KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer: 4,25%-UBM-Anleihe als "durchschnittlich attraktiv" bewertet


06.09.17 10:30
KFM Deutsche Mittelstand AG

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In ihrem aktuellen KFM-Barometer zur 4,25%-Anleihe der UBM Development AG (ISIN AT0000815402 / WKN 852735) kommt die KFM Deutsche Mittelstand AG zu dem Ergebnis, die Anleihe weiterhin als "durchschnittlich attraktiv" (3 von 5 Sternen) einzuschätzen.

Bereits seit Emission werde die 4,25%-UBM-Anleihe als durchschnittlich attraktiv eingeschätzt. Grund hierfür sei die positive Unternehmensentwicklung, welche die Emittentin über Jahre hinweg liefere, in Verbindung mit der für eine Mittelstandsanleihe unterdurchschnittlichen Rendite.

Die Ursprünge der UBM Development AG (UBM) würden auf den 1873 gegründeten Ziegelhersteller unter dem Namen "Union-Baumaterialien-Gesellschaft" zurückgehen. Bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sei die Transformation vom Ziegelhersteller zum Immobilienentwickler erfolgt. Die Immobilien-Entwicklungskompetenz sei in den letzten Jahrzehnten sukzessive vom Ursprung in Wien auf die Kernmärkte Österreich, Deutschland, Tschechien und Polen sowie weitere europäische Länder - zuletzt unter der Firma UBM Realitätenentwicklung AG - ausgeweitet worden.

UBM sei über den gesamten Lebenszyklus von Immobilien aktiv. Dies umfasse sowohl die Neubauentwicklung als auch Stadt- und Baulandentwicklungen größerer Flächenareale sowie die Umnutzung und Revitalisierung von Objekten. Das Unternehmen fokussiere sich auf die Objektklassen Hotel, Büro, Wohnen, Handel und Multi-Use-Objekte. Die Development-Leistungen würden für das eigene Portfolio sowie für institutionelle Investoren und Dritte erbracht. Neben der Immobilienentwicklung würden auch eigene Objekte, insbesondere Hotels betrieben.

Im Jahr 2014 sei der Zusammenschluss der damaligen UBM Realitätenentwicklung AG mit der Strauss & Partner-Gruppe, die die Immobilienaktivitäten der PORR AG bündele, initiiert worden. Mit Abschluss der gesellschaftsrechtlichen Reorganisation sei im ersten Halbjahr 2015 die Firma in UBM Development AG geändert worden. Die Strauss & Partner-Gruppe sei nun 100%-ige Tochtergesellschaft der UBM.

Im ersten Halbjahr 2017 habe UBM die Gesamtleistung um 166,8 Mio. Euro auf 422,1 Mio. Euro steigern können. Die sehr gute Entwicklung sei nach Unternehmensangaben insbesondere auf Verkäufe in Österreich sowie positive Effekte aus Kursgewinnen des Polnischen Zloty gegenüber dem Euro zurückzuführen.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) habe im ersten Halbjahr 2017 auf 22,6 Mio. Euro gesteigert werden können (Vj.: 15,5 Mio. Euro). Hintergrund der Steigerung sei nur bedingt das hohe Gesamtleistungswachstum, sondern im Wesentlichen der Anstieg der Finanzerträge. Diese würden insbesondere aus Share-Deal-Verkäufen resultieren. Es ergebe sich eine gesteigerte, branchenübliche EBT-Marge von 9,1% (Vj.: 7,4%).

Im letzten KFM-Barometer vom 05.10.2016 sei bereits darauf hingewiesen worden, dass eine Vielzahl von Verkäufen an Bestandsimmobilien zu erwarten sei. Im zweiten Quartal 2017 habe UBM den Immobilienbestand um rund 100,0 Mio. Euro reduzieren und das freigesetzte Kapital zur Reduktion der Verschuldung einsetzen können. Weitere Immobilien im Buchwert von 81,4 Mio. Euro seien zum 30.06.2017 als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte eingestuft. Ein weiterer Bestandsabbau sei demnach zu erwarten.

Die Netto-Verschuldung habe von 691,0 Mio. Euro am 31.12.2016 auf 579,0 Mio. Euro zum 30.06.2017 reduziert werden können. Die Emittentin prognostiziere eine weitere Reduktion auf 550,0 Mio. Euro bis zum 31.12.2017. Der gemeldete Forward-Deal für ein Münchner Großprojekt mit einem Gesamtvolumen von 190,0 Mio. Euro und einer Anzahlung von 75,0 Mio. Euro im vierten Quartal 2017 erhöhe die Fähigkeit der UBM zu einer kontinuierlichen Reduktion der Netto-Verschuldung. Daneben seien im zweiten Halbjahr 2017 bereits weitere erfolgreiche Verkäufe im zweistelligen Millionen-Bereich in Hamburg und Prag gemeldet worden. Mit dem angestrebten Bestandsabbau inklusive Verminderung der Verschuldung, werde die UBM sukzessive als Pure Play Developer bzw. reiner Immobilien-Entwickler positioniert.

Die im Dezember 2015 emittierte Mittelstandsanleihe der UBM Development AG sei mit einem Zinskupon von 4,25% p.a. (Zinszahlung jährlich am 09.12.) und einer Laufzeit bis zum 09.12.2020 ausgestattet. Hervorzuheben sei hierbei, dass bei Absinken der Eigenkapital-Quote unter 25% der Kupon für die nächsten beiden Zinsperioden auf 6,25% p.a. erhöht werde. Im Rahmen der Anleiheemission seien insgesamt 75 Mio. Euro platziert worden. Die Anleihebedingungen würden keine vorzeitigen Kündigungsmöglichkeiten für die Emittentin vorsehen.

UBM weise seit mehr als zehn Jahren kontinuierlich Gewinne aus und verfüge hierdurch über einen hervorragenden Track Record. Auf Basis des bestehenden Projektportfolios und der anhaltenden Niedrigzinsphase sei sowohl für dieses Jahr als auch die kommenden Jahre von einer weiterhin ertragreichen Entwicklung des Unternehmens auszugehen.

Aufgrund der hohen Solidität der UBM in Verbindung mit der im Immobiliensektor durchschnittlichen, aber im Vergleich mit anderen Mittelstandsanleihen lediglich unterdurchschnittlichen Rendite von 2,71% p.a. (Kurs von 104,62% am 05.09.2017) wird die 4,25%-UBM-Anleihe als weiterhin "durchschnittlich attraktiv" (3 von 5 möglichen Sternen) bewertet, so die KFM Deutsche Mittelstand AG. (06.09.2017/alc/n/a)





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