GRENKE: Leasingneugeschäft im dritten Quartal durch Lieferengpässe beeinträchtigt - Anleihenews


05.10.21 09:06
anleihencheck.de

Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Die GRENKE AG (ISIN DE000A161N30 / WKN A161N3), globaler Finanzierungspartner für kleine und mittlere Unternehmen, hat im dritten Quartal 2021 ein Leasingneugeschäft in Höhe von 372,2 Mio. Euro (Q3 2020: 517,6 Mio. Euro) erzielt, so die GRENKE AG in der aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Ursache für das im Vergleich zum Vorjahr schwächere Leasingneugeschäft waren globale Lieferengpässe, vor allem bei Herstellern von Computer- und Bürotechnik. Die Deckungsbeitragsmarge 2 entwickelte sich im abgelaufenen dritten Quartal aufgrund der Refinanzierungskosten leicht rückläufig und betrug 17,1% (Q3 2020: 18,4%). Beim Neugeschäftsvolumen handelt es sich um die Summe der Anschaffungskosten aller neu erworbenen Leasinggegenstände.

Anpassung der Guidance

Infolge der aktuellen Entwicklung hat das Unternehmen die Guidance für das Leasingneugeschäft im laufenden Geschäftsjahr auf 1,5 bis 1,7 Mrd. Euro angepasst (zuvor 1,7 bis 2,0 Mrd. Euro). Die Prognose für den Gewinn nach Steuern in diesem Geschäftsjahr bleibt unverändert bei 60 bis 80 Mio. Euro.

GRENKE-CEO Michael Bücker: "Ich konnte mich in meinen ersten Wochen vom Potenzial der GRENKE AG als Rückgrat für die Finanzierung des Mittelstands überzeugen." Zudem wurde die GRENKE BANK AG zum dritten Mal in Folge als Partnerbank des Mikrokreditfonds der Bundesregierung Deutschland akkreditiert. Michael Bücker sagte weiter: "Aus dieser guten Startposition heraus wollen wir unser Geschäft im vierten Quartal 2021 beschleunigen. Dazu haben wir eine Vertriebsoffensive gestartet." GRENKE-Finanzvorstand, Dr. Sebastian Hirsch, ergänzt: "Mit der erfolgreichen Aufstockung unserer zuletzt begebenen Anleihe haben wir unsere Refinanzierungsfähigkeit am Kapitalmarkt unter Beweis gestellt. Damit haben wir den Grundstein für weiteres Neugeschäft auch im kommenden Jahr gelegt."

Regionale Entwicklung des Neugeschäfts

Der Rückgang des Neugeschäfts ist - wenn auch unterschiedlich stark - in sämtlichen Regionen zu beobachten. Der stärkste Rückgang ist in der Region Südeuropa mit 39,9% zu verzeichnen. Das Neugeschäft in der DACH-Region ging um 22,8% zurück, während Nord- und Osteuropa einen Rückgang von 25,5% und die übrigen Regionen den geringsten Rückgang von 19,7% aufweisen. Der Rückgang in der Region Westeuropa (ohne DACH) betrug 24,8%.

Entwicklung der Deckungsbeitragsmarge

Der Deckungsbeitrag 2 (DB2) des Leasinggeschäfts beträgt im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 63,6 Mio. Euro (Q3 2020: 95,2 Mio. Euro). Die DB2-Marge liegt bei 17,1% (Q3 2020: 18,4%). Die DB1-Marge im Berichtsquartal betrug 10,9% nach 12,7% im vergleichbaren Vorjahresquartal. Die DB2-Marge sowie auch die ihr zugrundeliegende DB1-Marge waren im Wesentlichen von gestiegenen Refinanzierungskosten geprägt. Perspektivisch geht GRENKE von wieder sinkenden Refinanzierungskosten und damit wieder ansteigenden Deckungsbeitragsmargen aus.

Entwicklung der Deckungsbeiträge

Der Deckungsbeitrag 2 ging analog zur Neugeschäftsentwicklung in allen Regionen zurück. Der stärkste Rückgang des Deckungsbeitrag 2 wurde in der Region Südeuropa mit 40,6% verzeichnet. In der DACH-Region ging der Deckungsbeitrag um 34,3% zurück, in Westeuropa (ohne DACH) um 31,3%. Am wenigsten beeinträchtigt waren die übrigen Regionen (-23,2%) sowie Nord- und Osteuropa (-26,5%).

Der Deckungsbeitrag 1 verzeichnete mit 40,4 Mio. Euro (Q3 2020: 65,9 Mio. Euro) einen Rückgang von 38,7%, wobei die DB1-Marge von 12,7% im Q3 2020 auf 10,9% im Q3 2021 sank.

Der GRENKE Konzern nahm im dritten Quartal 2021 insgesamt 100.416 Leasinganfragen entgegen. Davon wurden 22.339 Anfragen in der DACH-Region und 78.077 Anfragen in internationalen Regionen gestellt. Auf Gruppenebene wurden aus diesen Anfragen 48.724 neue Leasingverträge geschlossen, was einer Umwandlungsrate von 49% entspricht.

