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EZB: MFI-Zinsstatistik für das Euro-Währungsgebiet - Oktober 2017


04.12.17 17:02
anleihencheck.de

Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Der zusammengesetzte Indikator der Kreditfinanzierungskosten für neue Kredite an Unternehmen lag im Oktober 2017 unverändert bei 1,73%, so die Europäische Zentralbank in der aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

- Der zusammengesetzte Indikator der Kreditfinanzierungskosten für neue Wohnungsbaukredite an private Haushalte blieb im Oktober 2017 weitgehend stabil bei 1,88%.

- Der zusammengesetzte Zinssatz für neue Einlagen von Unternehmen im Euroraum erhöhte sich im Berichtsmonat, während jener für neue Einlagen privater Haushalte keine Veränderung aufwies.

Bankzinssätze für Unternehmen

Während der zusammengesetzte Indikator der Kreditfinanzierungskosten, in dem die Zinssätze für alle Unternehmenskredite zusammengefasst sind, unverändert blieb, waren bei den Kreditfinanzierungskosten im Neugeschäft für Kleinkredite von bis zu 250 000 EUR wie auch für Ausleihungen von über 1 Mio. EUR im Oktober 2017 uneinheitliche Entwicklungen zu beobachten. So stieg der Zinssatz für neu vergebene Kredite von über 1 Mio. EUR mit variabler Verzinsung oder einer anfänglichen Zinsbindung von bis zu drei Monaten gegenüber dem Vormonat um 4 Basispunkte auf 1,23%. Für diese Veränderung war der Zinseffekt ausschlaggebend. Der Zinssatz für neue Kredite derselben Größenordnung mit einer anfänglichen Zinsbindung von mehr als zehn Jahren blieb indessen weitgehend konstant bei 1,84%. Bei neuen Krediten von bis zu 250 000 EUR mit variablem Zinssatz oder einer anfänglichen Zinsbindung von bis zu drei Monaten verringerte sich der durchschnittliche Zinssatz um 5 Basispunkte auf 2,40%. Die Veränderung gegenüber dem Vormonat ergab sich aus dem Zinseffekt.

Die Verzinsung neu hereingenommener Einlagen von Unternehmen mit einer vereinbarten Laufzeit von bis zu einem Jahr erhöhte sich im Oktober 2017 um 5 Basispunkte auf 0,11%.

Der Zinssatz für neue Kredite mit variabler Verzinsung oder einer anfänglichen Zinsbindung von bis zu einem Jahr an Einzelunternehmen und Personengesellschaften ohne Rechtspersönlichkeit stieg um 4 Basispunkte auf 2,32%. Diese Veränderung ergab sich aus der üblichen Entwicklung der Zins- und Gewichtungseffekte.

Bankzinssätze für private Haushalte

Der zusammengesetzte Indikator der Kreditfinanzierungskosten, in dem die Zinssätze für alle Wohnungsbaukredite an private Haushalte enthalten sind, blieb im Oktober 2017 im Großen und Ganzen unverändert. Der Zinssatz für Wohnungsbaukredite mit variabler Verzinsung oder einer anfänglichen Zinsbindung von bis zu einem Jahr wies mit 1,67% nur geringfügige Veränderungen auf, während der Zinssatz für Wohnungsbaukredite mit einer anfänglichen Zinsbindung von mehr als zehn Jahren mit 1,96% stabil blieb. Der Zinssatz für neu vergebene Konsumentenkredite an private Haushalte mit variabler Verzinsung oder einer anfänglichen Zinsbindung von bis zu einem Jahr fiel indessen um 19 Basispunkte auf 4,88%. Maßgeblich hierfür war in erste Linie der Zinseffekt.

Die Zinssätze für neue Einlagen privater Haushalte blieben weitgehend konstant. So blieb der Zinssatz für Einlagen mit einer vereinbarten Laufzeit von bis zu einem Jahr mit 0,36% unverändert, während der Zinssatz für Einlagen mit einer vereinbarten Kündigungsfrist von bis zu drei Monaten mit 0,44% im Berichtsmonat nur geringfügige Veränderungen aufwies.

Tabellen mit weiteren Aufschlüsselungen der MFI-Zinsstatistik einschließlich der zusammengesetzten Indikatoren der Kreditfinanzierungskosten für alle Euro-Länder sind über das Statistical Data Warehouse der EZB abrufbar. Einige Daten stehen im Bereich "Unsere Statistiken" (www.euro-area-statistics.org) zur Verfügung. Die vollständigen Datenreihen für das gesamte Euro-Währungsgebiet sowie für die einzelnen Mitgliedstaaten können unter http://sdw.ecb.europa.eu/browse.do?node=9691123 heruntergeladen werden. Weitere Einzelheiten einschließlich des Veröffentlichungskalenders sind unter "Bank interest rates" im Abschnitt "Statistics" auf der Website der EZB abrufbar. (04.12.2017/alc/n/a)