E.ON unterstützt EU-Plan zur Senkung der CO2-Emissionen um 55 Prozent bis 2030 - Anleihenews


07.07.21 15:08
anleihencheck.de

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Anbei eine aktuelle Pressemitteilung der E.ON SE (ISIN: DE000ENAG999, WKN: ENAG99, Ticker-Symbol: EOAN, NASDAQ OTC-Symbol: ENAKF):

- 12 führende Wirtschaftsvertreter treffen sich in Paris, um Wege zur weiteren Unterstützung des EU Green Deal zu diskutieren
- Die European CEO Alliance ist davon überzeugt, dass der Kampf gegen den Klimawandel eine gemeinsame Anstrengung aller EU-Mitgliedsstaaten und die Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen Sektor und der Industrie erfordert
- Ein starkes CO2-Preissignal auf europäischer Ebene wird als Schlüssel zum Erreichen der Klimaneutralität bis 2050 und zur Senkung der Treibhausgasemissionen auf 55 Prozent des Niveaus von 1990 bis 2030 angesehen
- Mehrere sektorübergreifende Projekte und politische Empfehlungen werden die globale Klimaproblematik voranbringen und nachhaltiges Wachstum und zukunftssichere Arbeitsplätze fördern

Im Zuge der Vorbereitung der EU-Kommission auf die Vorlage des Gesetzespakets "Fit for 55" hat die European CEO Alliance politische Empfehlungen herausgegeben, die einen progressiven und ehrgeizigen Vorstoß zur Erreichung der Klimaneutralität unterstützen. Die Bekämpfung des Klimawandels erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen Sektor und der Industrie, teilte die Allianz nach ihrem heutigen Treffen in Paris mit. Die Allianz würde eine Überprüfung der wichtigsten Regulierungsinstrumente der EU begrüßen, insbesondere der Subventionen für Technologien mit hohen CO2-Emissionen. Die Vorschläge der CEOs beinhalten ein starkes Signal zur Bepreisung von Kohlenstoff, die Beschleunigung von Maßnahmen zur Dekarbonisierung von Mobilität und Verkehr, die Erleichterung der Transformation des Gebäudesektors und die Beschleunigung der Umstrukturierung und Erneuerung des Energiesystems in allen EU-Mitgliedstaaten.

"Ich freue mich sehr, dass ich mich heute mit den Unternehmen austauschen konnte, die Lösungen für die Umsetzung des Green Deal, die Dekarbonisierung der Wirtschaft, die grüne Transformation und die Energieeffizienz anbieten. Da sich die Europäische Kommission darauf vorbereitet, ihr Energie- und Klimapaket "Fit for 55" mit Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 55 Prozent im Jahr 2030 und zur Erreichung der Kohlenstoffneutralität im Jahr 2050 vorzulegen, wird die Mobilisierung von Akteuren aus Industrie und Wirtschaft entscheidend sein, um unsere Klimaziele gemeinsam zu erreichen.", so Clément Beaune, Staatssekretär für europäische Angelegenheiten in der französischen Regierung.

E.ON-CEO Leonhard Birnbaum: "Mit der einzigartigen branchen- und länderübergreifenden CEO-Allianz können wir etwas bewegen. Unser Projekt innerhalb der CEO Alliance zielt darauf ab, europaweite Märkte für grünen Wasserstoff und seine Derivate zu etablieren, die grünen Wasserstoff zum zweiten Energieträger der Energiewende machen. Gerade bei den erneuerbaren Energien stehen wir neben den nicht-elektrisierbaren Anwendungen oft vor der grundsätzlichen Herausforderung: Sie stehen nur dann zur Verfügung, wenn Wind und Sonne es zulassen.

Mit Wasserstoff als Energieträger können wir grüne Energie speichern und dorthin transportieren, wo sie in schwer abbaubaren Sektoren benötigt wird, zum Beispiel zur Herstellung von klimaneutralem, so genanntem "grünem Stahl". Auch im Wärmesektor kann grüner Wasserstoff, verteilt über das weit verzweigte Gasnetz, zur Dekarbonisierung beitragen. Durch den Einsatz von Wasserstoff geben wir dem Prozess der Dekarbonisierung einen deutlichen Schub."

