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Fresenius Q1-Zahlen: Guter Start ins Jahr 2022 - Ausblick bestätigt - Anleihenews


04.05.22 10:15
anleihencheck.de

Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Die Fresenius SE & Co. KGaA hat heute ihre Zahlen zum 1. Quartal 2022 vorgelegt. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung der Fresenius SE & Co. KGaA:

Stephan Sturm, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, sagte: "Wir sind gut ins Jahr gestartet, bei Fresenius Helios und Fresenius Kabi sogar noch etwas besser als zunächst erwartet. Die anhaltende Corona-Pandemie, der Krieg in der Ukraine, Engpässe in den Lieferketten und vor allem die teils erheblichen Kostensteigerungen haben das erste Quartal belastet. Diese Faktoren müssen wir auch weiterhin genau im Auge behalten. Trotzdem liefen unsere Geschäfte ordentlich. Mit den angekündigten Transaktionen bei Fresenius Kabi und Fresenius Medical Care haben wir wichtige Schritte in der Umsetzung unserer Wachstumsstrategie unternommen. Damit verbessern wir die Grundlagen für unseren künftigen Unternehmenserfolg. Wir rechnen daher weiterhin mit insgesamt gesunden Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn und blicken zuversichtlich auf die Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr und darüber hinaus."

Konzern-Ausblick für 2022 bestätigt

Fresenius bestätigt den Ausblick für das Geschäftsjahr 2022 und erwartet weiterhin einen währungsbereinigten Anstieg des Konzernumsatzes im mittleren einstelligen Prozentbereich und einen währungsbereinigten Anstieg des Konzernergebnisses im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Implizit geht Fresenius davon aus, dass das währungsbereinigte Konzernergebnis ohne Berücksichtigung der Ergebnisbeiträge von Fresenius Medical Care ebenfalls im niedrigen einstelligen Prozentbereich wachsen wird.

Ohne Berücksichtigung weiterer Akquisitionen rechnet Fresenius damit, dass sich die Kennziffer Netto-Finanzverbindlichkeiten/EBITDA zum Jahresende 2022 verbessern und damit innerhalb des selbst gesteckten Zielkorridors von 3,0x bis 3,5x liegen wird (31. Dezember 2021: 3,51x). Fresenius erwartet, dass sich nach Abschluss des Erwerbs der Mehrheitsbeteiligung an mAbxience und der Akquisition von Ivenix die Kennziffer Netto-Finanzverbindlichkeiten/EBITDA leicht erhöhen wird.

Das Kosten- und Effizienzprogramm entwickelt sich planmäßig und Fresenius bestätigt die im Februar 2022 kommunizierten höheren Erwartungen: Bis zum Jahr 2023 sollen die Maßnahmen zur nachhaltigen Steigerung der Profitabilität und operativen Exzellenz Einsparungen in Höhe von mindestens 150 Mio. Euro p.a. nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter führen. In den Folgejahren erwartet das Unternehmen einen weiteren starken Anstieg der nachhaltigen Kosteneinsparungen.

Erwartungen zu Einflüssen auf das Geschäftsjahr 2022

Fresenius erwartet für das laufende Jahr weiter belastende Effekte durch die Covid-19-Pandemie. Das Unternehmen rechnet jedoch damit, dass die Anzahl der Covid-19-Fälle von jetzt an rückläufig sein wird und sich damit auch die Anzahl der planbaren Behandlungen sowie die Verfügbarkeit von Personal verbessert. Eine mögliche, aus jetziger Sicht allerdings eher unwahrscheinliche Verschlechterung der Situation, und damit einhergehende Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie mit wesentlichem und unmittelbarem Einfluss auf den Gesundheitssektor ohne eine angemessene Kompensation sind im Konzernausblick für das Geschäftsjahr 2022 nicht berücksichtigt.

