Erweiterte Funktionen

Coronavirus-Ausbruch für Anleiheanleger nicht so beängstigend


07.02.20 08:30
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Der Ölpreis ist seit dem Ausbruch des Coronavirus Ende Dezember stark gefallen und hat rund 16% verloren, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Dies folge auf die Berichte, dass das prognostizierte Wachstum der Ölnachfrage für 2020 um 15% (OPEC) auf ein Drittel (BP) gesenkt werden könnte, da die chinesische Nachfrage vorübergehend austrockne. Trotz der Ungewissheit über den Ernst der Lage und der OPEC+-Diskussion über tiefere Produktionseinschnitte, hätten die globalen Investmenthäuser bereits mit der Abwärtsrevision der Ölpreisziele für 2020 begonnen. Die Rating-Agentur Fitch habe zuletzt das Ölpreisziel von 65 USD/bbl auf 62 USD/bbl gesenkt. Aber sei das alles für die Anleiheinvestoren im Energiesektor so wichtig?

Ausgehend von den von den Analysten verwendeten EUR IG Benchmarkindex zeige der Energiesektor sogar eine gegenüber dem Gesamtmarkt (EUR IG Corporates) solide Entwicklung. So hätten sich zwar die Risikoprämien sowohl am Gesamtmarkt als auch im Segment Energie um 4 bis 5 BP ausgeweitet, jedoch sei Anfang dieser Woche mit 0,43% (am 5. Februar 2020: 0,45%) ein neuer Rekordtiefststand bei der Anleiherendite von Energieunternehmen auf Indexebene verzeichnet worden (EUR IG Corporates: 0,35% bzw. 0,38% am 5. Februar 2020). (News vom 06.02.2020) (07.02.2020/alc/n/a)