Ekosem-Agrar AG knackt 400 Mio. Euro-Umsatzmarke in 2019 - Anleihenews


07.05.20 09:00
Anleihen Finder

Brechen (www.anleihencheck.de) - Die Ekosem-Agrar AG hat nach vorläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2019 Umsatzerlöse von über 400 Mio. Euro erwirtschaftet (+ 60% im Vergleich zum Vorjahr), berichtet die Anleihen Finder Redaktion.

Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) habe sich um mehr als 40% auf über 160 Mio. Euro (Vj. 116,1 Mio. Euro) verbessert, was einer EBITDA-Marge von rund 30% entspreche. Die Betriebsleistung (Umsatz zuzüglich der Wert- und Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie biologischen Vermögenswerten und sonstige betriebliche Erträge) sei ebenfalls deutlich um ca. 50% auf über 560 Mio. Euro (Vj. 376,5 Mio. Euro) gestiegen.

Die positive Geschäftsentwicklung basiere laut Angaben von Ekosem-Agrar auf dem fortschreitenden Ausbau des Bereichs Rohmilchproduktion in den vergangenen Jahren, der für knapp zwei Drittel der Erträge verantwortlich sei. Auch die positive Rohmilchpreisentwicklung stütze die deutliche Ertragssteigerung der Gruppe. Der jüngste Geschäftsbereich Milchverarbeitung habe rund 10% zu den Umsatzerlösen beigetragen.

INFO: Zum Bilanzstichtag habe das Unternehmen mit einer Herde von rund 97.640 Milchkühen mit einer täglichen Leistung von 2.400 Tonnen Rohmilch gewirtschaftet. Inklusive der Jungtiere habe sich die Rinderherde in der Milchproduktion auf rund 182.210 Tiere (2018: ca. 133.060) vergrößert. Zum 31. Dezember 2019 habe die Gesellschaft eine landwirtschaftliche Fläche von 599.000 Hektar kontrolliert, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 19% entspreche (2018: 504.000 Hektar).

"Als systemrelevantes Agrarunternehmen von Corona-Krise bis dato kaum betroffen"

"Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung im zurückliegenden Geschäftsjahr. In unserem Kerngeschäft Rohmilchproduktion haben wir unsere führende Position im russischen Milchmarkt weiter ausgebaut und zählen inzwischen zu den Top 5-Erzeugern weltweit. Die Corona-Krise betrifft uns bis dato kaum, auch wenn die Folgen für die Gesamtwirtschaft erheblich sind. Als systemrelevantes Agrarunternehmen und wichtiger Produzent von Lebensmitteln sind unsere Betriebe nicht von Schließungen betroffen, um die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln sicherzustellen. Wir hoffen sehr, dass die von der Regierung ergriffenen Maßnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft Wirkung zeigen und zum Erhalt der Kaufkraft der Bevölkerung beitragen", sage Stefan Dürr, Vorstandsvorsitzender der Ekosem-Agrar AG.

In den ersten vier Monaten habe Ekosem-Agrar seinen Wachstumskurs weiter fortgesetzt. Zum 30. April 2020 habe die Gruppe mit einer Herde von 103.475 Milchkühen gewirtschaftet. Diese hätten in den ersten vier Monaten des laufenden Geschäftsjahres 299.000 Tonnen Rohmilch produziert, was rund 35% über dem Wert der Vorjahresperiode liege (Vj.: 222.000 Tonnen). Der Rohmilchpreis der Gruppe habe sich in diesem Zeitraum mit durchschnittlich 40 Eurocent stabil auf dem Niveau des Gesamtjahres 2019 (2018: 35 Eurocent) gezeigt.

ANLEIHE CHECK: Die Ekosem-Agrar-Anleihe 2019/24 sei mit einem festen jährlichen Zinssatz von 7,50% (Zinstermin jährlich am 01.08.) und einer Laufzeit von fünf Jahren bis zum 31.07.2024 ausgestattet. Die Anleihe habe ein maximales Gesamtvolumen von 100 Mio. Euro, von dem in etwa die Hälfte platziert worden sei. Die Anleihe notiere aktuell bei 94% (Stand: 04.05.2020). Die beiden prolongierten Ekosem-Agrar-Anleihen 2012/21 und 2012/22 würden bei 98,50 bzw. 94% notieren.

Einzelgesellschaft mit Verlustanzeige

Im Zuge der Jahresabschlusserstellung habe der Vorstand der Ekosem-Agrar AG festgestellt, dass bei der nicht operativ tätigen Muttergesellschaft Ekosem-Agrar AG ein Verlust in Höhe der Hälfte des Grundkapitals eingetreten sei. Aus diesem Grund werde der Vorstand gemäß § 92 Abs. 1 AktG unverzüglich eine Hauptversammlung einberufen, um ihr dies entsprechend anzuzeigen. Die Anzeige eines teilweisen Verbrauchs des Stammkapitals der Muttergesellschaft sei deshalb notwendig geworden, weil sich hier ein Ungleichgewicht zwischen der Aufwands- und Ertragsseite eingestellt habe, was eine Spätfolge aus verschiedenen Maßnahmen, die in Vorbereitung des in 2018 geplanten, aber nicht erfolgten Börsengang durchgeführt worden seien. Unabhängig von diesen Verlusten betrage das Eigenkapital der Muttergesellschaft per Ende 2019 nach wie vor 3,1 Mio. Euro.

Wichtig dabei: Der Verlust sei auf Ebene der nicht operativen Muttergesellschaft angefallen und habe nichts mit dem operativ profitablen Geschäft der Ekosem-Agrar Gruppe zu tun. Die Liquidität und damit auch die Zinszahlungen für die Anleihen würden durch den Cashflow der operativen Töchter in Russland gewährleistet.

"Wir haben bereits Maßnahmen angestoßen, um die Eigenkapitalsituation der Einzelgesellschaft zu verbessern. Die Verlustanzeige ist ein formaler Akt, der keine Auswirkungen auf die Kapitalausstattung der Gruppe und die Liquiditätssituation der Mutter hat. Die Liquidität der Muttergesellschaft ist wie bereits in der Vergangenheit durch die operativen Tochtergesellschaften in Russland sichergestellt", so Wolfgang Bläsi, Finanzvorstand der Ekosem-Agrar AG.

Den kompletten Beitrag finden Sie hier. (News vom 05.05.2020) (07.05.2020/alc/n/a)





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