Als ein zentrales Instrument schlugen die Allianzmitglieder ein starkes CO2-Preissignal vor, um die Klimaziele der EU zu erreichen. CO2 sollte einen Preis haben, unabhängig davon, in welchem Sektor es emittiert wird. Die Allianz forderte außerdem eine weitere Verbesserung des EU-Emissionshandelssystems (für Strom und Schwerindustrie) und die Einführung zusätzlicher sektorspezifischer Cap-and-Trade-Systeme, die für die Bereiche Mobilität, Verkehr und den Gebäudesektor gelten würden. Die sektorspezifischen Systeme könnten dann ab 2030 zusammengeführt werden. Ein weiterer Vorschlag betrifft ein europäisches Kohlenstoffpreissystem, das Maßnahmen zur gleichzeitigen Erreichung eines sozialen Ausgleichs und einer Emissionsreduktion beinhalten würde.

Die Dekarbonisierung von Mobilität, Verkehr und Gebäuden wird die größte Herausforderung darstellen. Für den Verkehrs- und Mobilitätssektor hat sich die Elektromobilität für Pkw, Leichtfahrzeuge und schwere Nutzfahrzeuge als die effizienteste Technologie in Bezug auf Energieverbrauch und Emissionsreduktion erwiesen. Um das gesamte Ökosystem rund um die Elektromobilität zu fördern, haben die Mitglieder der CEO Alliance branchenübergreifende Projekte initiiert, um die Batterieproduktion hochzufahren und eine Ladeinfrastruktur in ganz Europa zu schaffen.

Mit Blick auf die Gebäuderenovierungswelle der EU-Kommission unterstützt die Allianz ehrgeizige jährliche Renovierungsziele, um den nachhaltigen Wandel des Gebäudebestands zu beschleunigen, insbesondere die Dekarbonisierung. Alle neuen Gebäude sollten hohe Standards in Bezug auf Energieeffizienz, erneuerbare Energien und nachhaltige Materialien erfüllen. Die Allianz fordert außerdem, dass fossile Heizsysteme schnell durch die Einführung von elektrischen Wärmepumpen, Fernwärme und digitalen Lösungen ersetzt werden. Die CEOs verpflichten sich, diese Empfehlung auf die eigenen Gebäude ihrer Unternehmen anzuwenden.

Die europäischen Klimaziele erfordern einen raschen Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung und die direkte Elektrifizierung von Mobilität, Verkehr und Heizung/Klimatisierung von Gebäuden. Die CEO Alliance arbeitet an einem Projekt zur Integration der Energiesysteme, insbesondere der Netze, um ein System zu schaffen, das hauptsächlich auf erneuerbaren Energien und flexiblen Lösungen basiert.

Hintergrundinformationen:

Die CEO Alliance for Europe's Recovery, Reform and Resilience wurde 2020 vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie und des historischen European Green Deal gegründet. Das gemeinsame Ziel der Allianz ist es, die EU zur weltweit führenden Region für Klimaschutz zu machen und gleichzeitig Investitionen freizusetzen, Innovationen in neuen Technologien voranzutreiben und zukunftssichere Arbeitsplätze zu schaffen.

Die Mitglieder verstehen sich als "Action Tank" und arbeiten gemeinsam an branchenübergreifenden paneuropäischen Projekten im großen Maßstab: EU-weite Ladeinfrastruktur für schwere Lkw, Integration der EU-Stromsysteme (insbesondere der Netze), digitale Verfolgung des CO2-Fußabdrucks, nachhaltige und gesunde Gebäude für die Zukunft des Arbeitens und Wohnens, E-Busse für Europa, grüne Wasserstoff-Wertschöpfungsketten und die schnelle Entwicklung der Batterieproduktion. Weitere Projekte sind in Vorbereitung, darunter eines mit kohlenstoffarmem Stahl. Die CEOs werden erste greifbare Ergebnisse liefern und die Umsetzung mit hochrangigen EU-Vertretern auf einem für Herbst 2021 angesetzten Gipfel diskutieren.

Die Allianz bringt 12 Top-Führungskräfte aus der Energie-, Transport- und Technologiebranche zusammen: Björn Rosengren (ABB), Thierry Vanlancker (AkzoNobel), Francesco Starace (ENEL), Leonhard Birnbaum (E.ON), Börje Ekholm (Ericsson), Henrik Henriksson (H2GreenSteel), Ignacio Galán (Iberdrola), Frans van Houten (Philips), Christian Klein (SAP), Christian Levin (Scania), Jean-Pascale Tricoire (Schneider Electric) und Herbert Diess (Volkswagen). McKinsey & Company fungiert als Wissensgeber für die CEO Alliance und stellt zusätzliche Forschungsergebnisse und Daten zur Verfügung. (07.07.2021/alc/n/a)






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