Auch der Krieg in der Ukraine belastet die Geschäftstätigkeit des Fresenius-Konzerns. Die negativen Auswirkungen beliefen sich im ersten Quartal beim Konzernergebnis auf 14 Mio. Euro und werden als Sondereinfluss behandelt. Fresenius wird den weiteren Verlauf des Krieges und dessen mögliche Auswirkungen weiterhin genau beobachten.

Aufgrund der erhöhten Unsicherheit und Volatilität im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg rechnet Fresenius im Geschäftsjahr 2022 nun mit ausgeprägteren Belastungen durch Kosteninflation und Lieferkettenengpässe.

Der Vorstand geht von einem unveränderten Unternehmenssteuersatz in den USA aus.

Ferner gelten die dem Ausblick von Fresenius Medical Care für das Geschäftsjahr 2022 zugrunde gelegten Annahmen auch vollumfänglich für den Ausblick des Fresenius-Konzerns.

Alle diese Annahmen sind indes mit erheblicher Unsicherheit behaftet.

Die kürzlich bekannt gegebene Akquisition von Ivenix und der Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an mAbxience sowie weitere potenzielle Akquisitionen sind in der Prognose nicht berücksichtigt.

5% Wachstum beim währungsbereinigten Umsatz

Der Konzernumsatz im 1. Quartal 2022 stieg um 8% (währungsbereinigt: 5%) auf 9.720 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 8.984 Mio. Euro). Das organische Wachstum betrug 3%. Akquisitionen/Desinvestitionen trugen netto 2% zum Umsatzanstieg bei. Währungsumrechnungseffekte hatten einen positiven Einfluss von 3% auf das Umsatzwachstum. Ohne geschätzte Covid-19-Effekte hätte der Fresenius-Konzern ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 5% bis 6% erzielt (1. Quartal 2021: 4% bis 5%).

3% Wachstum beim währungsbereinigten Konzernergebnis

Das Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um 2% (währungsbereinigt: -2%) auf 1.658 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 1.631 Mio. Euro). Das berichtete Konzern-EBITDA betrug 1.595 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 1.628 Mio. Euro).

Das Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen fiel um 1% (währungsbereinigt: -5%) auf 996 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 1.009 Mio. Euro). Der währungsbereinigte Rückgang des EBIT war im Wesentlichen negativ beeinflusst von der Übersterblichkeit von Patienten im Zusammenhang mit Covid-19 bei Fresenius Medical Care sowie höheren Personal-, Material- und Logistikkosten. Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen betrug 10,2% (1. Quartal 2021: 11,2%). Das berichtete Konzern-EBIT betrug 902 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 1.006 Mio. Euro).

Das Zinsergebnis vor Sondereinflüssen verbesserte sich auf -119 Mio. Euro (1. Quartal 2021: -137 Mio. Euro) im Wesentlichen aufgrund von Einsparungen durch erfolgreiche Refinanzierungsaktivitäten. Das berichtete Zinsergebnis verbesserte sich ebenfalls auf -118 Mio. Euro (1. Quartal 2021: -137 Mio. Euro).

Die Steuerquote vor Sondereinflüssen lag im 1. Quartal 2022 bei 22,7% (1. Quartal 2021: 22,8%). Die berichtete Steuerquote lag bei 23,6% (1. Quartal 2021: 22,8%).

Der auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn vor Sondereinflüssen lag im 1. Quartal 2022 bei -216 Mio. Euro (1. Quartal 2021: -237 Mio. Euro). Davon entfielen 88% auf Anteile anderer Gesellschafter an Fresenius Medical Care. Der berichtete auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn lag bei -186 Mio. Euro (1. Quartal 2021: -236 Mio. Euro).

Das Konzernergebnis vor Sondereinflüssen stieg im 1. Quartal 2022 um 6% (währungsbereinigt: 3%) auf 462 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 436 Mio. Euro). Ohne geschätzte Covid-19-Effekte wäre das währungsbereinigte Konzernergebniswachstum vor Sondereinflüssen mit -2% bis 2% weitestgehend stabil geblieben (1. Quartal 2021: 0% bis 4%). Das berichtete Konzernergebnis fiel auf 413 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 435 Mio. Euro).

