Creditreform Rating bestätigt Kreditwürdigkeit des Autobauers BMW mit A / negativ - Anleihenews


08.02.21 11:30
Creditreform Rating AG

Neuss (www.anleihencheck.de) - Die Creditreform Rating AG hat im Rahmen eines unbeauftragten Corporate Issuer Ratings die Kreditwürdigkeit des bayrischen Automobilkonzerns BMW (ISIN DE0005190003/ WKN 519000) mit der Note A bewertet, so die Creditreform Rating AG.

Neben der BMW AG habe dieses Ergebnis auch für die BMW Finance N.V. sowie für das Long-Term Currency (LC) Senior Unsecured Issue mit A bestätigt werden können. Der Ausblick bleibe weiterhin negativ.

"Trotz eines schwierigen Jahres, welches auch die Automobilindustrie stark beeinträchtigt hat, weist BMW nach unserer Analyse weiterhin eine hohe Bonität auf. Besonders die fortschreitende Fokussierung auf Elektromobilität sehen wir positiv. Die BMW Group verfügt über eine Finanz- und Liquiditätsbasis, welche die Erschließung künftiger Wachstumspotentiale ermöglichen sollte", erkläre Dr. Michael Munsch, Vorstand der Creditreform Rating AG.

Die wichtigsten Punkte aus dem Ratingbericht in Kürze:

1. Einführung neuer bzw. überarbeiteter Modelle sowie die Elektromobilität und ein erweitertes Dienstleistungsangebot sollten positive Impulse bringen.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2019 seien mehr als 500.000 elektrifizierte Fahrzeuge zugelassen gewesen, s dass BMW hier eine führende Position weltweit einnehme und somit auch die Klimaziele in Deutschland und global unterstütze.

Die hohen Investitionen in die Elektrifizierung und Digitalisierung der Fahrzeugflotte würden allerdings voraussichtlich zu weiteren Ergebnisbelastungen führen.

Umstände wie ein unzureichender Ausbau der Ladeinfrastruktur oder die Verfügbarkeit von Produktionskomponenten (Akkus/Batterien) könnten auf das Wachstum begrenzend wirken.

2. Der BMW-Konzern erwarte für das abgelaufene Geschäftsjahr 2020 ein nochmals deutlich unter dem Vorjahr liegendes Konzernergebnis.

3. Mit einem Umsatz von 69,5 Mrd. EUR (-7,1%) und einem EBT von 3,0 Mrd. EUR (-41,2%) habe BMW in den ersten drei Quartalen 2020 erwartungsgemäß eine deutlich rückläufige Umsatz- und Ertragsentwicklung hinnehmen müssen.

Maßgeblich für den Ergebnisrückgang sei im Wesentlichen eine erneut gestiegene Umsatzkostenquote (Umsatzkosten zu Umsatzerlösen) auf 87,3% (Vorjahr 82,48%) in den ersten drei Quartalen des letzten Geschäftsjahres gewesen.

Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie die Zinsaufwendungen hätten sich nur unterproportional reduziert.

4. Die Hauptmärkte (gemessen am Umsatzanteil) seien China (19,7%), die USA (18,9%) und Deutschland (12,9%). Die restlichen Umsatzanteile würden sich auf diverse, kleinteiligere Absatzmärkte weltweit verteilen.

5. Anhaltende wirtschaftliche Verwerfungen aufgrund der COVID-19-Pandemie würden auch den Geschäftsverlauf 2020 des BMW-Konzerns deutlich negativ beeinflussen.

Der vollständige Ratingbericht sei online unter unter dem folgenden Link zu finden. (News vom 02.02.2021) (08.02.2021/alc/n/a)