Allianz erzielt starkes Ergebnis im dritten Quartal 2021 - Anleihenews


10.11.21 09:02
anleihencheck.de

Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - 2021 hat die Allianz Gruppe im dritten Quartal in Folge in allen Geschäftssegmenten eine starke operative Ergebnisentwicklung erzielt, so die Allianz SE (ISIN DE0008404005/ WKN 840400) in der aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Dies zeigt, dass unser Geschäftsmodell gut positioniert ist, die Chancen zu nutzen, die sich aus einer Erholung des globalen Wirtschaftsumfelds und der Finanzmärkte ergeben. In den ersten neun Monaten des Jahres 2021 hat die Gruppe 82 Prozent des Gesamtjahresausblicks von 12 Milliarden Euro erreicht, getragen von allen drei Geschäftsbereichen. Die Geschäftsbereiche Asset Management sowie Lebens- und Krankenversicherung erzielten ihr bisher bestes operatives Ergebnis in einem dritten Quartal; der Geschäftsbereich Schaden- und Unfallversicherung zeigte weiterhin eine starke zugrunde liegende Rentabilität, trotz eines von schweren Naturkatastrophen geprägten Umfeldes.

Das interne Umsatzwachstum, um Währungs- und Konsolidierungseffekte bereinigt, belief sich auf 9,0 Prozent im dritten Quartal 2021 - alle Geschäftsbereiche trugen dazu bei. Der Gesamtumsatz stieg um 9,5 Prozent auf 34,4 (3Q 2020: 31,4) Milliarden Euro. Das operative Ergebnis stieg um 11,3 Prozent auf 3,2 (2,9) Milliarden Euro, getrieben von unseren Geschäftsbereichen Asset Management und Lebens- und Krankenversicherung. Im Geschäftsbereich Asset Management stieg das operative Ergebnis vor allem aufgrund höherer Erträge aus dem verwalteten Vermögen und aufgrund des verbesserten Aufwand-Ertrag-Verhältnisses.

Das operative Ergebnis im Geschäftsbereich Lebens- und Krankenversicherung wuchs vor allem aufgrund einer gestiegenen Kapitalanlagemarge. Das operative Ergebnis im Geschäftsbereich Schaden- und Unfallversicherung blieb im Wesentlichen unverändert, da das höhere versicherungstechnische Ergebnis von einem geringeren Kapitalanlageergebnis ausgeglichen wurde. Der auf die Anteilseigner entfallende Quartalsüberschuss stieg im dritten Quartal 2021 um 2,3 Prozent auf 2,1 (2,1) Milliarden Euro. Der starke Anstieg im operativen Ergebnis wurde zu einem großen Teil von einem Rückgang im nicht-operativen Kapitalanlageergebnis ausgeglichen.

Das Ergebnis je Aktie (Earnings per Share, EPS) stieg in den ersten neun Monaten 2021 um 37,8 Prozent auf 16,64 (12,07) Euro. Die annualisierte Eigenkapitalrendite (Return on Equity, RoE) belief sich auf 14,8 Prozent (Gesamtjahr 2020: 11,4 Prozent). Die Solvency-II-Kapitalquote lag zum Ende des dritten Quartals 2021[3] bei 207 Prozent, verglichen mit 206 Prozent zum Ende des zweiten Quartals 2021.

In den ersten neun Monaten 2021 erhöhte sich das operative Ergebnis um 27,2 Prozent auf 9,9 (7,8) Milliarden Euro. Der operative Gewinn unseres Geschäftsbereichs Lebens- und Krankenversicherung stieg aufgrund einer verbesserten Kapitalanlagemarge sowie höherer Verwaltungskostenzuschläge und Gebühren. Der operative Gewinn des Geschäftsbereichs Schaden- und Unfallversicherung stieg aufgrund des höheren versicherungstechnischen Ergebnisses. Das operative Ergebnis in unserem Geschäftsbereich Asset Management wuchs dank höherer operativer Erträge und konsequenter Kostendisziplin. Der auf Anteilseigner entfallende Periodenüberschuss stieg aufgrund des operativen Ergebnisses zweistellig um 38,3 Prozent.

