Bilfinger: Drittes Quartal 2017 - Fortschritte bei der Stabilisierung - Anleihenews


14.11.17 09:00
anleihencheck.de

Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Der Industriedienstleister Bilfinger (ISIN DE0005909006/ WKN 590900) kommt mit der Umsetzung seiner neuen strategischen Ausrichtung und mit der Stabilisierung seiner Geschäfte gut voran, so das Unternehmen in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Im dritten Quartal 2017 verbesserte sich der Auftragseingang deutlich, während die Leistung seit langer Zeit erstmals wieder organisch zunahm. Das bereinigte EBITA sowie die bereinigte EBITA-Marge lagen auf Vorjahresniveau. Im Geschäftsfeld Engineering & Technologies stieg das bereinigte EBITA deutlich an. Das bereinigte Konzernergebnis lag über dem Wert des Vorjahreszeitraums.

Ziel: Rückkehr zu nachhaltigem Wachstum

"Mit der Stabilisierung des Unternehmens sind wir auf einem guten Weg. Trotz eines weiterhin herausfordernden und wettbewerbsintensiven Umfelds konnten wir im vergangenen Quartal unsere Marktposition festigen und in wichtigen Wachstumsfeldern sogar ausbauen. Um wieder zu nachhaltigem Ergebniswachstum zurückzukehren, werden wir uns im Rahmen unserer Strategie 2020 weiterhin darauf konzentrieren, Komplexitäten abzubauen, unsere Betriebsabläufe zu optimieren und die Kosten zu reduzieren. Gleichzeitig arbeiten wir daran, innerhalb unserer neuen strategischen Ausrichtung in Märkte einzutreten, die attraktiv sind und in denen wir unsere Engineering- und Maintenancekompetenzen voll entfalten können", sagt Tom Blades, CEO von Bilfinger.

Zügige Umsetzung der Strategie 2020

Bilfinger fokussiert sich seit Frühjahr 2017 auf zwei Geschäftsfelder, vier Kernregionen und sechs Fokusindustrien. Von den 13 kurzfristig zum Verkauf stehenden verlustträchtigen Gesellschaften, die nicht mehr zu dieser strategischen Ausrichtung passen, wurden bis dato acht Gesellschaften veräußert.

Um zu profitablem Wachstum zurückzukehren, hat der Konzern ein Maßnahmenprogramm bis 2020 entwickelt, das sich in die Phasen Stabilisierung, Aufbau und Ausbau untergliedert. Die meisten Ziele der Stabilisierungsphase wurden mittlerweile erreicht.

In der künftigen Aufbauphase wird Bilfinger weiter an seiner Dynamik arbeiten und diese stärken. Auch Arrondierungsakquisitionen sind dabei denkbar. Voraussetzung für ein potenzielles Übernahmeziel ist neben der strategischen Passgenauigkeit dessen Profitabilität und Integrierbarkeit.

Geschäftsentwicklung im dritten Quartal 2017

Der Auftragseingang stieg im dritten Quartal begünstigt durch Großaufträge und Nachholeffekte bei Rahmenverträgen auf 1.054 (Vorjahr: 947) Mio. Euro, dies entspricht einer Zunahme um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der organische Anstieg - ohne Berücksichtigung von Unternehmensverkäufen und Währungseffekten - belief sich auf 16 Prozent.

Im Geschäftsfeld Engineering & Technologies war der Auftragseingang wie erwartet weiter rückläufig. Grund ist ein weiterhin selektives Vorgehen im Projektgeschäft in einem teilweise anspruchsvollen Marktumfeld. Eine leichte Belebung der Nachfrage im Servicegeschäft trug zu einem Anstieg des Auftragseingangs im Geschäftsfeld Maintenance, Modifications & Operations bei.

Der Auftragsbestand belief sich zum Stichtag auf 2.535 (Vorjahr: 2.603) Mio. Euro.

Die Leistung war mit 998 (Vorjahr: 1.020) Mio. Euro um 2 Prozent rückläufig, ist jedoch nach 13 Quartalen erstmals wieder organisch gestiegen. (+3%).

Das bereinigte EBITA erreichte mit 21 Mio. Euro den Vorjahreswert, dies gilt auch für die bereinigte EBITA-Marge von 2,1 Prozent. Im Geschäftsfeld Engineering & Technologies stieg das bereinigte EBITA deutlich auf 9 (Vorjahr: 3) Mio. Euro, im Geschäftsfeld Maintenance, Modifications & Operations lag es mit 28 (Vorjahr: 30) Mio. Euro leicht unter dem hohen Vorjahreswert.

Das Konzernergebnis belief sich im dritten Quartal 2017 auf -21 Mio. Euro. Hier wirkten sich unter anderem Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen aus. Der hohe Vorjahreswert von 457 Mio. Euro war durch den Gewinn aus dem Verkauf von Apleona in Höhe 539 Mio. Euro geprägt. Das bereinigte Konzernergebnis verbesserte sich im dritten Quartal 2017 auf 13 (Vorjahr: 11) Mio. Euro.

Der bereinigte operative Cashflow im dritten Quartal lag mit 15 Mio. Euro unter dem vergleichsweise hohen Vorjahreswert von 71 Mio. Euro. In den ersten neun Monaten des Jahres 2017 hat er sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die Nettoliquidität zum Ende des dritten Quartals 2017 belief sich auf 215 (Ende zweites Quartal 2017: 262) Mio. Euro. Der im August angekündigte Mittelzufluss in Höhe von rund 60 Mio. Euro aus einem Rechtsstreit in Katar konnte im Oktober 2017 vereinnahmt werden.

Ausblick 2017

Im Geschäftsjahr 2017 rechnet Bilfinger beim Auftragseingang unverändert mit organischem Wachstum. Die Leistungsentwicklung ist besser als erwartet: Bilfinger geht nun nur noch von einem organischen Rückgang um weniger als 5 Prozent aus (Geschäftsjahr 2016: 4.219 Mio. Euro). Der Konzern erwartet am Jahresende ein ausgeglichenes bereinigtes EBITA (Geschäftsjahr 2016: 15 Mio. Euro).
Aktienrückkauf:

Anfang September hat Bilfinger den im Februar 2017 angekündigten Rückkauf eigener Aktien gestartet. Das Programm soll frühestens im September 2018 und spätestens im Dezember 2018 abgeschlossen werden. In dieser Zeit wird Bilfinger einen Anteil von maximal 10 Prozent des Grundkapitals zum Kaufpreis von bis zu 150 Mio. Euro zurückkaufen. Bis Mitte November wurden rund 16 Prozent des Rückkaufvolumens zu einem Durchschnittspreis von 34,57 Euro erworben. Über den Fortschritt des Aktienrückkaufprogramms berichtet das Unternehmen regelmäßig auf seiner Website.

Detaillierte Zahlen können Sie unter folgendem Link abrufen: http://www.bilfinger.com/media/news/drittes-quartal-2017-fortschritte-bei-der-stabilisierung/ (14.11.2017/alc/n/a)