ANLEIHEN-Woche KW43 - 2021: EYEMAXX, NZWL, R-LOGITECH, Metalcorp, SANHA, TERRGAON, UniDevice, DMAF…


01.11.21 13:30
Anleihen Finder

Brechen (www.anleihencheck.de) - Das Hauptthema am KMU-Anleihemarkt in der letzten Oktober-Woche des Jahres (Kalenderwoche 43 vom 25.10. bis 29.10.2021) ist die nicht geleistete Zinszahlung der EYEMAXX Real Estate AG (ISIN DE000A0V9L94/ WKN A0V9L9) auf die 5,50%-Anleihe 2018/23 (ISIN DE000A2GSSP3/ WKN A2GSSP), berichtet die Anleihen Finder Redaktion.

Nach Angaben von EYEMAXX seien bisher nicht eingegangene Zahlungszuflüsse aus getätigten Projektverkäufen im mittleren einstelligen Millionenbereich dafür verantwortlich. Noch habe das Unternehmen Zeit die Zinszahlung nachzureichen. Die EYEMAXX-Anleihe 2018/23 laufe noch bis 25.04.2023 und sei mit einem Zinskupon von 5,50% p.a. ausgestattet. Sie habe ein aufgestocktes Gesamtvolumen in Höhe von 55,00 Mio. Euro. Zudem sei das österreichische Immobilienunternehmen derzeit noch mit zwei weiteren Anleihen am Kapitalmarkt vertreten.

In dieser Woche habe ebenfalls die Zeichnungsphase für die neue 6,00%-Anleihe 2021/26 (ISIN DE000A3MP5K7/ WKN A3MP5K) der Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig GmbH begonnen. Die Anleihe habe ein Zielvolumen von 15 Mio. Euro. Bis zum 11. November 2021 könnten Anleger ab einer Mindestzeichnungssumme von 1.000 Euro die neue Anleihe des Leipziger Automobilzulieferers zeichnen. Zudem laufe noch bis zum 5. November 2021 ein Umtauschangebot für Inhaber der NZWL-Kurzläufer-Anleihe 2020/22 (ISIN DE000A289EX3/ WKN A289EX). Die zufließenden Mittel aus der Emission sollten neben der Refinanzierung der Alt-Anleihe 2020/22 für Investitionen in neue Produkte der Elektromobilität verwendet werden.

Die SunMirror AG (ISIN CH0396131929/ WKN A2JCKK) beabsichtige die Begebung einer Pflichtwandelanleihe mit einem angestrebten Bruttoerlös von 20 Mio. Euro. Der Wandlungspreis werde bei rund 70 Euro pro Aktie erwartet. Das Volumen solle im Rahmen einer Privatplatzierung von ausgewählten institutionellen Investoren gezeichnet werden können. Auch die Solutiance AG (ISIN DE0006926504/ WKN 692650) plane die Emission einer Wandelanleihe mit Bezugsrecht der Aktionäre mit einem Volumen von bis zu 1 Mio. Euro. Die Wandelanleihe werde eine Laufzeit von zwei Jahren haben, der Zinssatz betrage 6% p.a. bei halbjährlicher Zahlung und der Wandlungspreis betrage 1,00 Euro je Aktie. Die Wandelanleihe diene als Brückenfinanzierung.

Die R-LOGITECH S.A.M. habe in den ersten neun Monaten des Jahres 2021 einen Umsatz von 626 Mio. Euro (+26,4% gegenüber Vorjahreszeitraum) und ein EBITDA von 95 Mio. Euro (+16,1% gegenüber Vorjahreszeitraum) erzielt. R-LOGITECH erwarte auch für das Gesamtjahr 2021 einen deutlich über dem Niveau von 2020 liegenden Umsatz und EBITDA. Auch die Schwestergesellschaft Metalcorp Group S.A. verzeichne im 9-Monatszeitraum 2021 einen Anstieg des Umsatzes und der Rentabilität. In den ersten neun Monaten 2021 habe Metalcorp einen Umsatz von 432,9 Mio. Euro (+33,2% gegenüber Vorjahreszeitraum) sowie ein EBITDA von 39,8 Mio. Euro (+80,0% gegenüber Vorjahreszeitraum) erwirtschaftet und übertreffe damit bereits das gesamte Vorjahres-EBITDA.

Die SANHA GmbH & Co. KG habe in den ersten neun Monaten 2021 einen unerwartet starken Umsatzanstieg um 25,6% auf 89,4 Mio. Euro (Vorjahr: 71,2 Mio. Euro) erzielt und liege damit nach eigenen Angaben "deutlich über Plan". SANHA begründe das starke Wachstum mit einer unerwartet hohen Nachfrage in allen Produktbereichen. Das EBITDA verbessere sich trotz steigender Kosten in den ersten neun Monaten 2021 um rund 1,6 Mio. Euro auf 8,3 Mio. Euro.