Am 5. August 2021 hat die Allianz ein neues Rückkaufprogramm für eigene Aktien im Volumen von bis zu 750 Millionen Euro beschlossen. 3,8 Millionen Aktien wurden bis zum 22. Oktober 2021 zurückgekauft. Das entspricht 0,93 Prozent des Grundkapitals.

"Das war unser stärkstes drittes Quartal überhaupt. Ich sehe das als Bestätigung dafür, dass wir in der Lage sind, unseren Kunden und Investoren gleichermaßen zu dienen", sagte Oliver Bäte, Vorstandsvorsitzender der Allianz SE. "Extreme Naturereignisse und kurzfristige makroökonomische Veränderungen unterstreichen die Bedeutung, die Versicherer und Vermögensverwalter für die Gesellschaft haben. Unsere soliden Geschäftsergebnisse belegen, dass wir das auch in Einklang mit einem gesunden finanziellen Ergebnis leisten können."

"Diese Ergebnisse zeigen, dass alle Geschäftsbereiche eine gesunde Dynamik aufweisen. Unser Geschäft ist in hervorragender Verfassung", sagt Giulio Terzariol, Finanzvorstand der Allianz SE. "Ich sehe die Allianz auf einem guten Weg, einen operativen Gewinn am oberen Ende der Zielspanne zu erreichen."

Schaden- und Unfallversicherung: Starkes internes Wachstum

- Der Gesamtumsatz stieg im dritten Quartal 2021 um 9,0 Prozent auf 14,1 (12,9) Milliarden Euro. Bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte belief sich das interne Wachstum auf 7,2 Prozent, hauptsächlich getrieben von einem positiven Volumeneffekt von 5,0 Prozent und einem positiven Preiseffekt von 1,5 Prozent. Die Haupttreiber für diesen Anstieg waren Allianz Partners, AGCS und Euler Hermes.

- Das operative Ergebnis blieb im Wesentlichen unverändert bei 1,3 (1,3) Milliarden Euro im dritten Quartal 2021. Der leichte Anstieg des versicherungstechnischen Ergebnisses wurde durch ein niedrigeres operatives Kapitalanlageergebnis ausgeglichen. Höhere Schäden aus Naturkatastrophen wurden größtenteils durch ein höheres Abwicklungsergebnis sowie durch einen Rückgang der Basisschäden ausgeglichen. Die Kostenquote blieb stabil bei 26,7 Prozent (26,7 Prozent).

- Die Schaden-Kosten-Quote stieg im dritten Quartal 2021 leicht um 0,2 Prozentpunkte auf 94,7 (94,5) Prozent.

"Ich bin stolz darauf, dass wir unseren Kunden, die von den extremen Wetterereignissen in diesem Jahr betroffen waren, mit erheblicher finanzieller Unterstützung zur Seite standen und gleichzeitig eine gute operative Leistung erzielen konnten", sagte Giulio Terzariol. "Unser Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft ist stark und wir konzentrieren uns weiterhin auf Zeichnungsdisziplin und Produktivität, um unseren Kurs bei Wachstum und Gewinn beizubehalten."

In den ersten neun Monaten des Jahres 2021 stieg der Gesamtumsatz auf 47,7 (46,7) Milliarden Euro. Bereinigt um Wechselkurs- und Konsolidierungseffekte betrug das interne Wachstum 2,3 Prozent, vor allem getrieben durch Allianz Partners, AGCS und China. Das operative Ergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum signifikant um 19,2 Prozent auf 4,2 (3,5) Milliarden Euro. Trotz höherer Schäden aus Naturkatastrophen stieg das versicherungstechnische Ergebnis deutlich an. Dies ist vor allem auf vernachlässigbare COVID-19-bedingte Aufwendungen und ein deutlich besseres Abwicklungsergebnis zurückzuführen. Insgesamt verbesserte sich die Schaden-Kosten-Quote in den ersten neun Monaten um 2,1 Prozentpunkte auf 93,9 (96,0) Prozent.

Lebens- und Krankenversicherung: Dynamischer Umsatz und starkes operatives Ergebnis

- PVNBP[4], der Barwert der Neugeschäftsbeiträge, stieg im dritten Quartal 2021 auf 19,7 (12,9) Milliarden Euro. Positive Effekte ergaben sich aus einer Erholung der Umsätze in den USA, dem Management geschlossener Versicherungsbestände in Frankreich und einem anhaltenden Anstieg der Umsätze fondsgebundener Produkte in Italien.

