HÖRMANN Industries GmbH erwirtschaftet Gewinn von 9,0 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2021 - Anleihenews


02.09.21 10:00
Anleihen Finder

Brechen (www.anleihencheck.de) - Finale Halbjahreszahlen - die HÖRMANN Industries GmbH hat das erste Halbjahr 2021 mit einem Konzernüberschuss von 9,0 Mio. Euro abgeschlossen, nach einem Verlust von 4,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) habe sich im Berichtszeitraum deutlich auf 19,8 Mio. Euro (Vorjahr: 6,2 Mio. Euro) verbessert und das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 13,8 Mio. Euro (Vorjahr: -0,4 Mio. Euro). Der Umsatz der HÖRMANN-Gruppe sei im Vergleich zum Vorjahr um 62,1 Mio. Euro auf 296,3 Mio. Euro gestiegen, wovon rund 15 Mio. Euro auf ergebnisneutrale Materialpreiseffekte zurückzuführen seien.

Die Umsatzsteigerung habe überproportional aus den Geschäftsbereichen Automotive und Communication resultiert, wohingegen die Bereiche Engineering und Services aufgrund der spätzyklischen Folgen der COVID-19-Pandemie und der im Krisenjahr 2020 zeitlich verschobenen Auftragsvergaben den Umsatz noch nicht hätten realisieren können.

"Wir sind mit der Entwicklung im ersten Halbjahr 2021 sehr zufrieden. Während die Geschäftsbereiche Engineering und Services noch die Folgen der Rezession in 2020 zu spüren bekommen haben, konnten wir uns in unseren Bereichen Automotive und Communication über eine sehr hohe Kundennachfrage freuen. Und auch wenn niemand sagen kann, welche Auswirkungen die COVID-19-Pandemie noch haben wird, blicken wir optimistisch auf das laufende Geschäftsjahr, das wir auf Konzernebene voraussichtlich auf Vorkrisenniveau abschließen werden", sage Dr. Michael Radke, CEO der HÖRMANN Industries GmbH.

Prognose für Gesamtjahr angehoben

Wie schon mitgeteilt, habe die HÖRMANN Industries GmbH ihre Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2021 angehoben. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung erwarte die HÖRMANN Gruppe nunmehr einen Gesamtumsatz von 600 Mio. Euro bis 620 Mio. Euro (ursprüngliche Prognose 2021: 540 Mio. Euro bis 560 Mio. Euro; 2020: 521,5 Mio. Euro). Für das operative Geschäft werde ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in einer Bandbreite von 26 Mio. Euro bis 28 Mio. Euro prognostiziert (ursprüngliche Prognose 2021: 20 Mio. Euro; 2020: 12,6 Mio. Euro).

ANLEIHE CHECK: Die im Juni 2019 begebene Anleihe 2019/24 der HÖRMANN Industries GmbH sei mit einem Zinskupon von 4,50% p.a. (Zinstermin jährlich am 06.06.) ausgestattet und habe eine Laufzeit bis zum 06.06.2024. Die Anleihe sei im maximalen Volumen von 50 Mio. Euro vollständig platziert. Die Anleihe notiere derzeit an der Börse Frankfurt bei rd. 106% (Stand: 10.08.2021).

Entwicklung einzelne Geschäftsbereiche in H1 - 2021

Im Bereich Automotive habe sich der Umsatz aufgrund der stark gestiegenen Nachfrage in den Produktsegmenten Lkw und Landmaschinen im ersten Halbjahr 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 118,5 Mio. Euro um 62,7 Mio. Euro auf 181,2 Mio. Euro erhöht. Der positiven Nachfrageentwicklung habe jedoch die Verknappung der Materialverfügbarkeit gegenübergestanden, die zu massiv erhöhten Material- und Personalkosten für die Sicherstellung der Lieferfähigkeit geführt und das Halbjahresergebnis deutlich belastet habe. Zudem müsse im Vorjahresvergleich berücksichtigt werden, dass im Geschäftsbereich Automotive im Vorjahreszeitraum aufgrund großflächiger Stilllegungen der Produktionskapazitäten in der Automobilindustrie die Produktion in den deutschen Werken unterbrochen gewesen sei.

Der Bereich Communication habe laut HÖRMANN von den staatlichen Konjunkturmaßnahmen und den zusätzlichen Investitionen in den Ausbau der europäischen Leit- und Sicherungstechnik für die Bahn sowie der effizienteren Gestaltung der Netzinfrastruktur zur Digitalisierung im Schienenverkehr ("Digitale Schiene Deutschland") profitiert und mit einem Umsatz von 76,6 Mio. Euro (Vorjahr: 64,9 Mio. Euro) ein Umsatzwachstum von 11,7 Mio. Euro gegenüber Vorjahr ausgewiesen.

Mit Umsatzerlösen von 31,8 Mio. Euro habe der Bereich Engineering erwartungsgemäß deutlich unter dem Umsatz der Vorjahresperiode (41,4 Mio. Euro) gelegen. Ursächlich hierfür sei eine stark verzögerte Auftragsvergabe in 2020 in Folge der großen Unsicherheit in Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie gewesen. Hingegen deute der hohe Auftragseingang in den ersten sechs Monaten 2021 (83,1 Mio. Euro) darauf hin, dass der Bereich mittelfristig wieder an sein hohes Wachstum anknüpfen werde.

Der Geschäftsbereich Services habe 7,0 Mio. Euro (Vorjahr: 9,8 Mio. Euro) zum Konzernumsatz beigesteuert und sei im ersten Halbjahr 2021 ebenfalls von der anhaltend zögerlichen Auftragsvergabe sowie von bestehenden Reisebeschränkungen stark belastet gewesen. Ziel sei es, mit der Kompetenz im Bereich Automatisierung und Wartung Kunden aus dem Non-Automotive Bereich zu gewinnen. Zu diesem Zweck seien Anfang Januar 2021 der Unternehmensbereich Automation von der SAV GmbH in Mittweida sowie mit Wirkung zum 1. November 2021 der Betrieb SOLution-TEC GmbH in Wolfenbüttel übernommen worden.

Den kompletten Beitrag zusammen mit dem Halbjahresbericht 2021 finden Sie hier. (News vom 01.09.2021) (02.09.2021/alc/n/a)





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