Allianz Q3- und 9M-Zahlen: Operatives Ergebnis steigt - Dynamische Umsatzentwicklung - Anleihenews


08.11.19 09:15
anleihencheck.de

Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Die Allianz Gruppe (ISIN DE0008404005/ WKN 840400) schloss ein weiteres erfolgreiches Quartal mit einer starken Geschäftsentwicklung ab, so das Unternehmen in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Die dynamische Umsatzentwicklung und die robuste Profitabilität in allen Geschäftsbereichen sind Ausdruck unserer Strategieumsetzung und untermauern unseren Ausblick für das Gesamtjahr. Das interne Umsatzwachstum, das um Währungs- und Konsolidierungseffekte bereinigt ist, betrug 6,4 Prozent. Zu diesem Wachstum trugen alle Geschäftsbereiche positiv bei, insbesondere unser Geschäftsbereich Lebens- und Krankenversicherung. Der Gesamtumsatz stieg um 8,1 Prozent auf 33,4 (drittes Quartal 2018: 30,9) Milliarden Euro. Das operative Ergebnis war mit 3,0 (3,0) Milliarden Euro stark. Im Geschäftsbereich Asset Management wuchs das operative Ergebnis aufgrund höherer vom verwalteten Vermögen abhängiger Erträge, die teilweise durch höhere Verwaltungsaufwendungen aufgehoben wurden. Im Geschäftsbereich Lebens- und Krankenversicherung stieg das operative Ergebnis, da das Volumenwachstum und eine verbesserte technische Marge eine geringere Kapitalanlagemarge ausglichen. Dagegen sank das operative Ergebnis in unserem Geschäftsbereich Schaden- und Unfallversicherung, vor allem aufgrund eines geringeren Abwicklungsergebnisses von Vorjahresschäden.

Der auf Anteilseigner entfallende Quartalsüberschuss wuchs im Vergleich zum dritten Quartal 2018 leicht um 0,6 Prozent auf 1,9 (1,9) Milliarden Euro; ein höheres nicht-operatives Kapitalanlageergebnis und ein niedrigerer Steuersatz wurden durch eine Normalisierung des auf Minderheiten entfallenden Ergebnisses ausgeglichen.

Das Ergebnis je Aktie (Basic Earnings per Share, EPS) stieg im dritten Quartal 2019 um 2,7 Prozent auf 4,68 (4,55) Euro. Die annualisierte Eigenkapitalrendite (Return on Equity, RoE) lag bei 14,1 Prozent (Gesamtjahr 2018: 13,2 Prozent). Die Solvency-II-Kapitalquote sank von 213 Prozent am Ende des zweiten Quartals 2019 auf 202 Prozent am Ende des dritten Quartals 2019.

In den ersten neun Monaten 2019 wuchs das operative Ergebnis um 4,2 Prozent auf 9,1 (8,7) Milliarden Euro, was vor allem auf einen einmaligen Gewinn aus unserem Geschäftsbereich Lebens- und Krankenversicherung in den Vereinigten Staaten zurückzuführen ist. Höhere vom verwalteten Vermögen abhängige Erträge im Geschäftsbereich Asset Management trugen ebenfalls zum Anstieg bei, wurden aber durch höhere Verwaltungsaufwendungen teilweise aufgehoben. Das operative Ergebnis im Geschäftsbereich Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft ging zurück, da ein höheres versicherungstechnisches Ergebnis das geringere Kapitalanlageergebnis und einen Rückgang des Provisionsergebnisses nicht ausgleichen konnte. Der auf Anteilseigner entfallende Periodenüberschuss stieg auf 6,1 (5,8) Milliarden Euro. Dies war vor allem auf den Anstieg des operativen Ergebnisses zurückzuführen, das die Normalisierung des auf Minderheiten entfallenden Ergebnisses kompensierte.

Am 30. Juli 2019 schloss die Allianz ihr viertes Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von 1,5 Milliarden Euro und 7,3 Millionen Aktien ab. Alle zurückgekauften Aktien werden bis Ende des Jahres eingezogen.