Die TERRAGON AG müsse ihren Zinskupon in der nächsten Zinsperiode vom 24. Mai 2022 bis 24. Mai 2023 um 0,5% auf 7,00% erhöhen. Grund dafür sei, dass die in den Anleihebedingungen der TERRAGON-Anleihe festgelegte Erhöhung des Konzern-Eigenkapitals auf mehr als 12 Mio. Euro zum 31. Dezember 2020 und nun auch zum 30.06.2021 nicht erreicht worden sei. Sowohl der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS (DMAF) (ISIN LU0974225590/ WKN A1W5T2) als auch der Europäische Mittelstandsanleihen FONDS (EMAF) hätten die vorzeitige Rückzahlung für die in ihren jeweiligen Portfolien gehaltene Anleihe 2019/23 der Infront AS (ISIN NO0010850613/ WKN A2R1TL) zu 102,447% erhalten. Im Gegenzug hätten beide Fonds die neue Anleihe des Unternehmens (ISIN NO0011130155/ WKN A3KX1Y) mit variabler Verzinsung (3M EURIBOR +425bps) gezeichnet und eine Zuteilung erhalten. Des Weiteren hätten DMAF und EMAF die neue 10,75%-Anleihe der 4finance S.A. (ISIN NO0011128316/ WKN A3KX4Q) mit einer Laufzeit bis 2026 neu in ihre Portfolien aufgenommen.

Die SINGULUS TECHNOLOGIES AG (ISIN DE000A1681X5/ WKN A1681X) habe ihre für diese Woche geplante zweite Gläubigerversammlung verschoben. Als Grund nannte das Unternehmen, aktuell laufenden Verhandlungen über ein erhebliches Auftragsvolumen, die im Erfolgsfall dazu führen könnten, dass sich die Entscheidungsgrundlage für die geplante Beschlussfassung der AGV ändere, so Anleihen Finder. Im späteren Verlauf der Woche melde das Unternehmen dann den Abschluss einer Reihe von Verträgen für die Lieferung von Anlagen zur Produktion von Dünnschicht-Solarmodulen nach China im Gesamtvolumen von rd. 25 Mio. Euro und verzichte somit gänzlich auf die Beschlüsse der AGV. In den ersten neun Monaten des Jahres habe SINGULUS darüber hinaus deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerungen gegenüber dem Berichtszeitraum des Vorjahres erzielen können, dennoch bleibe das EBIT weiterhin negativ.

Die publity AG (ISIN DE0006972508/ WKN 697250) habe im ersten Halbjahr 2021 trotz COVID-19-Pandemie einen Gewinn von rund 4,6 Mio. Euro erzielt und liege demnach "voll im Plan". Für das Gesamtjahr 2021 erwarte publity unverändert, dass der Umsatz leicht unter dem Vorjahresniveau (2020: 16,1 Mio. Euro) liegen werde. Der Jahresüberschuss werde in einer Bandbreite von 9 bis 12 Mio. Euro prognostiziert.

Die Geschäftsentwicklung der UniDevice AG (ISIN DE000A11QLU3/ WKN A11QLU) werde seit Mitte September durch Störungen in den internationalen Lieferketten negativ beeinträchtigt. So liege der Umsatz im dritten Quartal unter der Vorjahresperiode. Insgesamt würden in der ersten neun Monaten 2021 sowohl Umsatz (-12,1%) als auch Gewinn (-15,1%) unter der Vorjahresperiode liegen. Für die Monate November und Dezember erwarte das Unternehmen weiterhin eine schwierige Liefersituation. Auch die Entwicklung der Pentracor GmbH, die nach eigenen Angaben ein gutes drittes Quartal verzeichne, werde weiterhin von der Corona-Pandemie beeinflusst. In den ersten neun Monaten 2021 verzeichne die Pentracor GmbH mit rund 0,89 Mio. Euro deutlich höhere Umsatzerlöse als im Gesamtjahr 2020 (0,35 Mio. Euro).

Die Noratis AG (ISIN DE000A2E4MK4/ WKN A2E4MK) hat 148 Wohneinheiten mit einer Gesamtwohnfläche von rd. 9.500 m² an drei Standorten in der Metropolregion Hamburg erworben und ihr Immobilienportfolio im Norden von Deutschland somit weiter ausgebaut. Die Veganz Group AG habe die Preisspanne für den geplanten Börsengang auf 85,00 bis 110,00 Euro je Aktie festgelegt und die Deutsche Rohstoff-Beteiligung Bright Rock habe mit der Produktion von Öl und Gas auf den im vergangenen Jahr erworbenen Flächen im Bundesstaat Wyoming begonnen.

Den kompletten Beitrag finden Sie hier. (News vom 29.10.2021) (01.11.2021/alc/n/a)






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