Das Neugeschäft der GRENKE Gruppe Factoring verzeichnete mit einem angekauften Forderungsvolumen von 178,5 Mio. Euro einen erfreulichen Anstieg um 15,6% gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr (Q3 2020: 154,4 Mio. Euro).

Das KMU-Kreditneugeschäft der GRENKE BANK betrug im dritten Quartal 2021 aufgrund der Einstellung des Kreditgeschäfts nur noch 0,9 Mio. Euro (Q3 2020: 32,1 Mio. Euro). Das Einlagengeschäft der GRENKE BANK ist eine unverändert wichtige Säule der Konzernrefinanzierung mit einem Bestandsvolumen von 1.521,3 Mio. EUR per 30.09.2021 (30.09.2020: 1.300,0 Mio. EUR).

Erfolgreiche Anleihe-Aufstockung um 125 Mio. Euro

Am 9. September 2021 stockte der GRENKE Konzern eine bestehende Anleihe (ISIN XS2155486942 / WKN A28VXK) um weitere 125 Mio. Euro auf. Damit konnte die Liquiditätsbasis für die weitere Neugeschäftsentwicklung gestärkt werden. Die hohe Orderbuch-Nachfrage mit über 230 Mio. Euro bestätigte das Vertrauen des Kapitalmarkts in GRENKE. Die Emissionsrendite liegt bei ca. 2,5%. Bis zum 25. Oktober 2021 laufen die 125 Mio. Euro unter der ISIN XS2386650191 / WKN A3KV3B. Danach werden sie mit der bestehenden ISIN XS2155486942 verschmolzen.

Bundesregierung erteilt GRENKE erneut Zuschlag für Mikrokreditfonds Deutschlands

Die GRENKE BANK hat erneut den Zuschlag für den Mikrokreditfonds Deutschland der Bundesregierung unter der Federführung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales erhalten. Nach dem Start im Jahr 2015 und der Verlängerung drei Jahre später übernimmt GRENKE damit bereits zum dritten Mal die Rolle des Kreditgebers der staatlichen Mikrokredite in Höhe von bis zu 25.000 Euro für kleinste, kleine und mittlere Unternehmen (KMU). In den vergangenen sechs Jahren seit seiner Gründung hat der Mikrokreditfonds insgesamt 1.703 Kleinstunternehmen und KMU mit 4.656 Krediten im Volumen von mehr als 120 Millionen Euro beim Auf- oder Ausbau ihres Geschäfts geholfen.

Neues Vorstandsmitglied der GRENKE BANK

Inzwischen ist auch die zweite Vorstandsposition der GRENKE BANK AG neu besetzt worden. Dies hatte das Unternehmen bereits am 29. Juni 2021 angekündigt. Am 1. Oktober 2021 hat Dr. Oliver Recklies (51) sein Amt als Mitglied des Vorstands der GRENKE BANK AG angetreten und verantwortet als Nachfolger von Sven Noppes (45) den Bereich der Marktfolge. Dr. Recklies ist Bankkaufmann und Diplom-Betriebswirt (FH) und war in seinen vorherigen beruflichen Stationen in verschiedenen Genossenschaftsbanken mit den Aufgaben Marktfolge, Finanzen, Risikomanagement und Controlling betraut. Zuletzt war er für die DZB Bank mit Sitz in Mainhausen tätig. Seit 2017 verantwortete er dort als Generalbevollmächtigter und Prokurist den Großteil der Marktfolge, alle Risikothemen, die IT und Digitalisierung sowie das Finanz- und Rechnungswesen.

Die Neugeschäftsentwicklung der GRENKE AG im Überblick (in Mio. Euro) sei unter dem folgenden Link zu finden.

Die Quartalsmitteilung zum 3. Quartal und den ersten neun Monaten 2021 wird am 10. November 2021 veröffentlicht.

Weitere Informationen erhalten Sie von:

GRENKE AG
Team Investor Relations
Neuer Markt 2
76532 Baden-Baden
Telefon: +49 7221 5007-204
E-Mail: investor@grenke.de
Internet: www.grenke.de

Pressekontakt
Stefan Wichmann
Executive Communications Consulting
Neuer Markt 2
76532 Baden-Baden
E-Mail: presse@grenke.de
Mobil: +49 (0) 171 20 20 300

Über GRENKE:

Der GRENKE Konzern (GRENKE) ist ein globaler Finanzierungspartner für kleine und mittlere Unternehmen. Kunden erhalten alles aus einer Hand: vom flexiblen Small-Ticket-Leasing über bedarfsgerechte Bankprodukte bis zum praktischen Factoring. Die schnelle und einfache Abwicklung sowie der persönliche Kontakt zu Kunden und Partnern stehen dabei im Mittelpunkt.

1978 in Baden-Baden gegründet, ist der GRENKE Konzern heute mit über 1.800 Mitarbeitern in 33 Ländern weltweit aktiv. Die GRENKE-Aktie ist an der Frankfurter Börse im SDAX gelistet. (Pressemitteilung vom 04.10.2021) (05.10.2021/alc/n/a)





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