FC Schalke 04 begibt neue Unternehmensanleihe zur Refinanzierung der Anleihe 2016/21 - Anleihenews


06.04.21 13:00
Anleihen Finder

Brechen (www.anleihencheck.de) - Königsblau begibt neue Umtausch-Anleihe - der sportlich kriselnde FC Schalke 04 hat die Emission einer weiteren Unternehmensanleihe mit einem Zielvolumen von 15,893 Mio. Euro zur Refinanzierung der Anleihe 2016/21 (ISIN DE000A2AA030 / WKN A2AA03) beschlossen, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.

Das ausstehende Emissionsvolumen der Schalke-Anleihe 2016/21, die im Juli zur Rückzahlung fällig werde, betrage ebenfalls 15,893 Mio. Euro. Daher würden sich die Anleiheverbindlichkeiten des FC Gelsenkirchen-Schalke 04 e.V. nicht erhöhen. Den Gläubigern der Anleihe 2016/21 solle ein Umtauschangebot unterbreitet werden. Gleichzeitig sollten auch alle Mitglieder und Fans von S04 die Möglichkeit haben, die Anleihe über die Homepage des Vereins zu zeichnen. Der FC Schalke 04 sei gegenwärtig mit großem Abstand Tabellenletzter in der Fußball-Bundesliga, was angesichts von lediglich 7 verbleibenden Spieltagen einen Verbleib in der ersten Fußball-Bundesliga in der kommenden Saison nahezu aussichtslos erscheinen lasse.

ANLEIHEN CHECK: Die Schalke-Anleihe 2016/21, deren Laufzeit am 07.07.2021 ende, werde jährlich mit 4,25% verzinst. Des Weiteren laufe aktuell auch noch eine siebenjährige Schalke-Anleihe 2016/23 mit einem Zinskupon von 5% p.a.

Verlust von 52,6 Mio. Euro in 2020

Schalke 04 habe im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von 174,7 Millionen Euro erlöst (im Vorjahr: 275,0 Millionen Euro). Für die Königsblauen habe die Unterbrechung des Spielbetriebs und der Corona-bedingte Ausschluss der Fans bedeutet, dass ein wesentlicher Teil der Erlösquellen zeitweise komplett ausgefallen sei und bis zum Ende des Geschäftsjahres nur eingeschränkt habe realisiert werden können. Die Königsblauen hätten mittels umfangreicher Kostensenkungsmaßnahmen die Auswirkungen auf das Ergebnis abmildern können. Der Konzernjahresfehlbetrag liege bei 52,6 Millionen Euro (i. Vj.: 26,1 Millionen Euro) und damit im Rahmen der im Konzernzwischenbericht im September 2020 kommunizierten Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr.

"Die Corona-Pandemie hat uns mit voller Wucht getroffen und für massive Rückgänge in wesentlichen Umsatzbereichen gesorgt. Wir haben dank sofortiger Kostensenkungsmaßnahmen die Effekte auf das Ergebnis abmildern können. Unser Ziel ist es, den FC Schalke 04 auf Basis kaufmännischer Vernunft mittel- bis langfristig so aufzustellen, dass wir auch in unvorhergesehenen Krisen wirtschaftlich stabil sind und souverän agieren können", sage Christina Rühl-Hamers, Vorständin Finanzen, Personal & Recht.

Verbindlichkeiten des FC Schalke 04

Die Verbindlichkeiten des FC Schalke 04 hätten sich im Geschäftsjahr 2020 um 19,0 Millionen Euro auf 217,0 Millionen Euro erhöht. Ausschlaggebend für die Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr sei vor allem die zur Stärkung der Finanzlage notwendige Aufnahme eines Darlehens während der Corona-Pandemie. Die Nettofinanzverbindlichkeiten hätten sich aufgrund des Corona-Darlehens sowie der Investitionen in das Berger Feld von 120,4 Millionen Euro auf 148,1 Millionen Euro erhöht.

Der deutliche Umsatzrückgang im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019 resultiere vor allem aus dem Spielbetrieb, der seit Beginn der Pandemie im vergangenen Jahr ohne Zuschauer ausgetragen werde (9,2 Millionen Euro/i. Vj. 35,6 Millionen Euro) sowie aus gesunkenen Erlösen aus der Vermarktung der medialen Verwertungsrechte (80,6 Millionen Euro/i. Vj. 108,8 Millionen Euro). Ursächlich hierfür seien vor allem die fehlenden UEFA-TV Vermarktungserlöse, da der FC Schalke 04 im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht an einem internationalen Wettbewerb teilgenommen habe, sowie die schlechtere Positionierung in der TV-Tabelle der 1. Bundesliga.

Die Erlöse im Sponsoring seien durch nicht erbrachte Werbeleistungen aufgrund des Spielbetriebs ohne Zuschauer sowie durch das Verfehlen der internationalen Wettbewerbe ebenfalls stark auf 49,7 Millionen Euro (i. Vj. 73,3 Millionen Euro) gefallen. Einen weiteren drastischen Rückgang würden die Cateringerlöse aufgrund der Geisterspiele seit Beginn der Pandemie verzeichnen (2,7 Millionen Euro/i. Vj. 15,1 Millionen Euro).

Hinweis: Der nach den Vorschriften des HGB aufgestellte und geprüfte Konzernabschluss für den Zeitraum 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020 sei bei der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH in Frankfurt fristgerecht am 15. März 2021 eingereicht worden. Der Konzernabschluss sei ab sofort auf der Homepage des Vereins unter schalke04.de/ir-anleihen ebenso abrufbar wie der Geschäftsbericht 2020.

Baustopp für Projekt Berger Feld II

Neben der Anleihe-Ankündigung habe Schalke 04 auch den Baustopp für sein Projekt Berger Feld II mitgeteilt. Bisher seien im Rahmen des Umbaus des Vereinsgeländes unter anderem insgesamt sieben neue Trainingsplätze, das Profileistungszentrum, drei Parkhäuser sowie das Parkstadion fertiggestellt worden. Die weiteren Teilprojekte wie das Tor auf Schalke sowie das Gebäude mit Profi- und Nachwuchsleistungszentrum sowie der Geschäftsstelle würden nicht mehr umgesetzt. Das sei eine Entscheidung, die aus wirtschaftlicher Vernunft getroffen worden sei. Der ganze Fokus gelte nun dem Kerngeschäft, so Christina Rühl-Hamers.

Den kompletten Beitrag finden Sie hier. (06.04.2021/alc/n/a)





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