BASF unterzeichnet Vertrag zum Erwerb der Teile der Saatgut- und nicht-selektiven Herbizid-Geschäfte von Bayer


13.10.17 09:30
anleihencheck.de

Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - BASF hat eine Vereinbarung unterzeichnet, wesentliche Teile der Saatgut- und nicht-selektiven Herbizid-Geschäfte von Bayer zu erwerben, so das Unternehmen in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Bayer beabsichtigt, diese Geschäftsbereiche im Zusammenhang mit der geplanten Übernahme von Monsanto zu veräußern. Der Kaufpreis beträgt 5,9 Milliarden EUR in bar, vorbehaltlich bestimmter Anpassungen zum Abschluss der Transaktion. Der Kauf umfasst Bayers globales nicht-selektives Herbizidgeschäft mit Glufosinat-Ammonium, das unter den Marken Liberty(R), Basta(R) und Finale(R) vermarktet wird, sowie die Saatgutgeschäfte für wichtige Feldkulturen in ausgewählten Märkten. Dazu zählen die Raps-Hybride in Nordamerika unter der Marke InVigor(R), bei der die LibertyLink(R)-Trait-Technologie zum Einsatz kommt; Raps im Wesentlichen in Europa; Baumwolle in Nordamerika, Südamerika und Europa sowie Soja in Nord- und Südamerika. Die Transaktion schließt zudem die Trait-Forschung und die Züchtungskapazitäten von Bayer für diese Kulturen ein sowie das LibertyLink(R)-Trait und die gleichnamige Marke.

Der Umsatz dieser von Bayer zu erwerbenden Geschäfte lag im Gesamtjahr 2016 bei rund 1,3 Milliarden EUR, das EBITDA betrug rund 385 Millionen EUR. Vorbehaltlich des Abschlusses der Übernahme von Monsanto durch Bayer und der Genehmigung durch die zuständigen Behörden wird ein Abschluss der Transaktion im 1. Quartal 2018 erwartet.

Mit der vereinbarten Akquisition wird BASF ihr gut etabliertes und erfolgreiches Pflanzenschutzgeschäft sowie ihre Biotechnologie-Aktivitäten um ein substanzielles Saatgutgeschäft erweitern und ihr bestehendes Herbizid-Portfolio stärken. Mit dieser strategischen Ergänzung ergreift BASF die Gelegenheit, attraktive Geschäftsfelder in wichtigen Feldkulturen und Märkten zu erwerben.

Durch die erworbenen Geschäfte wird BASF den Landwirten eine größere Auswahl an Lösungen zur Verfügung stellen und deren Bedarf an hochwertigem Saatgut, chemischem und biologischem Pflanzenschutz noch besser entsprechen können. Die Transaktion wird darüber hinaus neue Wachstumsmöglichkeiten schaffen und das globale Innovationspotenzial von BASF stärken.

Mehr als 1.800 Bayer-Mitarbeiter aus Vertrieb und Marketing, Forschung und Entwicklung, Züchtung und Produktion sollen zu BASF übertreten. Diese Mitarbeiter sind vor allem in den USA, Deutschland, Brasilien, Kanada und Belgien beschäftigt. Außerdem wird BASF die Produktions- und Formulierungsstandorte für Glufosinat-Ammonium in Deutschland, den USA und Kanada übernehmen, ebenso die Züchtungsstationen in Nordamerika, Südamerika und Europa sowie die Trait-Forschungseinrichtungen in den USA und Europa. (13.10.2017/alc/n/a)