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Berichtssaison nimmt an Fahrt auf (A1 Telekom Austria, Strabag)


14.02.20 10:00
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Auch die österreichischen Unternehmen waren zuletzt in der aktuellen Berichtssaison aktiv, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Die A1 Telekom Austria Group habe die Ergebnisse für das GJ 19 berichtet. Die Umsätze hätten, i.W. getrieben durch die CEE-Märkte, um 2,9% auf EUR 4,6 Mrd. gesteigert werden können. Das EBITDA inkl. Restrukturierungsaufwendungen in Österreich (EUR 84 Mio. vs. EUR 22 Mio. im GJ 18) habe bei EUR 1.561 Mio. gelegen (+0,8% vs. GJ 18; +4,7% exkl. Restrukturierungsaufwendungen). Das EBIT habe, aufgrund der geringeren Markenwertabschreibungen im GJ 19, deutlich um 38% auf EUR 615 Mio. gesteigert werden können. Die Net Leverage Ratio habe per 31. Dezember 2019 bei 2,2x gelegen (2,4x per 31. Dezember 2018 inkl. IFRS 16).

Die höheren Capex resultierend aus den Frequenzvergaben in Österreich und Weißrussland (EUR 75 Mio.) hätten den Free Cashflow gegenüber dem GJ 18 (EUR 384 Mio.) um 11% auf EUR 341 Mio. reduziert (exkl. Frequenzvergaben EUR 416 Mio.). Für das GJ 19 werde der Vorstand, wie bereits vorab kommuniziert, eine Dividende iHv. EUR 0,23/Aktie vorschlagen (GJ 18: EUR 0,21/ Aktie). Für das GJ 20 werde ein Umsatzwachstum von 1 bis 2% sowie Capex (vor Spektrum & M&A) iHv. rund EUR 770 Mio. erwartet. Im Hinblick auf den 5G Ausbau werde voraussichtlich im April 2020 die Multibandauktion in Österreich beginnen.

Darüber hinaus habe aus dem Bausektor die STRABAG SE (Strabag) am 12. Februar 2020 einen ersten Einblick in das abgelaufene Quartal gegeben (finale Zahlen am 29.04.2020). Abermals könne das Unternehmen auf ein Rekordjahr zurückblicken. So habe man einen Anstieg der Leistung um 2% auf EUR 16,6 Mrd. verzeichnet, während der Auftragsbestand um 3% auf EUR 17,4 Mrd. habe zulegen können. Erstere sei vor allem auf die Zunahme im Heimatmarkt Österreich sowie im Verkehrswegebau in Polen, Ungarn und Tschechien zurückzuführen. Zweiterer habe zwar durch die Abarbeitung von Großaufträgen in Ungarn, Österreich und Polen hier Rückgänge verzeichnet, jedoch sei es aufgrund der substanziellen Erweiterung eines bestehenden Großauftrags in Großbritannien und eine deutliche Erhöhung des Auftragsbestandes in Deutschland und in Tschechien zu diesem Anstieg gekommen.

Für 2020 gehe die Strabag davon aus, dass man die Leistung über EUR 16 Mrd. halten könne, bei einer EBIT-Marge von mehr als 3,5%. Damit würde letztere über dem Mindestziel von 3,3% liegen und sich in Richtung des Mittelfristziels von 4,0% bewegen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit werde nicht über EUR 500 Mio. betragen, so Strabag. (News vom 13.02.2020) (14.02.2020/alc/n/a)