Deutsche Börse AG: Nettoerlöse steigen 2020 um 9% - Periodenüberschuss liegt 9% über dem Vorjahr - Anleihenews


11.02.21 08:45
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Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Das Geschäftsjahr 2020 war für die Gruppe Deutsche Börse (ISIN DE0005810055/ WKN 581005) stark durch die Entwicklung der COVID-19-Pandemie geprägt, die sich teils erheblich auf die Ergebnisse der Segmente auswirkte, so das Unternehmen in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

So verzeichnete die Gruppe in einem außerordentlich volatilen Marktumfeld im ersten Quartal 2020 starke Ertragszuwächse, wohingegen sich im weiteren Verlauf des Jahres die Märkte zunehmend verhaltener darstellten und die Leitzinsen weltweit Tiefststände erreichten. Die strukturell bedingten Nettoerlöse stiegen 2020 gruppenweit trotzdem wie geplant um 5 Prozent und wurden durch Produktinnovationen, den Ausbau von Marktanteilen sowie die Gewinnung neuer Kunden getrieben. Zyklische Effekte steuerten insgesamt 2 Prozent zum Nettoerlöswachstum bei. Hier wirkte den positiven Faktoren, wie dem Anstieg der Handelsvolumina in Aktienindexderivaten (Segment Eurex) und Aktien (Segment Xetra), ein deutlicher Rückgang der Nettozinserträge aus dem Bankgeschäft (Segment Clearstream) entgegen. Zudem verzeichnete die Gruppe einen Anstieg der Nettoerlöse im Zusammenhang mit Konsolidierungseffekten von 2 Prozent, hauptsächlich resultierend aus den Akquisitionen von Axioma (Segment Qontigo) sowie der UBS-Fondsvertriebsplattform Fondcenter AG (Segment IFS). Insgesamt stiegen die Nettoerlöse im Berichtszeitraum auf 3.213,8 Mio. EUR (2019: 2.936,0 Mio. EUR), ein Zuwachs von 9 Prozent.

Die operativen Kosten der Gruppe Deutsche Börse lagen im Berichtszeitraum bei 1.360,8 Mio. EUR (2019: 1.264,4 Mio. EUR) und enthielten Sondereffekte in Höhe von 147,4 Mio. EUR (2019: 134,9 Mio. EUR). Diese setzten sich u. a. aus Aufwendungen für Maßnahmen zur Senkung der strukturellen Kosten im Rahmen der nun abgeschlossenen Roadmap 2020, Kosten für Unternehmensübernahmen sowie die Inanspruchnahme von Beratungsleistungen bei Rechtsstreitigkeiten zusammen. Bereinigt betrugen die operativen Kosten 1.213,4 Mio. EUR (2019: 1.129,5 Mio. EUR). Dies entspricht einem Anstieg von 7 Prozent, welcher auf Konsolidierungseffekte und höhere Investitionen zurückzuführen ist.

Das Ergebnis strategischer Beteiligungen stieg deutlich auf 24,3 Mio. EUR (2019: 6,7 Mio. EUR). Dies ist maßgeblich auf die At-Equity-Bewertung der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank (Segment Xetra) zurückzuführen, bei der sich im Berichtsjahr ein sehr positiver Geschäftsverlauf ergeben hat.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) steigerte die Gruppe Deutsche Börse auf 1.877,3 Mio. EUR (2019: 1.678,3 Mio. EUR). Das bereinigte EBITDA stieg auf 2.024,7 Mio. EUR (2019: 1.813,2 Mio. EUR). Abschreibungen und Wertminderungen, welche getrennt von den operativen Kosten berichtet werden, stiegen bereinigt aufgrund einer höheren Investitionstätigkeit und aufgrund von Konsolidierungseffekten auf 259,2 Mio. EUR (2019: 222,9 Mio. EUR).

Das Finanzergebnis belief sich auf -76,9 Mio. EUR (2019: -53,7 Mio. EUR). Von einem niedrigeren Vorjahresniveau ausgehend, resultierte der Anstieg im Wesentlichen aus Rückstellungen für Zinsen auf mögliche Steuernachzahlungen.

Damit lag der den Anteilseignern der Gruppe Deutsche Börse zuzurechnende Periodenüberschuss bei 1.087,8 Mio. EUR (2019: 1.003,9 Mio. EUR). Um Sondereffekte bereinigt, stieg dieser um 9 Prozent auf 1.204,3 Mio. EUR (2019: 1.105,6 Mio. EUR) und erreichte damit genau die Prognose des Unternehmens von rund 1,20 Mrd. EUR. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie, basierend auf einem gewichteten Durchschnitt von 183,4 Mio. Aktien, belief sich auf 5,93 EUR (2019: 5,47 EUR). Bereinigt stieg dieses um 9 Prozent auf 6,57 EUR (2019: 6,03 EUR).

Für 2020 schlägt der Vorstand der Deutsche Börse AG eine Dividende von 3,00 EUR je Aktie vor (2019: 2,90 EUR je Aktie), ein Anstieg von 3 Prozent. Der Vorschlag entspricht einer Ausschüttungsquote von 46 Prozent des bereinigten Periodenüberschusses und liegt damit im Rahmen der Ausschüttungspolitik der Gruppe. Die Dividende bedarf noch der formellen Zustimmung des Aufsichtsrats der Deutsche Börse AG, der bereits seine Unterstützung ausgedrückt hat, und der Aktionäre der Deutsche Börse AG bei der Hauptversammlung am 19. Mai 2021.

Hinsichtlich des Ausblicks für 2021 erwartet die Gruppe Deutsche Börse gemäß der neuen Mittelfristplanung Compass 2023 ein strukturell bedingtes Nettoerlöswachstum von rund 5 Prozent. Aufgrund der außerordentlich hohen Marktvolatilität und den US-Zinssenkungen im ersten Quartal 2020 werden sich aber wahrscheinlich Rückgänge der zyklisch bedingten Nettoerlöse im laufenden Jahr ergeben. Aus Fusionen und Übernahmen, insbesondere der Akquisition der Fondcenter AG von UBS zum 30. September 2020 und der angekündigten Akquisition von Institutional Shareholder Services Inc., wird mit weiterem Nettoerlöswachstum geplant. In Summe rechnet das Unternehmen daher mit einem Anstieg der Nettoerlöse auf rund 3,5 Mrd. EUR (2020: 3.213,8 Mio. EUR). Bei dem EBITDA (berichtet) wird ein Anstieg auf rund 2,0 Mrd. EUR (2020: 1.877,3 Mio. EUR) erwartet.

Zur aktuellen Entwicklung erklärt Dr. Theodor Weimer, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Börse AG: "In einem für die Welt und für jeden Einzelnen schwierigen Jahr 2020, in dem COVID-19 alles überschattet hat, hat die Deutsche Börse verlässlich starke Ergebnisse geliefert. Das zeigt die Resilienz und Robustheit unseres Geschäftsmodells in schwierigen Zeiten. Auch über die letzten drei Jahre haben wir die versprochenen Ziele unserer Roadmap 2020-Mittelfristplanung verlässlich geliefert." Mit Blick auf die im vergangenen November vorgestellte neue Mittelfristplanung Compass 2023 ergänzt Dr. Weimer: "Unsere neue Strategie Compass 2023 knüpft nahtlos an unsere bisherige Strategie an. Wir wollen weiter organisch und anorganisch wachsen und das nicht zu Lasten unserer hohen Profitabilität." (Pressemitteilung vom 10.02.2021) (11.02.2021/alc/n/a)





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DE0005810055 581005 170,40 € 92,94 €