ANLEIHEN-Woche KW17 - 2021: hep, Zeitfracht, Eyemaxx, UBM und andere - Anleihenews


03.05.21 11:15
Anleihen Finder

Brechen (www.anleihencheck.de) - In der Kalenderwoche 17 vom 26.04. bis 30.04.2021 haben zahlreiche Anleihe-Emittenten am KMU-Anleihemarkt ihre finalen Geschäftszahlen für das Pandemie-Jahr 2020 veröffentlicht, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.

Zudem habe die Zeichnungsfrist für die Premieren-Anleihe (ISIN DE000A3H3JV5 / WKN A3H3JV) des Photovoltaik-Unternehmens hep global GmbH begonnen. Zwischen dem 29.04. und dem 12.05.2021 könnten Anleger die 6,50%-Anleihe zeichnen. Das Gesamtvolumen der als Green Bond klassifizierten Anleihe betrage bis zu 25 Mio. Euro. "Wir sehen unseren Green Bond als einen attraktiven neuen Baustein in unserem Finanzierungsmix und vor allem auch als den nächsten logischen Schritt unserer Entwicklung. Denn durch diese Anleihe-Emission möchten wir uns den Zugang zum Kapitalmarkt dauerhaft erschließen", habe hep-CEO Christian Hamann in der vergangenen Woche im Gespräch mit der Anleihen Finder Redaktion gesagt.

Das öffentliche Zeichnungs-Angebot für die Debüt-Anleihe der Zeitfracht Logistik Holding GmbH sei unterdessen bereits beendet. Das Logistik-Unternehmen könne mit seiner ersten Unternehmensanleihe 2021/26 (ISIN DE000A3H3JC5 / WKN A3H3JC) ein Volumen von 25 Millionen Euro am Kapitalmarkt einsammeln. Das Maximalvolumen der Anleihe betrage bis zu 60 Mio. Euro. Der finale Zinskupon der Anleihe sei dabei auf 5,00% p.a. festgelegt worden.

Die UBM Development AG habe indes die Emission einer neuen fünfjährigen Unternehmensanleihe mit Nachhaltigkeitsbezug mit einem Zinskupon von 3,125% p.a. und einer Stückelung von 500 Euro beschlossen. Das Emissionsvolumen solle bei bis zu 75 Mio. Euro liegen, inkl. einer Aufstockungsoption auf bis zu 125 Mio. Euro. Zudem gebe es ein seit dem 27.04. laufendes vorgelagertes Umtauschangebot für Anleger der UBM-Anleihe 2017/22.

Aufatmen bei der Eyemaxx Real Estate AG - die Anleihegläubiger des Unternehmens hätten am Donnerstag vergangener Woche den Anpassungen der Anleihebedingungen für die Anleihen 2018/23, 2019/24 und 2020/25 mit deutlicher Mehrheit und beschlussfähigen Quoren zugestimmt. Allen voran sei die Senkung bzw. Einhaltung der Mindest-Eigenkapitalquote im Konzern von 15% in den Anleihebedingungen und die Anpassung von Sonderkündigungsrechten beschlossen worden, um Eyemaxx zukünftig auch bei kurzfristigen Bewertungsschwankungen größeren Spielraum zu gewährleisten.

Die Quant.Capital GmbH & Co. KG sei seit Ende vergangenen Jahres mit einer Anleihe am KMU-Anleihemarkt vertreten. Der QCKG-Minibond werde jährlich mit 7,50% p.a. verzinst und habe ein Gesamtvolumen von bis zu 8 Mio. Euro. Die Anleihen Finder Redaktion habe in der vergangenen Woche mit Geschäftsführer Dr. Dieter Falke über die bisherige Platzierung sowie die ersten Schritte am Kapitalmarkt gesprochen. In einem aktuellen Anleihen-Barometer hätten die Analysten der KFM Deutsche Mittelstand AG die 5,50%-Anleihe der Opus Chartered Issuances S.A. Compartment 35 (kurz: "DPL-Anleihe") als "attraktiv" mit 4 von möglichen 5 Sternen bewertet. Die Anleihe befinde sich seit Kurzem im Portfolio des Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS.

