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Creditreform Rating stuft Rating der Erste Group Bank AG auf "A" herauf - Anleihenews


06.09.21 12:30
Creditreform Rating AG

Neuss (www.anleihencheck.de) - Das Long-Term Issuer Rating der Erste Bank Group AG wird von Creditreform Rating von "A-" auf "A" heraufgestuft, so die Creditreform Rating AG.

Der Ausblick bleibe weiterhin "stabil".

Laut der Ratingagentur hätten sich im Laufe der Corona-Krise die Erträge und die Risikovorsorgeaufwendungen der Erste Bank Group AG zwar negativ entwickelt, gleichzeitig erwarte Creditreform Rating nicht, dass diese Effekte die Ertragskraft und Asset-Qualität nachhaltig negativ beeinflussen würden.

"Die Asset-Qualität hat sich unter formalen Gesichtspunkten zum Vorjahr zwar verschlechtert, dennoch spiegelte sich dies bisher nicht in gehäuften Ausfällen wider. Das noch im Vorjahr avisierte Negativszenario einer Kreditausfallwelle wird aufgrund effektiver und großzügiger Stützungsprogramme der Regierungen voraussichtlich nicht eintreten, stattdessen erwarten wir eine Periode erhöhter Ausfallraten", sage Felix Schürmann, Senior Analyst bei Creditreform Rating und Lead-Analyst des Ratings, und ergänze: "Die Halbjahreszahlen lassen bereits auf eine rasche Erholung der Ertragskraft schließen."

Creditreform Rating rechne daher nicht damit, dass die Corona-Krise einen nachhaltig negativen Einfluss auf die Profitabilität und Asset-Qualität der Erste Bank Group AG haben werde. Bereits angestoßene Transformationsprozesse, beispielsweise in der Digitalisierung und der Filialkonsolidierung, seien dabei merklich beschleunigt worden. Insgesamt entfalle somit der Grund für das letztjährige Downgrade.

Folgende Key Rating Driver seien für das Ergebnis ausschlaggebend gewesen:

+ Starker Partner für SMEs, Retail- und Corporate-Kunden in Mittel- und Osteuropa

+ Haftungsverbund mit österreichischen Sparkassen

+ Weiterhin solide Asset-Qualität trotz merklicher Erhöhung der Problemkreditengagements und hohen Risikokosten

+ Sehr gute Kapitalisierung, hohe Liquidität

+ Corona-Krise für Banken weit weniger schwerwiegend als erwartet, Halbjahreszahlen würden merkliche Entspannung andeuten

+/- Hohe Risikokosten würden Ertrag drücken, aber erfolgreiche Kosteneinsparungen im Rahmen der Corona-Krise

+/- Starke Präsenz in Wachstumsmärkten, starke Diversifizierung verglichen mit anderen europäischen Großbanken, Risikopotenzial in Südosteuropa

- Niedrigzinspolitik der EZB (06.09.2021/alc/n/a)