"Die Allianz hat in schwierigen Zeiten erneut sehr gute Ergebnisse erzielt. Wir sind stolz darauf, dass so viele Kunden unseren Produkten und unserer Marke vertrauen", sagte Oliver Bäte, Vorstandsvorsitzender der Allianz SE. "Wir sind im Begriff, trotz deutlich gestiegener externer Herausforderungen, die obere Hälfte unseres Ausblicks für das operative Ergebnis zu erreichen."

Schaden- und Unfallversicherung: Kontinuierliches internes Wachstum in 3Q 2019

- Der Gesamtumsatz stieg im dritten Quartal 2019 um 6,3 Prozent auf 13,2 (12,4) Milliarden Euro. Bereinigt um Wechselkurs- und Konsolidierungseffekte betrug das interne Wachstum 4,8 Prozent. Preis- und Volumeneffekte von 2,5 Prozent bzw. 2,4 Prozent trugen dazu bei.
- Das operative Ergebnis sank im Vergleich zum dritten Quartal 2018 um 10,4 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Dies ist auf das versicherungstechnische Ergebnis zurückzuführen, da die Verbesserungen unserer Kostenquote und unserer Schadenquote im Anfalljahr durch ein geringeres Abwicklungsergebnis von Vorjahresschäden aufgehoben wurden.
- Die Schaden-Kosten-Quote stieg im dritten Quartal 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,2 Prozentpunkte auf 94,3 Prozent.

"Ich freue mich über die anhaltenden Fortschritte bei den Produktivitätssteigerungen in unserem Geschäftsbereich Schaden- und Unfallversicherung", sagte Giulio Terzariol, Chief Financial Officer der Allianz SE. "Unser Geschäft ist in guter Verfassung, wie die starke Umsatzentwicklung zeigt. Unsere Zeichnungspolitik bleibt diszipliniert, während wir von einer gesunden Preisdynamik profitieren, die unsere Rentabilität in Zukunft unterstützt."

In den ersten neun Monaten 2019 stieg der gesamte Umsatz kräftig auf 46,1 (43,3) Milliarden Euro. Bereinigt um Wechselkurs- und Konsolidierungseffekte betrug das interne Wachstum 4,4 Prozent. Da ein höheres versicherungstechnisches Ergebnis durch ein geringeres Kapitalanlageergebnis und einen Rückgang des Provisionsüberschusses ausgeglichen wurde, sank das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,1 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro. Die Schaden-Kosten-Quote für die ersten neun Monate 2019 blieb mit 94,1 (94,0) Prozent nahezu konstant.


Lebens- und Krankenversicherung: Dynamisches Neugeschäftswachstum und robuste Margen

- PVNBP(1), der Barwert der Neugeschäftsbeiträge, wuchs im dritten Quartal 2019 um 20,3 Prozent auf 16,1 (13,4) Milliarden Euro. Maßgeblich hierfür war das Lebensversicherungsgeschäft in Deutschland, den Vereinigten Staaten und Italien. Die Neugeschäftsmarge (NBM) sank im dritten Quartal 2019 auf 3,1 (3,5) Prozent aufgrund der negativen Auswirkungen weiter abgeschwächter wirtschaftlicher Parameter, die durch den besseren Geschäftsmix nur teilweise kompensiert werden konnten.
- Der Neugeschäftswert (VNB) stieg um 3,9 Prozent auf 494 (476) Millionen Euro.
- Das operative Ergebnis stieg im dritten Quartal 2019 auf 1.083 (1.052) Millionen Euro, was im Wesentlichen auf das Volumenwachstum im deutschen Lebensversicherungsgeschäft und in der Region Asien-Pazifik sowie auf eine verbesserte technische Marge in den meisten unserer Geschäfte zurückzuführen ist. Diese Entwicklung wurde teilweise durch eine geringere Marge aus Kapitalanlagen aufgehoben.

"Unser Geschäftsbereich Lebens- und Krankenversicherung verzeichnete in einem schwierigen Zinsumfeld eine robuste Neugeschäftsmarge von 3,1 Prozent", sagte Giulio Terzariol. "Wir arbeiten weiterhin an unseren Produkten, um sowohl für unsere Versicherungsnehmer als auch für unsere Aktionäre attraktive Lösungen anzubieten. Unser Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft ist klar auf Kurs, um unsere Jahresziele zu erreichen."

