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Deutsche Bundesbank: Nettotilgungen am deutschen Rentenmarkt im September 2017


13.11.17 14:53
anleihencheck.de

Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Im September 2017 lag das Emissionsvolumen am deutschen Rentenmarkt mit einem Bruttoabsatz von 83,6 Mrd. EUR leicht unter dem Wert des Vormonats (87,8 Mrd. EUR), so die Deutsche Bundesbank in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Nach Abzug der deutlich höheren Tilgungen und unter Berücksichtigung der Eigenbestandsveränderungen der Emittenten wurden inländische Schuldverschreibungen für netto 18,3 Mrd. EUR aus dem Markt genommen. Der Absatz ausländischer Schuldverschreibungen in Deutschland betrug im Berichtsmonat 2,3 Mrd. EUR. Der Umlauf von Schuldtiteln am deutschen Markt nahm somit insgesamt um 16,0 Mrd. EUR ab.

Die heimischen Kreditinstitute verringerten im September ihre Kapitalmarktverschuldung um 8,6 Mrd. EUR (nach 1,8 Mrd. EUR im August). Dabei sank vor allem der Umlauf von Sonstigen Bankschuldverschreibungen (6,2 Mrd. EUR), aber auch von Öffentlichen Pfandbriefen (2,0 Mrd. EUR).

Die öffentliche Hand tilgte im Berichtsmonat Schuldverschreibungen in Höhe von netto 6,2 Mrd. EUR (nach Nettoemissionen von 16,2 Mrd. EUR im August). Vor allem der Bund führte seine Verschuldung per saldo um 7,0 Mrd. EUR zurück. Der Schwerpunkt der Tilgungen lag bei zweijährigen Bundesschatzanweisungen (11,0 Mrd. EUR), aber auch unverzinsliche Bubills wurden netto getilgt (1,7 Mrd. EUR). Dem standen Nettoemissionen von Bundesanleihen mit 30-jähriger (2,5 Mrd. EUR) und zehnjähriger (1,5 Mrd. EUR) Laufzeit sowie von fünfjährigen Bundesobligationen (2,4 Mrd. EUR) gegenüber. Die Länder und Gemeinden begaben im Ergebnis neue Anleihen für 0,8 Mrd. EUR.

Auch inländische Unternehmen führten im September ihre Kapitalmarktverschuldung zurück, und zwar um 3,5 Mrd. EUR, nach 1,6 Mrd. EUR im Vormonat. Dies war im Ergebnis überwiegend auf die Gruppe der nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften zurückzuführen, die im Ergebnis ausschließlich langfristige Papiere tilgten. Aber auch die Sonstigen Finanzinstitute führten ihre Kapitalmarktverschuldung, sowohl im langfristigen wie auch im kurzen Laufzeitbereich, weiter zurück.

Auf der Erwerberseite trat im Berichtsmonat im Ergebnis ausschließlich die Bundesbank als Käufer auf und erwarb - überwiegend im Rahmen der Ankaufprogramme des Eurosystems - Schuldverschreibungen für 12,9 Mrd. EUR; hierbei handelte es sich weit überwiegend um inländische Titel öffentlicher Emittenten. Dagegen veräußerten gebietsfremde Investoren Schuldtitel für netto 16,2 Mrd. EUR. Inländische Kreditinstitute setzten den bereits länger andauernden Trend fort und verringerten ihr Rentenportfolio im September um 8,4 Mrd. EUR. Dies war im Ergebnis überwiegend auf den Verkauf und die Tilgung heimischer Bankschuldverschreibungen zurückzuführen. Auch die inländischen Nichtbanken verkauften Schuldverschreibungen, und zwar für netto 4,3 Mrd. EUR. Sie trennten sich im Ergebnis ausschließlich von inländischen Werten.

Aktienmarkt

Am deutschen Aktienmarkt begaben inländische Gesellschaften im September neue Aktien für 1,5 Mrd. EUR. Der Bestand an ausländischen Dividendentiteln am deutschen Markt stieg im gleichen Zeitraum um 4,1 Mrd. EUR. Erworben wurden Aktien im Ergebnis vor allem von inländischen Nichtbanken (5,9 Mrd. EUR), die per saldo nahezu ausschließlich ausländische Titel in ihr Portfolio aufnahmen. Ausländische Investoren erwarben Dividendentitel für netto 1,4 Mrd. EUR, während sich heimische Kreditinstitute von Aktien per saldo für 1,7 Mrd. EUR trennten.

Investmentfonds

Inländische Investmentfonds verzeichneten im September Mittelzuflüsse in Höhe von 3,2 Mrd. EUR (August: 6,5 Mrd. EUR). Hiervon profitierten im Ergebnis ausschließlich Publikumsfonds (4,0 Mrd. EUR). Unter den Anlageklassen setzten vor allem Gemischte Wertpapierfonds neue Anteilscheine (2,5 Mrd. EUR) ab, daneben aber auch Aktienfonds (1,9 Mrd. EUR) und Offene Immobilienfonds (1,8 Mrd. EUR). Hingegen nahmen Rentenfonds netto Anteile zurück (-3,9 Mrd. EUR). Der Umlauf der in Deutschland vertriebenen ausländischen Fondsanteile stieg im Berichtsmonat um 3,5 Mrd. EUR. Erworben wurden Investmentanteile im September fast ausschließlich von inländischen Nichtbanken (6,8 Mrd. EUR). Heimische Kreditinstitute erwarben Anteilscheine für netto 0,1 Mrd. EUR, während sich ausländische Investoren im Ergebnis von Fondsanteilen trennten (0,2 Mrd. EUR). (Pressemitteilung vom 10.11.2017) (13.11.2017/alc/n/a)