Fresenius Medical Care: Starkes Umsatzwachstum von 11% in Q2/2017 dank guter Entwicklung in allen Regionen - Anleihenews


01.08.17 09:12
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Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Die Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA (ISIN DE0005785802/ WKN 578580) hat eine Pressemitteilung zu den Halbjahresergebnis veröffentlicht:

Rice Powell, Vorstandsvorsitzender von Fresenius Medical Care, sagte: "Wir konnten den Umsatz im zweiten Quartal erneut kräftig steigern. Zu diesem anhaltenden Wachstum haben alle Regionen beigetragen. Besonders stark hat sich unser Bereich Versorgungsmanagement entwickelt. Mit den insgesamt sehr positiven Ergebnissen des ersten Halbjahrs sind wir auf gutem Weg, unsere Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen."

Umsatz und Ertrag

Der Umsatz von Fresenius Medical Care stieg im zweiten Quartal 2017 um 11% auf 4,471 Mrd. EUR (9% währungsbereinigt). Zurückzuführen ist dies vor allem auf das starke Umsatzwachstum mit Gesundheitsdienstleistungen in Nordamerika. Im Vergleich zum Vorjahresquartal erhöhte sich der Umsatz hier um 11% (8% währungsbereinigt). Insgesamt wuchs der Umsatz mit Gesundheitsdienstleistungen um 11% auf 3,649 Mrd. EUR (9% währungsbereinigt). Der Umsatz im Produktgeschäft erhöhte sich um 9% auf 822 Mio. EUR (8% währungsbereinigt). Das organische Wachstum betrug 6% bei Gesundheitsdienstleistungen und 7% bei Dialyseprodukten. Im ersten Halbjahr 2017 stieg der Umsatz um 14% auf 9,019 Mrd. EUR. Der Umsatz bei Gesundheitsdienstleistungen erhöhte sich um 15% (11% währungsbereinigt), im Produktgeschäft wuchs der Umsatz um 9% (8% währungsbereinigt).

Das operative Ergebnis (EBIT) wuchs im zweiten Quartal um 2% auf 583 Mio. EUR, dies entspricht einer Marge von 13,0%. Das bereinigte EBIT wuchs um 4%1. Die EBIT-Marge wurde negativ beeinflusst durch höhere Personalkosten, höhere Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen, Wechselkurseffekte und höhere Vertriebskosten im US-Apothekengeschäft. Im ersten Halbjahr 2017 stieg das operative Ergebnis um 16% auf 1,235 Mrd. EUR (bereinigt 7%1).

Die Nettozinsaufwendungen beliefen sich im zweiten Quartal 2017 auf 95 Mio. EUR gegenüber 90 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Dieser Anstieg ist zurückzuführen auf ein höheres durchschnittliches Schuldenniveau und ungünstige Währungseffekte. Niedrigere Zinssätze wirkten diesen Effekten entgegen.

Die Ertragssteuern beliefen sich im zweiten Quartal 2017 auf 150 Mio. EUR. Dies entspricht einer effektiven Steuerquote von 30,8% nach 31,1% im Vorjahresquartal.

Das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfallende Konzernergebnis stieg im zweiten Quartal 2017 auf 269 Mio. EUR. Basierend auf einer durchschnittlich gewichteten Zahl ausstehender Aktien von 306,5 Millionen lag der Gewinn je Aktie (EPS) bei 0,88 EUR gegenüber 0,86 EUR im Vorjahresquartal. Im ersten Halbjahr stieg das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfallende Konzernergebnis um 21% auf 577 Mio. EUR

