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Deutsche Bundesbank: Hohe Nettoemissionen am deutschen Rentenmarkt im November 2017


12.01.18 15:31
anleihencheck.de

Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Das Emissionsvolumen am deutschen Rentenmarkt belief sich im November 2017 auf brutto 86,3 Mrd. Euro (Vormonat: 93,6 Mrd. Euro), so die Deutsche Bundesbank in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der Pressemeldung:

Nach Abzug vergleichsweise geringer Tilgungen und unter Berücksichtigung der Eigenbestandsveränderungen der Emittenten stieg der Umlauf heimischer Rentenwerte um 22,1 Mrd. Euro. Ausländische Schuldverschreibungen wurden für per saldo 5,2 Mrd. Euro am deutschen Markt abgesetzt. Das Mittelaufkommen aus dem Verkauf in- und ausländischer Schuldverschreibungen am deutschen Markt betrug somit 27,3 Mrd. Euro.

Die öffentliche Hand begab im Berichtsmonat Anleihen für netto 14,8 Mrd. Euro. Dies ist vor allem auf den Bund zurückzuführen, der überwiegend zweijährige Schatzanweisungen (5,9 Mrd. Euro), Bundesobligationen (3,4 Mrd. Euro) sowie zehn- und 30-jährige Anleihen (3,4 Mrd. Euro bzw. 2,2 Mrd. Euro) emittierte. Dem standen geringe Nettotilgungen von Länderanleihen für per saldo 0,1 Mrd. Euro gegenüber.

Auch inländische Unternehmen erhöhten im November ihre Kapitalmarktverschuldung, und zwar um netto 6,3 Mrd. Euro. Dabei handelte es sich im Ergebnis nahezu ausschließlich um Papiere mit einer Laufzeit von über einem Jahr.

Der Umlauf von Schuldverschreibungen heimischer Kreditinstitute stieg im Berichtsmonat um 0,9 Mrd. Euro. Es wurden im Ergebnis vor allem Sonstige Bankschuldverschreibungen begeben (1,6 Mrd. Euro), während Schuldverschreibungen der Spezialkreditinstitute netto getilgt wurden (1,3 Mrd. Euro).

Auf der Erwerberseite traten im November im Ergebnis überwiegend inländische Investoren in Erscheinung. Vor allem die Bundesbank erwarb - im Rahmen der Ankaufprogramme des Eurosystems - Schuldverschreibungen für 13,4 Mrd. Euro. Heimische Nichtbanken vergrößerten ihre Bestände an Rentenpapieren um 6,2 Mrd. Euro; dabei investierten sie nahezu gleichermaßen in in- und ausländische Titel. Gebietsfremde Investoren nahmen für netto 4,4 Mrd. Euro Rentenwerte in ihre Portfolios auf. Zudem erwarben inländische Kreditinstitute Schuldverschreibungen für netto 3,4 Mrd. Euro.

Aktienmarkt

Am deutschen Aktienmarkt begaben inländische Gesellschaften im Berichtsmonat junge Aktien für 0,1 Mrd. Euro. Der Umlauf ausländischer Aktien am deutschen Markt stieg im gleichen Zeitraum um 1,7 Mrd. Euro. Erworben wurden Dividendentitel vor allem von inländischen Nichtbanken und heimischen Kreditinstituten (1,4 Mrd. Euro bzw. 1,2 Mrd. Euro). Hingegen trennten sich ausländische Investoren von deutschen Dividendenpapieren in Höhe von 0,8 Mrd. Euro.

Investmentfonds

Inländische Investmentfonds setzten im November Anteilscheine für netto 8,6 Mrd. Euro am deutschen Markt ab (Vormonat: 11,0 Mrd. Euro). Neue Mittel flossen im Ergebnis überwiegend den institutionellen Anlegern vorbehaltenen Spezialfonds zu (6,0 Mrd. Euro). Unter den Anlageklassen verzeichneten vor allem Gemischte Wertpapierfonds Mittelzuflüsse (5,8 Mrd. Euro), in geringerem Umfang aber auch Aktienfonds und Offene Immobilienfonds (je 1,5 Mrd. Euro). Rentenfonds nahmen hingegen Anteilscheine für 1,5 Mrd. Euro zurück. Ausländische Fondsgesellschaften setzten am deutschen Markt im Berichtsmonat Anteile für 2,2 Mrd. Euro ab. Auf der Erwerberseite traten im Ergebnis ausschließlich inländische Nichtbanken in Erscheinung, welche Fondsanteile für netto 15,7 Mrd. Euro in den Bestand nahmen. Ausländische Investoren veräußerten hiesige Investmentzertifikate für per saldo 4,8 Mrd. Euro. Heimische Kreditinstitute waren im Ergebnis nur marginal am Markt aktiv. (Pressemitteilung vom 11.01.2018) (12.01.2018/alc/n/a)