- Die Neugeschäftsmarge erhöhte sich im dritten Quartal 2021 auf 3,4 (2,9) Prozent, aufgrund eines verbesserten Geschäftsmix in Deutschland und Frankreich sowie eines besseren wirtschaftlichen Umfelds. Der Neugeschäftswert kletterte im dritten Quartal 2021 auf 665 (371) Millionen Euro.

- Das operative Ergebnis wuchs im dritten Quartal 2021 auf 1,3 (1,1) Milliarden Euro, was auf einen Anstieg der Kapitalanlagemarge und ein verbessertes technisches Ergebnis zurückzuführen ist. Höhere Verwaltungskostenzuschläge und Gebühren aus dem fondsgebundenen Geschäft in Italien trugen ebenfalls zu dem Ergebnis bei.

"Unser Geschäftsbereich Lebens- und Krankenversicherung wächst dynamisch mit steigenden Margen und profitiert von einer effizienten Geschäftssteuerung in einem sich verbessernden wirtschaftlichen Umfeld", sagte Giulio Terzariol. "Dies ist ein gutes Zeichen für einen nachhaltigen und starken Beitrag zu unseren Konzernergebnissen."

In den ersten neun Monaten 2021 stieg der PVNBP auf 58,9 (42,5) Milliarden Euro, was auf eine Umsatzerholung zurückzuführen ist, sowie auf das aktive Management geschlossener Versicherungsbestände in Frankreich und Italien. Das operative Ergebnis wuchs deutlich auf 3,7 (2,9) Milliarden Euro, vor allem dank einer verbesserten Kapitalanlagemarge und höheren Erträgen aus Verwaltungskostenzuschlägen und Gebühren. Die Neugeschäftsmarge erhöhte sich auf 3,2 (2,9) Prozent, wodurch der Neugeschäftswert auf 1,9 (1,2) Milliarden Euro kletterte.

Asset Management: Exzellentes Ergebnis und Höchststand beim verwalteten Vermögen

- Das für Dritte verwaltete Vermögen erhöhte sich im dritten Quartal 2021 gegenüber dem Ende des zweiten Quartals 2021 um 51 Milliarden Euro auf 1.881 Milliarden Euro. Diese Entwicklung ist vor allem auf umfangreiche Nettomittelzuflüsse von 25,7 Milliarden Euro und vorteilhafte Wechselkurseffekte von 29,5 Milliarden Euro zurückzuführen. Effekte aus Kursveränderungen in Höhe von 4,7 Milliarden Euro wirkten sich gegenläufig aus.

- Das gesamte verwaltete Vermögen stieg zum Ende des dritten Quartals 2021 auf 2.548 Milliarden Euro, was mit dem Wachstum des verwalteten Vermögens für Dritte einher geht. Das Wachstum wurde von allen Regionen und Anlageklassen getragen.

- Das operative Ergebnis stieg im dritten Quartal 2021 um 30,2 Prozent auf 882 (677) Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahresquartal. Das Umsatzwachstum ist vor allem auf das höhere durchschnittliche für Dritte verwaltete Vermögen zurückzuführen und wurde zudem durch die Integration von Allianz Real Estate begünstigt. Um Wechselkurseffekte bereinigt, stieg das operative Ergebnis um 31,0 Prozent. Das Aufwand-Ertrag-Verhältnis verbesserte sich im dritten Quartal 2021 um 4,2 Prozentpunkte auf 57,7 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2020.

"Sowohl PIMCO als auch Allianz Global Investors verzeichnen starke Nettomittelzuflüsse, während das verwaltete Vermögen einen neuen Höchststand erreicht hat", sagte Giulio Terzariol. "Die Ertragskraft unseres Asset-Management-Geschäfts wird durch kontinuierlich verbesserte Anlageperformance, starkes Ertragswachstum und Produktivitätssteigerungen nachhaltig unterstützt."