Das Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen stieg im 1. Quartal 2022 um 6% (währungsbereinigt: 3%) auf 0,83 Euro (1. Quartal 2021: 0,78 Euro). Das berichtete Ergebnis je Aktie betrug 0,74 Euro (1. Quartal 2021: 0,78 Euro).

Investitionen in Wachstum fortgesetzt

Fresenius investierte im 1. Quartal 2022 338 Mio. Euro in Sachanlagen. Dies entspricht 3% des Konzernumsatzes (1. Quartal 2021: 384 Mio. Euro; 4% des Konzernumsatzes). Schwerpunkte waren Instandhaltungs- und Erweiterungsinvestitionen in Dialysezentren, Produktionsstätten sowie Krankenhäuser und Tageskliniken.

Das Akquisitionsvolumen im 1. Quartal 2022 betrug 162 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 149 Mio. Euro) im Wesentlichen für den Erwerb von Dialysezentren bei Fresenius Medical Care und Kliniken bei Helios Spanien.

Cashflow-Entwicklung

Der operative Konzern-Cashflow fiel im 1. Quartal 2022 auf 101 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 652 Mio. Euro) im Wesentlichen bedingt durch ein höheres Netto-Umlaufvermögen u.a. aufgrund höherer Rohmaterialbevorratung und Forderungen sowie temporärer Verschiebungen bei Zahlungsflüssen. Die Marge betrug 1,0% (1. Quartal 2021: 7,3%). Der Free Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden fiel auf -255 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 241 Mio. Euro). Der Free Cashflow nach Akquisitionen und Dividenden fiel auf -403 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 117 Mio. Euro).

Solide Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme des Konzerns stieg um 2% (währungsbereinigt: 0%) auf 73.114 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 71.962 Mio. Euro). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Währungsumrechnungseffekte und auf die Ausweitung der Geschäftstätigkeiten zurückzuführen. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 3% (währungsbereinigt: 2%) auf 18.002 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 17.461 Mio. Euro), im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 1% (währungsbereinigt: 0%) auf 55.112 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 54.501 Mio. Euro).

Das Eigenkapital stieg um 4% (währungsbereinigt: 3%) auf 30.584 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 29.288 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote betrug 41,8% (31. Dezember 2021: 40,7%).

Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns waren unverändert (währungsbereinigt: 0%) bei 27.211 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 27.155 Mio. Euro). Die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Konzerns stiegen um 3% (währungsbereinigt: 2%) auf 25.134 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 24.391 Mio. Euro).

Der Verschuldungsgrad zum 31. März 2022 stieg auf 3,60x (31. Dezember 2021: 3,51x). Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf den Covid-19-bedingten Rückgang des operativen Konzern-Cashflows.

Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestiegen

Zum 31. März 2022 betrug die Anzahl der Beschäftigten weltweit 317.242 (31. Dezember 2021: 316.078).

Die Unternehmensbereiche

Fresenius Medical Care
(Finanzzahlen gemäß Presseinformation von Fresenius Medical Care)

Fresenius Medical Care ist der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen. Zum 31. März 2022 behandelte Fresenius Medical Care 343.493 Patientinnen und Patienten in 4.153 Dialysezentren. Neben dem Kerngeschäft in der ganzheitlichen Nierentherapie konzentriert sich das Unternehmen auf die Expansion in den Bereichen Unterstützende Geschäftsaktivitäten und Intensivmedizinische Lösungsansätze.

Detaillierte Zahlen können Sie unter dem folgenden Link abrufen.

