Beate Uhse AG muss Anleihen-Zinszahlung verschieben - Zahlung soll innerhalb von 21 Tagen nachgeholt werden


06.07.17 12:20
Anleihen Finder

Brechen (www.anleihencheck.de) - Zinszahlung verschoben! Die Beate Uhse Aktiengesellschaft (ISIN DE0007551400 / WKN 755140) kommt in diesen Tagen nicht aus den Schlagzeilen, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.

Nachdem sich das Unternehmen Anfang Juni mit sofortiger Wirkung von ihrem Chief Financial Officer (CFO), Cornelis Vlasblom, getrennt habe und in der vergangenen Woche die Publikation der Geschäftszahlen 2016 sowie der Quartalszahlen 2017 auf Oktober verschoben habe, folge nun die nächste unangenehme Botschaft für die Anleger. Die am 09. Juli 2017 fällige Zinszahlung an die Anleihegläubiger werde an diesem Tag nicht stattfinden, solle aber innerhalb der sogenannten "Grace Period", also innerhalb der nächsten 21 Tage, nachgeholt werden, wie das Unternehmen mitteile. Die Anleger würden das schon aus dem letzten Jahr kennen.

INFO: Bei der Grace Period handele es sich um eine in den Anleihebedingungen vorgesehene Frist von insgesamt 21 Tagen, in deren Zeitraum die Zinszahlung ohne weitere Auswirkungen nachgeholt werden könne.

Neue Strukturen

Zuletzt habe die Beate Uhse AG die Veröffentlichungen des Jahresabschlusses 2016, der Zwischenmitteilung zum ersten Quartal 2017 und des Halbjahresberichts 2017 in den Oktober verlegt. Die ordentliche Hauptversammlung 2017 der Gesellschaft solle voraussichtlich im November / Dezember des laufenden Jahres stattfinden. Grund sei die Aufarbeitung der Dokumentation aufgrund der Abberufung des Finanzvorstands Cornelis Vlasblom, der Anfang Juni mit sofortiger Wirkung den Erotik-Konzern habe verlassen müssen. Zur Unterstützung habe die Beate Uhse AG eine Unternehmensberatungsgesellschaft aus Hamburg hinzugezogen. Die Position des CFO übernehme zusätzlich der Vorstandsvorsitzende (CEO) der Beate Uhse AG, Michael Specht, der seit Mitte April an der Spitze des Konzerns stehe. Damit habe sich das Unternehmen in Laufe des Jahres vom gesamten alten Vorstandsteam getrennt.

ANLEIHE CHECK: Die Unternehmensanleihe 2014/19 der Beate Uhse AG habe ein Gesamtvolumen von 30 Millionen Euro und sei mit einem jährlichen Zinskupon in Höhe von 7,75 Prozent ausgestattet. Die Anleihe laufe bis Juli 2019. Aktuell notiere der Erotik-Bond bei etwa 30 Prozent (Kurs: 06.07.2017).

Zinszahlung auch letztes Jahr verschoben

Déjà-vu: Die Beate Uhse AG habe bereits im vergangenen Jahr, die im Juli fällige Zinszahlung für die Beate Uhse-Anleihe im Volumen von rund 2,25 Millionen Euro verschoben. Das habe für großes Aufsehen bei Anlegern und Kapitalmarktexperten gesorgt. Die Zinszahlung sei dann aber am 22. Juli 2016 nachgeholt worden. Die Mittel für die Zinszahlung seien dabei im Wesentlichen aus der Aufnahme eines neuen Darlehens gekommen.

Den kompletten Beitrag finden Sie hier. (06.07.2017/alc/n/a)





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