In den ersten neun Monaten 2021 stiegen die operativen Erträge um 12,3 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro, was auf höhere Erträge aus dem verwalteten Vermögen sowie auf höhere erfolgsabhängige Provisionen zurückzuführen ist. Unser Aufwand-Ertrag-Verhältnis verbesserte sich auf 58,5 (62,1) Prozent. Das operative Ergebnis stieg um 23,0 Prozent auf 2.454 (1.996) Millionen Euro. Um Wechselkurseffekte bereinigt, stieg das operative Ergebnis um 28,9 Prozent. Das für Dritte verwaltete Vermögen stieg im Vergleich zum Jahresende 2020 um 9,9 Prozent oder 169 Milliarden Euro auf 1.881 Milliarden Euro, was insbesondere auf hohe Nettomittelzuflüsse sowie auf günstige Wechselkurs- und Kurseffekte zurückzuführen ist.

[1] Ohne Anwendung von Übergangsmaßnahmen für technische Rückstellungen.

[2] Wie immer stehen die Aussagen unter dem Vorbehalt, dass Naturkatastrophen und widrige Entwicklungen an den Kapitalmärkten sowie andere Faktoren, die in unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen dargelegt sind, das operative Ergebnis und/oder den Jahresüberschuss unserer Einheiten sowie die Ergebnisse des Allianz Konzerns erheblich beeinträchtigen können.

[3] Einschließlich der Anwendung von Übergangsmaßnahmen für technische Rückstellungen betrug die Solvency-II-Kapitalquote zum 30. Juni 2021 236 Prozent und zum 30. September 2021 236 Prozent.

[4] Der Barwert der Neugeschäftsbeiträge wird, sofern nicht anders angegeben, nach den Anteilen anderer Gesellschafter ausgewiesen.

Die Eckdaten der Allianz Gruppe für das 3. Quartal und die ersten neun Monate 2021 sind unter dem folgenden Link zu finden.

München, 10. November 2021

Die Einschätzungen stehen wie immer unter den nachfolgend angegebenen Vorbehalten.

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Abweichungen können sich aus Änderungen der Faktoren ergeben, einschließlich der folgenden, aber nicht beschränkt auf: (i) die allgemeine wirtschaftliche Lage und Wettbewerbssituation in den Kerngeschäftsfeldern und -märkten der Allianz, (ii) die Entwicklung der Finanzmärkte (insbesondere Marktvolatilität, Liquidität und Kreditereignisse), (iii) negative Publizität, aufsichtsrechtliche Maßnahmen oder Rechtsstreitigkeiten in Bezug auf die Allianz Gruppe, andere Finanzdienstleister und die Finanzdienstleistungsbranche im Allgemeinen, (iv) Häufigkeit und Schwere der versicherten Schadenereignisse, einschließlich solcher, die sich aus Naturkatastrophen ergeben, und die Entwicklung der Schadenaufwendungen, (v) Sterblichkeits- und Krankheitsraten bzw. -tendenzen, (vi) Stornoraten, (vii) die Ausfallrate von Kreditnehmern, (viii) Änderungen des Zinsniveaus, (ix) Wechselkurse, insbesondere des Euro/US-Dollar-Wechselkurses, (x) Gesetzes- und sonstige Rechtsänderungen einschließlich steuerlicher Regelungen, (xi) die Auswirkungen von Akquisitionen einschließlich damit zusammenhängender Integrations- und Restrukturierungsmaßnahmen sowie (xii) die allgemeinen Wettbewerbsfaktoren, die in jedem Einzelfall auf lokaler, regionaler, nationaler und/oder globaler Ebene gelten. Viele dieser Veränderungen können durch Terroranschläge und deren Folgen verstärkt werden.

Keine Pflicht zur Aktualisierung

Die Allianz übernimmt keine Verpflichtung, die in dieser Meldung enthaltenen Informationen und Zukunftsaussagen zu aktualisieren, soweit keine gesetzliche Veröffentlichungspflicht besteht.

Sonstiges

Die Zahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurden in Einklang mit den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) erstellt. Die vorliegende Quartalsmitteilung stellt jedoch keinen Zwischenbericht im Sinne des internationalen Rechnungslegungsstandards IAS 34 dar. (10.11.2021/alc/n/a)