- Patienten-Übersterblichkeit durch Covid-19 höher als erwartet, im Laufe des Quartals aber rückläufig

- Ergebnisentwicklung beeinträchtigt von weiterhin deutlich erhöhten und aufgrund von Omikron nochmal zusätzlich gestiegenen Personalkosten im Bereich Gesundheitsdienstleistungen sowie gestiegenen Material- und Logistikkosten im Bereich Gesundheitsprodukte

- Ergebnisentwicklung in EMEA zusätzlich belastet durch Krieg in der Ukraine

Der Umsatz von Fresenius Medical Care stieg im 1. Quartal 2022 um 8% (währungsbereinigt: 3%) auf 4.548 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 4.210 Mio. Euro). Das organische Umsatzwachstum betrug 2%. Währungseffekte hatten einen positiven Einfluss von 5%.

Im 1. Quartal 2022 fiel das EBIT um 27% (währungsbereinigt: -30%) auf 348 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 474 Mio. Euro). Die EBIT-Marge betrug 7,6% (1. Quartal 2021: 11,3%). Vor Sondereinflüssen (Kosten im Zusammenhang mit dem Programm FME25 und Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine) fiel das EBIT um 15% (währungsbereinigt: -19%) auf 403 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 477 Mio. Euro) bei einer EBIT-Marge1 von 8,9% (1. Quartal 2021: 11,3%). Auf währungsbereinigter Basis ist der Rückgang hauptsächlich zurückzuführen auf höhere Personalkosten, negative Auswirkungen von Covid-19 sowie auf inflationsbedingte Kostensteigerungen und höhere Kosten in der Lieferkette. Dies wurde nur in Teilen ausgeglichen durch eine Anpassung der Umsatzrealisierung für rechtlich strittige Forderungen.

Das Ergebnis fiel im 1. Quartal 2022 um 37% (währungsbereinigt: -39%) auf 157 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 249 Mio. Euro) insbesondere aufgrund der oben genannten Ergebniseffekte. Vor Sondereinflüssen fiel das Ergebnis um 20% (währungsbereinigt: -23%) auf 200 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 251 Mio. Euro) hauptsächlich aufgrund der genannten negativen Auswirkungen auf das EBIT.

Der operative Cashflow betrug im 1. Quartal 2022 159 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 208 Mio. Euro). Die Cashflow-Marge lag bei 3,5% (1. Quartal 2021: 4,9%). Der Rückgang ist hauptsächlich zurückzuführen auf die fortgesetzte Verrechnung von Vorauszahlungen der US-Regierung aus dem Jahr 2020 im Rahmen des CARES-Gesetzes sowie den Rückgang des Konzernergebnisses, teilweise ausgeglichen durch einen positiven Effekt aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Forderungen.

Fresenius Medical Care bestätigt den Ausblick und erwartet für das Geschäftsjahr 2022 ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum2 und eine währungsbereinigte Steigerung des Konzernergebnisses im jeweils niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich.

Fresenius Kabi

Fresenius Kabi ist spezialisiert auf intravenös zu verabreichende generische Arzneimittel, klinische Ernährung und Infusionstherapien für schwer und chronisch kranke Menschen im Krankenhaus und im ambulanten Bereich. Das Unternehmen ist ferner ein führender Anbieter von medizintechnischen Geräten und Produkten der Transfusionstechnologie. Im Bereich Biosimilars entwickelt Fresenius Kabi Produkte mit den Schwerpunkten Onkologie und Autoimmunerkrankungen.

Detaillierte Zahlen können Sie unter dem folgenden Link abrufen.

- Entwicklung in Nordamerika durch anhaltende Herausforderungen beeinträchtigt

- Geschäft in den Schwellenmärkten mit ausgezeichnetem Ergebniswachstum

- Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an mAbxience und Akquisition von Ivenix sollen Wachstum beschleunigen

Der Umsatz von Fresenius Kabi stieg um 5% (währungsbereinigt: 1%) auf 1.847 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 1.761 Mio. Euro). Das organische Umsatzwachstum betrug 1%. Positive Währungsumrechnungseffekte von 4% ergaben sich im Wesentlichen aus dem US-Dollar und dem Chinesischen Yuan.