Entwicklung der Segmente

In Nordamerika steigerte Fresenius Medical Care den Umsatz im zweiten Quartal 2017 um 11% auf 3,225 Mrd. EUR. Das entspricht 72% des Gesamtumsatzes. Währungsbereinigt stieg der Umsatz um 8%. Der Umsatz im Dialysegeschäft stieg um 6%, währungsbereinigt um 3%. Der Umsatz im Bereich Versorgungsmanagement wuchs um 32% auf 698 Mio. EUR (29% währungsbereinigt). 19% dieses Wachstums wurden organisch erreicht, 10% durch Akquisitionen. Der Umsatz mit Dialysedienstleistungen wuchs um 6% (4% währungsbereinigt). Hierzu trugen ein organisches Behandlungswachstum 3% und Akquisitionen 1% bei. Der Umsatz mit Dialyseprodukten erhöhte sich um 2% (währungsbereinigt unverändert). Dies ist zurückzuführen auf verbesserte Verkaufszahlen von Dialysemedikamenten, Produkten für die Peritonealdialyse und Einmalprodukten für die Hämodialyse. Diese Effekte wurden teilweise ausgeglichen durch geringere Verkaufszahlen von Dialysegeräten. Das operative Ergebnis in Nordamerika stieg um 3% auf 470 Mio. EUR. Die operative Marge lag im zweiten Quartal 2017 mit 14,6% unter dem Vorjahreswert (15,7%).

Im Vergleich zum Vorjahresquartal sank die Marge im Dialysegeschäft leicht um 20 Basispunkte auf 18,2%. Die operative Marge im Dialysegeschäft wurde negativ beeinflusst von höheren Personal- und Betriebskosten sowie gestiegenen Mieten. Positiv wirkten sich eine Vereinbarung für bestimmte Medikamente in den USA, geringere Kosten für medizinische Verbrauchsmaterialien und niedrigere Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen aus. Die operative Marge im Bereich Versorgungsmanagement sank auf 1,2%. Die Gründe hierfür waren höhere Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen, ein geringerer Ergebnisbeitrag gefäßchirurgischer Dienstleistungen und höhere Vertriebskosten im US-Apothekengeschäft. Diese Effekte wurden teilweise ausgeglichen durch Erträge aus der sogenannten BPCI-Initiative (Bundled Payment for Care Improvement, übersetzt "Pauschalzahlungen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung") im Zusammenhang mit krankenhausbezogenen Gesundheitsdienstleistungen sowie durch höhere Erträge im Geschäft mit Labordienstleistungen. Im Vergleich zum ersten Quartal 2017 erhöhte sich das Ergebnis im Bereich Versorgungsmanagement um 10 Mio. EUR.

Das Umsatz wuchs in Nordamerika im ersten Halbjahr 2017 um 14% auf 6,6 Mrd. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 16% auf 995 Mio. EUR.

In der Region Europa, Naher Osten, Afrika (EMEA) steigerte Fresenius Medical Care den Umsatz um 7% (7% währungsbereinigt) auf 642 Mio. EUR. Dies ist hauptsächlich zurückzuführen auf ein Umsatzwachstum mit Dialyseprodukten um 6% auf 311 Mio. EUR. Der Umsatz mit nichtdialysebezogenen Produkten blieb mit 21 Mio. EUR auf dem Niveau des ersten Quartals 2017. Der Umsatz mit Gesundheitsdienstleistungen stieg um 6% (5% währungsbereinigt). Das operative Ergebnis lag im zweiten Quartal 2017 bei 113 Mio. EUR. Die operative Marge sank von 20,7% im Vorjahresquartal auf 17,6%. Gründe hierfür waren Wechselkurseffekte, Aufwendungen aus der Akquisition von Xenios und veränderte Erstattungssätze in einzelnen Ländern. Diese Effekte wurden teilweise ausgeglichen durch gestiegene Umsätze und niedrigere Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen.

Im ersten Halbjahr 2017 wuchs der Umsatz in der Region Europa, Naher Osten, Afrika (EMEA) um 7% auf 1,255 Mrd. EUR. Das operative Ergebnis betrug 227 Mio. EUR und lag damit um 6% unter dem Ergebnis im Vorjahreszeitraum.

