Anleihen-Woche KW44 - 2020: Noratis, NZWL, Henri Broen, ETERNA und andere - Anleihenews


02.11.20 10:15
Anleihen Finder

Brechen (www.anleihencheck.de) - In der letzten Oktober-Woche (Kalenderwoche 44) startet das öffentliche Zeichnungsangebot der neuen 5,50%-Anleihe der Noratis AG, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.

Die fünfjährige Unternehmensanleihe 2020/25 (ISIN DE000A3H2TV6 / WKN A3H2TV) habe ein Gesamtvolumen von bis zu 50 Mio. Euro und könne bis zum 09.11.2020 gezeichnet werden. Die Anleihen Finder Redaktion habe in der vergangenen Woche mit André Speth, dem Finanzvorstand der Noratis AG, über die Geschäftstätigkeit der Emittentin und die Anleihe-Emission gesprochen. Von den Analysten der KFM Deutsche Mittelstand AG sei die Noratis-Anleihe als "attraktiv (positiver Ausblick)" mit starken 4,5 von 5 möglichen Sternen bewertet und zugleich vom Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS gezeichnet worden.

Zudem sei in der vergangenen Woche auch die neue 6,00%-Anleihe (ISIN DE000A3E46Z6 / WKN A3E46Z) der indesto GC Wind GmbH mit Laufzeit bis 2025 in das Portfolio des Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS aufgenommen worden. Dessen Initiator, KFM-Vorstand Hans Jürgen Friedrich, sei unterdessen eine große Ehre zu Teil geworden, in dem er als einziger Repräsentant Deutschlands in ein EU-Beratungsgremium für die weitere Entwicklung des kapitalmarktorientierten Mittelstandes aufgenommen worden sei.

Die zweijährige Kurzläufer-Anleihe der Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig GmbH (NZWL) könne ab dieser Woche gezeichnet werden. NZWL-CEO Dr. Hubertus Bartsch habe der Anleihen Finder Redaktion im Gespräch geschildert, warum der Wandel in der Automobilindustrie hin zu Elektromobilität dem Leipziger Unternehmen in die Karten spiele. Ein weiteres spannendes und aufschlussreiches Interview habe die Anleihen Finder Redaktion in der vergangenen Woche mit dem Geschäftsführer der HYLEA Group, Aimé Hecker, geführt. Der bolivianische Paranussproduzent, dessen Anleihe jährlich mit 7,25% verzinst werde und noch bis zum 01.12.2022 laufe, habe im Zuge der aktuellen Pandemie-Lage bemerkenswerte Herausforderungen zu meistern.

Die niederländische Finanz- und Management-Holding Henri Broen Holding B.V. habe ihre erste Unternehmensanleihe (ISIN DE000A283WQ2 / WKN A283WQ) aufgelegt und biete die Anleihe qualifizierten Anlegern via Privatplatzierung ab einer Mindestzeichnungssumme von 100.000 Euro bis zum 6. November 2020 an. Die fünfjährige Anleihe werde dabei jährlich mit 7,50% p.a. verzinst und habe ein Gesamtvolumen von bis zu 25 Mio. Euro. Mit den Anleihemitteln solle u.a. ein Kloster in ein Wellness-Hotel umgebaut werden. Die ABO Wind AG plane die Begebung einer neuen Unternehmensanleihe im Volumen von bis zu 30 Mio. Euro (inkl. Aufstockungs-Option auf bis zu 50 Mio. Euro) im ersten Quartal 2021. Das habe der Windpark-Projektierer in der vergangenen Woche mitgeteilt. Die nachrangige Anleihe solle voraussichtlich eine Laufzeit von neun Jahren haben und jährlich mit 3,50% verzinst werden. Die Anleihe-Erlöse sollten vornehmlich zur Finanzierung der Entwicklung und Errichtung neuer internationaler Wind- und Solarparks dienen.

Hemdenhersteller ETERNA möchte die Laufzeit seiner Unternehmensanleihe 2017/22 aufgrund der Auswirkungen der Coronakrise verlängern und rufe zur Abstimmung ohne Versammlung vom 16. bis 18. November 2020 auf. Die ETERNA Mode Holding GmbH strebe eine Laufzeit-Verlängerung ihrer im März 2022 fälligen Anleihe 2017/22 bis 3. Juni 2024 bei unverändertem Zinssatz von 7,75% p.a. an. Im Oktober habe sich ETERNA bereits mit seinen Schuldschein-Gläubigern über eine Verlängerung der Laufzeit eines im März 2021 fälligen Schuldscheindarlehens mit einem ausstehenden Volumen von 25 Mio. Euro verständigt. Unterdessen habe die Joh. F. Behrens AG, die aktuell auch eine neue 7,25%-Anleihe anbiete, den nächsten Finanzierungs-Baustein mit Hilfe eines Debt-Fonds zur Rückführung ihrer im November fälligen Anleihe 2015/20 sichern können.

Der Europäische Mittelstandsanleihen FONDS, der zum 01. April 2020 von der KFM Deutsche Mittelstand AG aufgelegt worden sei, habe am 28.10.2020 die erste Ausschüttung an Anleger vorgenommen. Aus dem aufgelaufenen ordentlichen Nettoertrag sei dabei ein Betrag in Höhe von 0,62 Euro je Anteilsschein an die Besitzer der Anteilsscheine überwiesen worden. Neben der jetzt durchgeführten Zwischenausschüttung werde Ende Mai 2021 eine weitere Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2020/21 erfolgen. Die FCR Immobilien AG habe das Börsensegment "Scale" verlassen und finde sich seit Freitag im regulierten Markt, General Standard, der Börse Frankfurt wieder. Zudem habe der Münchner Handelsimmobilieninvestor angesichts der verschärften Corona-Lage und der daraus resultierenden Verunsicherung der Anleger entschieden, seine für diese Woche geplante Kapitalerhöhung zu verschieben.

Erholungseffekte - die SANHA GmbH & Co. KG könne sich im dritten Quartal deutlich von dem Corona-bedingten starken Umsatzeinbruch im zweiten Quartal erholen, dennoch bleibe es auf Neunmonats-Sicht erwartungsgemäß bei einem umsatzbedingten Rohertragsrückgang gegenüber dem Vorjahr. Im Gesamtjahr 2020 erwarte SANHA nach wie vor einen Umsatz von bis zu 10% unter dem Vorjahr. Auch bei der Schlote-Gruppe sei die Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2020 deutlich von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie geprägt. Die Geschäftsführung erwarte trotz deutlich besserer Zahlen im dritten Quartal für das Gesamtjahr 2020 einen erheblichen Umsatz- und Ergebnisrückgang.

Auch die VERIANOS SE habe die Prognose für das Konzernjahresergebnis angepasst und rechne aufgrund der andauernden COVID-19 Pandemie und damit einhergehender Verzögerungen von Verkaufsaktivitäten für das Gesamtjahr 2020 mit einem Verlustergebnis. Die UniDevice AG könne hingegen im dritten Quartal 2020 erneut ihr Umsatz und Ergebnis steigern. In den ersten neun Monaten 2020 weise der B2B-Smarthphone-Broker einen Umsatz von 305 Mio. Euro (+16%) sowie einen Periodenüberschuss von 2,9 Mio. Euro (+53%) aus.

Den kompletten Beitrag zusammen mit den wichtigsten KMU-Anleihen-News der KW44 - 2020 im Überblick finden Sie hier. (News vom 31.10.2020) (02.11.2020/alc/n/a)





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