Der Umsatz in Nordamerika stieg im 1. Quartal 2022 um 4% (organisch: -3%) auf 579 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 558 Mio. Euro). Der Rückgang des organischen Wachstums ist vor allem auf die Covid-19-bedingten höheren Fehlzeiten bei den Beschäftigten in der Produktion zurückzuführen sowie auf anhaltenden Wettbewerbsdruck.

In Europa stieg der Umsatz um 2% (organisch: 2%) auf 640 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 626 Mio. Euro) im Wesentlichen durch eine zunehmende Normalisierung der Nachfrage aufgrund fortschreitender Erholung bei elektiven Behandlungen.

In der Region Asien-Pazifik stieg der Umsatz im 1. Quartal 2022 um 10% (organisch: 3%) auf 433 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 392 Mio. Euro) getragen von einer guten Entwicklung in der gesamten Region. In China trugen höhere Umsätze mit Produkten, die nicht durch die NVBP-Ausschreibungen (National Volume-Based Procurement) betroffen waren, positiv zum Wachstum bei.

Der Umsatz in Lateinamerika/Afrika stieg im 1. Quartal 2022 um 5% (organisch: 2%) auf 195 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 185 Mio. Euro) nach einem starken durch Covid-19 positiv beeinflussten Vorjahresquartal.

Der Umsatz im Bereich Biosimilars lag im 1. Quartal 2022 mit 23 Mio. Euro im Rahmen der Erwartungen von Fresenius Kabi.

Das EBIT stieg im 1. Quartal 2022 um 6% (währungsbereinigt: 0%) auf 293 Mio. Euro (1. Quartal: 276 Mio. Euro) mit einer EBIT-Marge von 15,9% (1. Quartal: 15,7%). Die EBIT-Entwicklung ist gekennzeichnet von Covid-19-bedingten höheren Fehlzeiten bei den Beschäftigten in der Produktion, anhaltendem Wettbewerbsdruck, Herausforderungen in den Lieferketten sowie steigender Kosteninflation.

Das Ergebnis stieg im 1. Quartal 2022 um 6% (währungsbereinigt: 1%) auf 201 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 190 Mio. Euro).

Der operative Cashflow fiel im 1. Quartal 2022 auf 133 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 278 Mio. Euro) im Wesentlichen bedingt durch ein höheres Netto-Umlaufvermögen u.a. aufgrund höherer Rohmaterialbevorratung. Die Cashflow-Marge fiel auf 7,2% (1. Quartal 2021: 15,8%).

Fresenius Kabi bestätigt den Ausblick und erwartet für das Geschäftsjahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum3 im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Für die währungsbereinigte EBIT-Entwicklung wird ein Rückgang im hohen einstelligen bis niedrig zweistelligen Prozentbereich erwartet. Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete Covid-19-Effekte.

Im März wurde der Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an mAbxience und die Akquisition von Ivenix bekannt gegeben. mAbxience stärkt die Präsenz von Fresenius Kabi im wachstumsstarken Biopharmazeutika-Markt und Ivenix das Medizintechnik-Geschäft des Unternehmens. Die Übernahme von Ivenix wurde Anfang Mai abgeschlossen. Finanzielle Effekte beider Transaktionen sind in der Prognose nicht berücksichtigt.

Fresenius Helios

Fresenius Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber. Zum Unternehmen gehören Helios Deutschland, Helios Spanien und Helios Fertility. Helios Deutschland betreibt 88 Krankenhäuser, ca. 130 Medizinische Versorgungszentren und sechs Präventionszentren. Helios Spanien betreibt 50 Krankenhäuser, 97 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Daneben ist es mit acht Krankenhäusern sowie als Anbieter medizinischer Diagnostik in Lateinamerika aktiv. Helios Fertility bietet ein breites Spektrum modernster Dienstleistungen auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin an.