In der Region Asien-Pazifik erhöhte sich der Umsatz im zweiten Quartal 2017 um 19% (17% währungsbereinigt) auf 417 Mio. EUR. Der Umsatz mit Gesundheitsdienstleistungen belief sich auf 191 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht dies einem organischen Wachstum von 6%. Der Umsatz im Produktgeschäft stieg um 17% auf 226 Mio. EUR (15% währungsbereinigt). Dies ist zurückzuführen auf einen gestiegenen Absatz von Dialysatoren, Dialysegeräten, Produkten für die Akutdialyse und Blutschlauchsystemen. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 17% auf 78 Mio. EUR, hauptsächlich aufgrund eines verbesserten Umsatz-Mix und Wachstums in China. Die operative Marge sank leicht (-30 Basispunkte) auf 18,7% im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Ende April 2017 schloss Fresenius Medical Care erfolgreich die Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung am australischen Tagesklinik-Betreiber Cura Group ab. Damit bietet das Unternehmen erstmals auch außerhalb Nordamerikas Versorgungsmanagement an. Fresenius Medical Care berichtet daher auch erstmals über die Entwicklung von Umsatz und operativem Ergebnis des Bereichs Versorgungsmanagement in Asien-Pazifik (siehe Anhang). In diesem Bereich Versorgungsmanagement werden künftig verschiedene kleinere, bereits bestehende Geschäfte mit den Cura-Tageskliniken zusammengefasst.

Im ersten Halbjahr 2017 stieg der Umsatz in Asien-Pazifik um 15% auf 795 Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) wuchs um 27% auf 160 Mio. EUR.

In Lateinamerika wuchs der Umsatz um 18% auf 183 Mio. EUR (16% währungsbereinigt). Der Umsatz mit Dialyseprodukten erhöhte sich um 17% (10% währungsbereinigt), hauptsächlich aufgrund verbesserter Verkaufszahlen von Dialysatoren und Lösungen und Konzentraten für die Hämodialyse. Diesen Effekten entgegen wirkte ein geringerer Umsatz mit Produkten für die Peritonealdialyse. Der Umsatz mit Gesundheitsdienstleistungen stieg um 18% auf 131 Mio. EUR (18% währungsbereinigt). Das operative Ergebnis (EBIT) betrug 12 Mio. EUR, nach 14 Mio. EUR im zweiten Quartal des Vorjahres. Die operative Marge betrug 6,8% im Vergleich zu 9,3% im zweiten Quartal 2016. Diese Entwicklung geht hauptsächlich auf ungünstige Wechselkurseffekte zurück.

Im ersten Halbjahr 2017 wuchs der Umsatz in Lateinamerika um 22% auf 360 Mio. EUR. Das operative Ergebnis stieg um 11% auf 27 Mio. EUR.

Cash Flow

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit lag im zweiten Quartal 2017 bei 883 Mio. EUR nach 604 Mio. EUR im Vorjahresquartal. Dies entspricht 20% des Umsatzes. Der Cash Flow wurde von der Saisonalität in der Rechnungsstellung positiv beeinflusst. Die Forderungslaufzeiten haben sich im zweiten Quartal 2017 um 7 Tage im Vergleich zum ersten Quartal 2017 verkürzt und betrugen 66 Tage.

Mitarbeiter

Zum 30. Juni 2017 beschäftigte Fresenius Medical Care 112.163 Mitarbeiter (ermittelt auf Vollzeitbeschäftigungsbasis) gegenüber 106.556 Mitarbeitern Ende Juni 2016. Die Zunahme resultiert hauptsächlich aus dem anhaltenden organischen Wachstum des Unternehmens sowie Akquisitionen.

Ausblick 2017 bestätigt

Auf Grundlage der positiven Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2017 bestätigt Fresenius Medical Care den Ausblick für das Gesamtjahr. Das Unternehmen erwartet ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 8 bis 10%.

Das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfallende Konzernergebnis soll währungsbereinigt um 7 bis 9% steigen. In diesem Ausblick ist die Vergütungsnachzahlung für Behandlungen von US-Kriegsveteranen nicht enthalten.

1 Bereinigt um Vergütungsnachzahlung für Behandlungen von US-Kriegsveteranen

Fresenius Medical Care ist der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen, von denen sich weltweit etwa 3 Millionen Patienten regelmäßig einer Dialysebehandlung unterziehen. In einem Netz aus 3.690 Dialysezentren betreut das Unternehmen weltweit 315.305 Dialysepatienten. Fresenius Medical Care ist zudem der führende Anbieter von Dialyseprodukten wie Dialysegeräten und Dialysefiltern. Im Bereich Versorgungsmanagement baut das Unternehmen sein Angebot zusätzlicher medizinischer Dienstleistungen rund um die Dialyse aus. Fresenius Medical Care ist an der Börse Frankfurt (FME) und an der Börse New York (FMS) notiert. (01.08.2017/alc/n/a)






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