Deutsche Post setzt positive Geschäftsentwicklung fort - Anleihenews


08.07.21 10:15
anleihencheck.de

Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Die Deutsche Post AG (ISIN DE0005552004/ WKN 555200) hat eine Ad hoc-Mitteilung veröffentlicht:

Das Management hat sich heute mit den vorläufigen Ergebnissen des Konzerns für den Monat Juni und damit für das 2. Quartal 2021 sowie mit den Erwartungen für das Gesamtjahr befasst.

Die positive Geschäftsentwicklung zu Beginn des Jahres konnte der Konzern im 2. Quartal des laufenden Jahres unvermindert fortsetzen. In diesem Zeitraum blieben die B2C-Sendungsmengen in allen Netzwerken auf hohem Niveau und über den Vorjahresmengen, während sich gleichzeitig die Erholung des B2B-Geschäftes fortsetzte. Gleichzeitig blieb die Kapazitätssituation in den Luft- und Seefrachtmärkten angespannt. Folgende Ergebnisse zeichnen sich für das zweite Quartal 2021 ab:

Das vorläufige Konzern-EBIT erreichte rd. EUR 2,075 MRD im 2. Quartal 2021 (Q2 2020: EUR 912 MIO), damit stand das Konzern-EBIT im ersten Halbjahr bei rd. EUR 3,985 MRD. Zu Beginn des Vorjahres hatte die Gesellschaft noch die anfänglichen Pandemie-Effekte quantifiziert; diese Praxis wurde nicht fortgeführt. Es sei darauf hingewiesen, dass im 2. Quartal des Vorjahres Sonderabschreibungen in Höhe von EUR -99 MIO enthalten waren; das diesjährige zweite Quartal enthält dagegen einen positiven Effekt von rd. EUR +40 MIO innerhalb der Group Functions, der vor dem Hintergrund der Beteiligung von Global-e zu sehen ist.

Die divisionalen Ergebnisse im Einzelnen:

Der Unternehmensbereich Express erreichte im 2. Quartal ein EBIT von rd. EUR 1,170 MRD nach EUR 565 MIO im 2. Quartal des Vorjahres.

Das EBIT von Global Forwarding, Freight betrug im 2. Quartal rd. EUR 315 MIO, und lag damit ebenfalls deutlich über den EUR 190 MIO im Vorjahresquartal.

Das Ergebnis von Supply Chain erreichte im 2. Quartal 2021 rd. EUR 195 MIO, gleichfalls erheblich über den EUR 33 MIO des Vorjahresquartals, das von den anfänglichen Pandemieeffekten gekennzeichnet war.

Im Bereich eCommerce Solutions lag das Ergebnis des 2. Quartals 2021 mit rd. EUR 115 MIO ebenso signifikant über dem berichteten EBIT von EUR 1 MIO im 2. Quartal des Vorjahres.

Der Bereich Post & Paket Deutschland schließlich erreichte im 2. Quartal 2021 ein EBIT von rd. EUR 315 MIO. Dem standen im Vorjahresquartal EUR 264 MIO gegenüber.

Das EBIT für Group Functions belief sich im 2. Quartal 2021 auf rd. EUR -35 MIO inklusive der oben erwähnten Effekte von Global-e; im Vorjahresquartal belief es sich auf EUR -141 MIO.

Die anhaltend positive Geschäftsentwicklung wird durch die fortgesetzte starke Entwicklung des Cash Flow unterstrichen; im 2. Quartal 2021 konnte der Konzern den Free Cashflow auf über EUR 800 MIO steigern. Im 2. Quartal des Vorjahres betrug dieser Wert EUR 605 MIO. Für das erste Halbjahr 2021 übertraf der Free Cashflow damit EUR 2 MRD.

Vor dem Hintergrund der starken Ergebnisdynamik hat das Management heute die Prognose wie folgt angehoben:

Für das Konzern-EBIT in 2021 wird nun mehr als EUR 7,0 MRD (bisher: mehr als EUR 6,7 MRD) erwartet. Diese Größe berücksichtigt bereits die ebenfalls heute getroffene Entscheidung des Managements, erneut an die rd. 550.000 Mitarbeiter des Konzerns einmalig jeweils einen Corona-Bonus von EUR 300 pro Vollzeitkraft in Anerkennung der Leistungen der vergangenen Monate unter der Pandemie auszuzahlen. Der damit verbundene zusätzliche Personalaufwand von insgesamt rd. EUR 200 MIO wird im 3. Quartal verbucht werden. Der Aufwand wird - wie im Vorjahr - mit rd. EUR 50 MIO. Post & Paket Deutschland betreffen, sowie mit rd. EUR 150 MIO die DHL-Bereiche.

Auf divisionaler Ebene wird das Ergebnis der DHL-Divisionen nun zwischen EUR 5,7 MRD und EUR 5,8 MRD (bisher: mehr als EUR 5.4 MRD) gesehen. Auch das Ergebnis des Bereiches Post & Paket Deutschland wird nicht mehr nur bei rd. EUR 1,7 MRD, sondern zwischen EUR 1,7 MRD und EUR 1,8 MRD erwartet. Die Erwartung von rd. EUR -0,4 MRD für die Group Functions bleibt unverändert.
Der Free Cashflow für das Gesamtjahr wird nunmehr über EUR 3,2 MRD (bisher: über EUR 3,0 MRD) prognostiziert. Die Konzerninvestitionen in 2021 werden nun bei rd. EUR 3,9 MRD erwartet. Die Konzernsteuerquote für das Gesamtjahr 2021 wird nunmehr bei rd. 28% erwartet.

Der mittelfristige Ausblick für das Konzern-EBIT 2023 wird auf mehr als EUR 7,4 MRD angehoben (bisher: mehr als EUR 7,0 MRD). Der Ausblick für die über die 3 Jahre 2021 bis 2023 aggregierten Größen Free Cash Flow und Konzerninvestitionen wird mit rd. 9 MRD bzw. rd. EUR 11 MRD bestätigt.

Die vollumfängliche Berichterstattung für das 2. Quartal / 1. Halbjahr 2021 wird wie geplant am 5. August 2021 veröffentlicht werden. (Ad hoc vom 07.07.2021) (08.07.2021/alc/n/a)