In den ersten neun Monaten 2019 stieg der Barwert der Neugeschäftsbeiträge vor allem aufgrund der höheren Umsätze im deutschen und US-amerikanischen Lebensversicherungsgeschäft auf 49,0 (42,4) Milliarden Euro. Die Neugeschäftsmarge blieb mit 3,4 Prozent stabil. Der Neugeschäftswert wuchs auf 1,6 (1,5) Milliarden Euro. Das operative Ergebnis stieg auf 3,4 (3,2) Milliarden Euro. Dies ist hauptsächlich auf den positiven Effekt aus der Änderung der Abschreibungsdauer für aktivierte Abschlusskosten im zweiten Quartal 2019 in den Vereinigten Staaten zurückzuführen.

(1) Der Barwert der Neugeschäftsbeiträge wird, sofern nicht anders angegeben, nach den Anteilen anderer Gesellschafter ausgewiesen.

Asset Management: Anhaltend starke Nettomittelzuflüsse – ein weiterer Höchststand für das verwaltete Vermögen

- Das für Dritte verwaltete Vermögen erhöhte sich im dritten Quartal 2019 gegenüber dem Ende des zweiten Quartals 2019 um 90 Milliarden Euro auf 1.681 Milliarden Euro und erreichte damit erneut einen historischen Höchststand. Der Anstieg ist auf günstige Wechselkurseffekte von 49,5 Milliarden Euro, positive Markteffekte von 22,7 Milliarden Euro und Nettomittelzuflüsse von 18,0 Milliarden Euro zurückzuführen.
- Das gesamte verwaltete Vermögen stieg auf 2.280 Milliarden Euro und erreichte damit ein Allzeithoch.
- Das Aufwand-Ertrag-Verhältnis verbesserte sich gegenüber dem dritten Quartal 2018 um 0,8 Prozentpunkte auf 61,7 Prozent. Das operative Ergebnis stieg im dritten Quartal 2019 auf 703 (650) Millionen Euro. Der Anstieg ist auf eine Erhöhung der operativen Erträge, bedingt durch ein höheres durchschnittlich verwaltetes Vermögen zurückzuführen, was teilweise durch höhere Verwaltungsaufwendungen aufgehoben wurde. Auf interner Basis stieg das operative Ergebnis um 4,3 Prozent.

"Mit 1.681 Milliarden Euro an für Dritte verwaltetem Vermögen haben wir wieder ein neues Allzeithoch erreicht - auch unterstützt durch anhaltend starke Nettozuflüsse Dritter seit Jahresbeginn", sagte Giulio Terzariol. "Dies unterstützt die zukünftige Profitabilität unseres Geschäfts und zeigt deutlich, dass wir auf einem guten Weg sind, unser operatives Ergebnisziel für das Gesamtjahr zu erreichen."

In den ersten neun Monaten 2019 stiegen die operativen Erträge um 3,3 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro aufgrund eines höheren durchschnittlich für Dritte verwalteten Vermögens. Ein Rückgang der erfolgsabhängigen Provisionen in Verbindung mit Investitionen in das Geschäftswachstum führte zu einem leichten Anstieg des Aufwand-Ertrag-Verhältnisses um 0,1 Prozentpunkte auf 62,1 Prozent. Das operative Ergebnis stieg um 3,0 Prozent auf 1.954 (1.897) Millionen Euro. Auf interner Basis sank das operative Ergebnis um 1,7 Prozent. Dies war vor allem den niedrigeren erfolgsabhängigen Provisionen geschuldet, welche nur teilweise durch niedrigere Verwaltungsaufwendungen und höhere vom verwalteten Vermögen abhängige Erträge kompensiert wurden. Darüber hinaus führten günstige Markt- und Währungseffekte, Nettomittelzuflüsse sowie die Akquisition von Gurtin Municipal Bond Management zum für Dritte verwalteten Vermögen von 1.681 Milliarden Euro - ein Plus von 245 Milliarden Euro oder 17,1 Prozent gegenüber dem Jahresende 2018. (08.11.2019/alc/n/a)