Detaillierte Zahlen können Sie unter dem folgenden Link abrufen.

- Helios Deutschland mit solidem organischen Umsatzwachstum aufgrund gestiegener Fallzahlen

- Helios Spanien mit exzellentem organischen Umsatz- und Ergebniswachstum aufgrund anhaltend hoher Nachfrage nach Behandlungen

- Helios Fertility mit guter Entwicklung

Der Umsatz stieg im 1. Quartal 2022 um 11% (währungsbereinigt: 11%) auf 2.931 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 2.649 Mio. Euro). Das organische Wachstum betrug 8%. Akquisitionen, im Wesentlichen bei Helios Fertility, trugen 3% zum Umsatzwachstum bei.

Der Umsatz von Helios Deutschland erhöhte sich im 1. Quartal 2022 um 7% (organisch: 5%) auf 1.783 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 1.673 Mio. Euro) im Wesentlichen aufgrund gestiegener Fallzahlen, die jedoch unter dem Niveau vor der Pandemie lagen. Das Wachstum wurde daher auch durch Erstattungen im Zusammenhang mit Covid-19 unterstützt. Akquisitionen trugen 2% zum Umsatzwachstum bei.

Der Umsatz von Helios Spanien stieg im 1. Quartal 2022 um 12% (währungsbereinigt: 12%) auf 1.089 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 976 Mio. Euro). Das organische Wachstum betrug 11% und ist auf Kalendereffekte im Vorjahresvergleich und eine anhaltend hohe Nachfrage nach Behandlungen zurückzuführen. Die Krankenhäuser in Lateinamerika trugen ebenfalls zum Umsatzwachstum bei. Akquisitionen trugen 1% zum Umsatzwachstum bei.

Der Umsatz von Helios Fertility betrug im 1. Quartal 2022 57 Mio. Euro.

Das EBIT von Fresenius Helios stieg im 1. Quartal 2022 um 14% (währungsbereinigt: 15%) auf 306 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 268 Mio. Euro). Die EBIT-Marge betrug 10,4% (1. Quartal 2021: 10,1%).

Das EBIT von Helios Deutschland stieg im 1. Quartal 2022 um 3% auf 154 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 150 Mio. Euro). Die EBIT-Marge betrug 8,6% (1. Quartal 2021: 9,0%).

Erhöhte Fehlzeiten bei den Beschäftigten zu Beginn des Quartals im Zusammenhang mit Covid-19 belasteten das Ergebnis. Inflationseffekte hatten nur einen geringen negativen Einfluss.

Das EBIT von Helios Spanien stieg im 1. Quartal 2022 um 21% (währungsbereinigt: 22%) auf 153 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 126 Mio. Euro). Der EBIT-Anstieg ist zurückzuführen auf die anhaltend hohe Nachfrage nach Behandlungen. Auch das Geschäft in Lateinamerika verzeichnete eine gute Entwicklung. Die EBIT-Marge stieg auf 14,0% (1. Quartal 2021: 12,9%).

Das EBIT von Helios Fertility betrug im 1. Quartal 2022 4 Mio. Euro. Die EBIT-Marge lag bei 7,0%.

Das Ergebnis von Fresenius Helios stieg im 1. Quartal 2022 um 13% (währungsbereinigt: 13%) auf 195 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 173 Mio. Euro).

Der operative Cashflow fiel im 1. Quartal 2022 auf -136 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 215 Mio. Euro) nach einem starken 4. Quartal 2021 und Covid-19-bedingten Verzögerungen bei den Budgetverhandlungen in Deutschland. Die Cashflow-Marge lag bei -4,6% (1. Quartal 2021: 8,1%).

Fresenius Helios bestätigt den Ausblick und erwartet für das Geschäftsjahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich und ein währungsbereinigtes EBIT-Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete Covid-19-Effekte.

