Fresenius-Anleihe: Unternehmensrating auf BBB festgelegt - Stabiler Ausblick - Anleihenews


13.09.18 09:00
Creditreform Rating AG

Neuss (www.anleihencheck.de) - Creditreform Rating hat am 31. August 2018 ein unbeauftragtes Rating über die Fresenius SE & Co KGaA (ISIN DE0005785604/ WKN 578560) erstellt und auf BBB festgelegt. Der Ausblick ist stabil, so die Creditreform Rating AG.

Die im DAX vertretene Fresenius SE & Co. KGaA (Fresenius, Unternehmen) sei ein global ausgerichteter Gesundheits- und Pharmakonzern mit Produkten und Dienstleistungen für das Krankenhaus und die ambulante medizinische Versorgung von Patienten sowie Europas führender privater Krankenhausbetreiber. Darüber hinaus sei Fresenius mit 30,6% der Aktien der größte Anteilseigner der Fresenius Medical Care, einem der weltweit führenden Anbieter von Dialyseprodukten und -dienstleistungen. Der Fresenius Konzern sei in rund 90 Ländern weltweit tätig, dabei würden Nordamerika (45% des Umsatzes) und Europa (41%) die wichtigsten Absatzmärkte darstellen.

Mit 273.249 Mitarbeitern habe das Unternehmen im Jahr 2017 einen Umsatz von 33,9 Mrd. EUR (Vorjahr: 29,5 Mrd. EUR) und einen Konzernjahresüberschuss von 1,8 Mrd. EUR (Vorjahr: 1,6 Mrd. EUR) erzielt. Die Zahlen seien maßgeblich durch die Anfang 2017 abgeschlossene Übernahme von Quirónsalud, einer der größten Klinikgruppen Spaniens, geprägt. Insgesamt hätten die Akquisitionen mit 10% zum Umsatzwachstum in 2017 beigetragen. Bereinigt habe sich ein solides Wachstum der Umsatzerlöse um 6% ergeben.

Am 24. April 2017 habe die Fresenius Kabi AG den Abschluss einer Vereinbarung zur Übernahme des US-amerikanischen Generika-Herstellers Akorn bekannt gegeben. Aufgrund der Nichterfüllung mehrerer Vollzugsvoraussetzungen sei im April 2018 die Übernahmevereinbarung mit Akorn gekündigt worden, woraufhin Akorn Klage gegen Fresenius erhoben habe. Daraus erwachsen für Fresenius sowohl finanzielle als auch Reputationsrisiken, die jedoch nach unserer derzeitigen Einschätzung keinen Einfluss auf die insgesamt stabilen wirtschaftlichen Verhältnisse von Fresenius haben sollten, so die Creditreform Rating AG.

Für das Geschäftsjahr 2018 rechne das Unternehmen mit einem weiteren deutlichen Umsatzwachstum von 5% bis 8% und einem währungsbereinigten Konzernergebniszuwachs von 6% bis 9%. Die geplanten Zahlen würden zusätzliche Kosten der Integration und Weiterentwicklung des im Jahr 2017 akquirierten Biosimilars-Geschäfts der Merck-Gruppe berücksichtigen. Der Konzernausblick sei trotz gekündigter Übernahmevereinbarung von Akorn unverändert geblieben.

Mit dem vorliegenden Rating werde Fresenius eine stark befriedigende Bonität und ein geringes bis mittleres Ausfallrisiko attestiert. Die positive Einschätzung erfolge trotz der gestiegenen Verschuldung und fuße auf der Annahme, dass das Unternehmen auf Basis eines gut entwickelten und stabilen Geschäfts sowie der Synergien infolge der Übernahmen in den kommenden Jahren seine Finanzkennzahlen verbessern könne. Zudem sollten die gute Marktpositionierung und die zielgerichtete Forschungs- und Entwicklungsarbeit positive Auswirkungen auf die wirtschaftliche Geschäftsentwicklung haben.

Der einjährige Ausblick für das Rating von Fresenius sei stabil. Die Eischätzung basiere auf der Annahme eines weiterhin stabilen wirtschaftlichen Umfelds auf den für Fresenius relevanten Märkten, bei dem das Unternehmen auf Basis gut entwickelter Cashflows seine geschäftlichen Ziele erreichen könne. Vor dem Hintergrund der, je nach Konstellation, möglicherweise wesentlichen finanziellen Folgen sowie Reputationsrisiken, die für Fresenius aus der gekündigten Übernahmevereinbarung mit Akorn erwachsen würden, könne eine Verschlechterung des Outlooks nach der Verkündung des Gerichturteils grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. (News vom 11.09.2018) (13.09.2018/alc/n/a)