Produktionskapazität im Werk Krosno erstmals ganzjährig verfügbar gewesen. Neben steigenden Umsätzen habe für das Unternehmen hieraus auch eine steigende Profitabilität resultiert. Die Umsatzerlöse hätten im Jahr 2016 etwa 225,5 Mio. Euro betragen. Dies entspreche einem Anstieg im Vergleich zum Vorjahr von etwa 12,4%. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) sei von 23,7 Mio. Euro im Jahr 2015 auf 31,4 Mio. Euro im Jahr 2016 gesteigert worden. Insgesamt sei das Geschäftsjahr 2016 mit einem Gewinn von 6,3 Mio. Euro (Vj. 4,2 Mio. Euro) abgeschlossen worden.

Im ersten Halbjahr 2017 sei bei Umsatzerlösen von 129,5 Mio. Euro (Vj. 114,1 Mio. Euro) ein EBITDA von 14,9 Mio. Euro (Vj. 17,1 Mio. Euro) erwirtschaftet worden. Hintergrund für den EBITDA-Rückgang seien nach Unternehmensangaben temporär gestiegene Leimpreise. Das Nachsteuerergebnis habe 5,7 Mio. Euro (Vj. 2,6 Mio. Euro) betragen. Aufgrund der weiteren Optimierung der Produktion im Werk Krosno sowie des anhaltenden Wachstums, insbesondere im Veredelungsbereich, der die Wertschöpfungstiefe der Homann Holzwerkstoffe weiter erhöhe, sei von einem anhaltenden Umsatz- und Ergebniswachstum auszugehen. Die Geschäftsführung plane im Jahr 2017 weiterhin Umsatzerlöse von 240 Mio. Euro und ein überproportional steigendes EBITDA von 38 Mio. Euro. Zusätzliches Umsatz- und Ergebnispotenzial ergäbe sich aus der erfolgreichen Übernahme des Werkes in Litauen.

Per 30.06.2017 weise der Homann Holzwerkstoffe-Konzern eine bilanzielle Eigenkapitalquote von 12,1% auf. Zu berücksichtigen sei, dass zum Stichtag Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 14,8 Mio. Euro bestünden, die das wirtschaftliche Eigenkapital mindern würden.

Im Jahr 2016 sei im Konzern - insbesondere aufgrund der signifikanten Steigerung der Ertragskraft - ein operativer Cashflow von 25,0 Mio. Euro (Vj. 8,8 Mio. Euro) erwirtschaftet worden. Hierin seien bereits die geleisteten Zinszahlungen enthalten. Parallel seien Netto-Investitionen in Höhe von 14,5 Mio. Euro (Vj. 23,8 Mio. Euro) getätigt worden. Hieraus resultiere ein Free Cashflow in Höhe von 10,5 Mio. Euro (Vj. -15,1 Mio. Euro), der entsprechend die Nettoverschuldung von 174,9 Mio. Euro zum Jahresanfang auf 166,9 Mio. Euro zum Jahresende 2016 reduziere. Die Nettoverschuldung habe im ersten Halbjahr 2017 mit 170,2 Mio. Euro stabil gehalten werden können.

Die im Juni 2017 begebene Anleihe mit Laufzeit bis 14.06.2022 verfüge über einen Zinskupon von 5,25% p.a. (Zinstermin jährlich am 14.06.). Bei der Emission seien 50 Mio. Euro platziert worden; Anfang September 2017 sei die Anleihe um 10 Mio. Euro auf 60 Mio. Euro aufgestockt worden. Vorzeitige Rückzahlungsmöglichkeiten der Emittentin seien in den Anleihebedingungen ab 14.06.2020 zu 101,50% und ab 14.06.2021 zu 101% des Nennwertes vorgesehen.

Mit dem erfolgreichen Produktionsstart in Krosno hätten wesentliche Projektrisiken der Homann Holzwerkstoffe reduziert und die Ertragskraft signifikant verbessert werden können. Aufgrund der im Vorjahr erzielten Verbesserung der Ertragskraft mit weiterhin positivem Ausblick, des bestehenden Entschuldungspotenzials aus den operativen Cashflows, der aktuell aber auch unterdurchschnittlichen Eigenkapitalausstattung bei weiteren Wachstumsambitionen in Verbindung mit der durchschnittlich attraktiven Rendite von 4,51% p.a. (Kurs von 102,88% am 11.10.2017) bewerten wir die 5,25%-Homann Holzwerkstoff-Anleihe (WKN A2E4NW) als "durchschnittlich attraktiv" (3 von 5 möglichen Sternen), so die KFM Deutsche Mittelstand AG. (12.10.2017/alc/n/a)





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