Fresenius Vamed

Fresenius Vamed realisiert weltweit Projekte und erbringt Dienstleistungen für Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen und ist ein führender Post-Akut-Anbieter in Zentraleuropa. Das Leistungsspektrum umfasst die gesamte Wertschöpfungskette: von der Entwicklung, Planung und schlüsselfertigen Errichtung über die Instandhaltung bis zum technischen Management und zur Gesamtbetriebsführung.

Detaillierte Zahlen können Sie unter dem folgenden Link abrufen.

- Projektgeschäft weiterhin belastet durch Covid-19, Herausforderungen in den globalen Lieferketten und Kosteninflation

- Dienstleistungsgeschäft wächst dank zunehmender Anzahl elektiver Eingriffe

- Ausgezeichneter Auftragseingang

Der Umsatz von Fresenius Vamed stieg im 1. Quartal 2022 um 8% (währungsbereinigt: 7%) auf 513 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 477 Mio. Euro). Organisch stieg der Umsatz um 7%.

Der Umsatz im Dienstleistungsgeschäft stieg im 1. Quartal 2022 um 12% (währungsbereinigt: 11%) auf 405 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 363 Mio. Euro) im Wesentlichen durch die sich erholenden elektiven Fallzahlen. Im Projektgeschäft fiel der Umsatz um 5% (währungsbereinigt: -5%) auf 108 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 114 Mio. Euro), aufgrund von Covid-19-bedingten Herausforderungen und Schwierigkeiten in den globalen Lieferketten.

Das EBIT stieg im 1. Quartal 2022 auf 8 Mio. Euro (1. Quartal 2021: -4 Mio. Euro) mit einer EBIT-Marge von 1,6% (1. Quartal 2021: -0,8%). Dies ist im Wesentlichen auf die positive Entwicklung im Dienstleistungsgeschäft zurückzuführen.

Das Ergebnis stieg im 1. Quartal 2022 auf 4 Mio. Euro (1. Quartal 2021: -7 Mio. Euro).

Der Auftragseingang betrug im 1. Quartal 2022 263 Mio. Euro (1. Quartal 2021: 138 Mio. Euro). Der Auftragsbestand zum 31. März 2022 lag bei 3.626 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 3.473 Mio. Euro).

Der operative Cashflow fiel im 1. Quartal 2022 auf -45 Mio. Euro (1. Quartal 2021: -44 Mio. Euro) im Wesentlichen aufgrund von Verzögerungen im Projektgeschäft im Zusammenhang mit Covid-19 und des höheren Netto-Umlaufvermögens. Die Cashflow-Marge betrug -8,8% (1. Quartal 2021: -9,2%).

Fresenius Vamed bestätigt den Ausblick und erwartet für das Geschäftsjahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum im hohen einstelligen bis niedrig zweistelligen Prozentbereich. Beim währungsbereinigten EBIT wird ein absoluter Betrag auf dem Niveau vor der Pandemie erwartet (Geschäftsjahr 2019: 134 Mio. Euro). Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete Covid-19-Effekte.

Telefonkonferenz

Anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse für das 1. Quartal 2022 findet am 4. Mai 2022 um 13:30 Uhr (CEDT)/07:30 Uhr EDT eine Telefonkonferenz statt. Die Übertragung können Sie live über das Internet verfolgen unter www.fresenius.de/medien-termine. Nach der Telefonkonferenz steht Ihnen die Aufzeichnung auf unserer Website zur Verfügung.

Erläuterungen zu den verwendeten Kennzahlen können Sie unserer Website entnehmen https://www.fresenius.de/alternative-leistungskennzahlen.

Fresenius ist ein weltweit tätiger Gesundheitskonzern mit Produkten und Dienstleistungen für die Dialyse, das Krankenhaus und die ambulante medizinische Versorgung von Patienten. Im Geschäftsjahr 2021 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 37,5 Milliarden Euro. Zum 31. März 2022 betrug die Anzahl der Beschäftigten weltweit 317.242.

Weitere Informationen im Internet unter www.fresenius.de.

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