Finale Zahlen aus dem Geschäftsjahr 2020 - die eterna Mode Holding GmbH müsse aufgrund der Corona-Pandemie Umsatz-Einbußen in Höhe von 25,8% auf 78,7 Mio. Euro (Vorjahr: 106,0 Mio. Euro) hinnehmen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) habe sich auf 5,2 Mio. Euro verringert, das Konzernergebnis auf minus 9,1 Mio. Euro. Die HÖRMANN Gruppe müsse im Geschäftsjahr 2020 ebenfalls Einbußen hinnehmen, so habe der Umsatz bei 521,5 Mio. Euro (Vorjahr: 622,2 Mio. Euro) gelegen, das EBITDA bei 25,5 Mio. Euro (Vorjahr: 35,6 Mio. Euro) und das EBIT bei 12,6 Mio. Euro (Vorjahr: 23,7 Mio. Euro).

Die Homann Holzwerkstoffe GmbH habe im Geschäftsjahr 2020 trotz leichter Umsatzrückgänge durch die Pandemie beim EBITDA einen Rekordwert erzielt. So seien laut Unternehmensangaben zwar die Erlöse um 4,0% auf 262,8 Mio. Euro gesunken, das operative EBITDA hingegen habe von 47,1 Mio. Euro auf 49,4 Mio. Euro gesteigert werden können. Die EBITDA-Marge habe sich folglich von 17,1% auf 19,1% erhöht. Die LR Gruppe erziele 2020 einen Rekordumsatz von 284,6 Mio. Euro (Vorjahr: 224,8 Mio. Euro) und steigere das EBITDA von 24,1 Mio. Euro auf 42,5 Mio. Euro. Der Deutsche Rohstoff Konzern verzeichne im Geschäftsjahr 2020 wie bereits nach vorläufigen Zahlen berechnet einen Verlust von 16,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro). Für das aktuelle und das kommende Geschäftsjahr sei das Management der Deutsche Rohstoff AG aber wieder deutlich optimistischer.

Die Noratis AG habe das Geschäftsjahr 2020 plangemäß abgeschlossen. Der Immobilienbestand habe deutlich um rd. 50% ausgebaut werden können. Für den Ausbau des Portfolios habe Noratis im vergangenen Jahr aber bewusst auf größere Immobilienverkäufe verzichtet. Dementsprechend habe das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in dem erstmals nach IFRS aufgestellten Jahresabschluss wie erwartet mit 8,2 Mio. Euro unter dem vergleichbaren IFRS-Vorjahreswert von 15,8 Mio. Euro gelegen. Der Konzernüberschuss habe bei 2,8 Mio. Euro nach 8,3 Mio. Euro im Jahr 2019 gelegen.

Für 2021 rechne Noratis neben einem weiteren Ausbau des Immobilienbestandes mit einer deutlichen Ausweitung der Verkaufserlöse und somit mit einem deutlich höheren EBIT als im Vorjahr. Die DF Deutsche Forfait Gruppe habe trotz Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2020 ein positives Konzernergebnis in Höhe von 6,8 Mio. Euro erwirtschaftet, was wesentlich auf einen Einmal-Effekt aus Steueransprüchen zurückzuführen sei. Die Media and Games Invest plc. habe im 1. Quartal 2021 mit einem Umsatzwachstum von 96% ein neues Rekordquartal erwirtschaftet. Das bereinigte EBITDA habe um +127% zugelegt, das bereinigte EBIT um +137%.

Die BENO Holding AG habe in der vergangenen Woche ihre in 2014 begebene Wandelanleihe 2014/21 (ISIN DE000A11QP91 / WKN A11QP9) vollständig und fristgerecht zurückgeführt. Die Wandelanleihe im Umfang von 10 Mio. Euro sei in Höhe von 1,8 Mio. Euro in Aktien der Gesellschaft gewandelt worden. Etwa 3,18 Mio. Euro der Wandelanleihe seien bereits Ende November 2020 in die neue siebenjährige BENO-Unternehmensanleihe 2020/27 getauscht worden. Die ausstehenden Anleihen in Höhe von rd. 5 Mio. Euro seien zurückgezahlt worden. Davon habe auch der Rentenfonds Bonds Monthly Income profitiert, der die BENO-Wandelanleihe in seinem Portfolio gehabt habe. Neben dem jährlichen Zinskupon von 5% sei die Wandelanleihe nämlich zu stattlichen 117,5% des Nennwertes zurückgezahlt worden.

Den kompletten Beitrag zusammen mit den wichtigsten KMU-Anleihen-News der KW17 - 2021 im Überblick finden Sie hier. (News vom 01.05.2021) (03.05.2021/alc/n/a)





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