ADLER Real Estate: Wesentliche Kennzahlen in H1/2019 verbessert - Anleihenews


14.08.19 09:49
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Berlin (www.anleihencheck.de) - ADLER Real Estate: Wesentliche Kennzahlen in H1/2019 verbessert - Anleihenews

Das erste Halbjahr 2019 hat für die ADLER Real Estate AG (ISIN: DE0005008007, WKN: 500800, Ticker-Symbol: ADL) einen erfolgreichen Verlauf genommen, so das Untenrehmen in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Mit Erlösen aus der Portfoliobereinigung von mehr als einer halben Milliarde Euro, einer fortschreitenden Verbesserung der Kapitalstruktur durch die Ablösung von Altkrediten und Refinanzierungen zu attraktiven Konditionen hat das Unternehmen seine Planungen erfolgreich realisiert.

Portfolio-Maßnahmen

Im Berichtszeitraum hat das Unternehmen weiter darauf hingearbeitet, sich als ein ausschließlich auf Wohnimmobilien in Deutschland konzentriertes Immobilienunternehmen zu positionieren. Dazu wurden verschiedene Teile des Portfolios veräußert.

Verkäufe von Wohnimmobilien

Ende Dezember 2018 hatte ADLER den Verkauf von etwa 3.700 nicht zum Kerngeschäft gehörenden Wohneinheiten im Rahmen von zwei getrennten Transaktionen bekannt gegeben. Diese wurden im ersten Quartal 2019 umgesetzt. Die betroffenen Immobilien wiesen in Summe einen Bruttoimmobilienwert (GAV) von EUR 179,2 Millionen aus, was einem Aufschlag zum Buchwert von etwa drei Prozent entsprach.

Verkäufe von Einzelhandelsimmobilien

Im Rahmen zweier weiterer Transaktionen wurden 14 verschiedene Immobilien mit einem Bruttoimmobilienwert von EUR 321,7 Millionen veräußert. Das entspricht etwa 67 Prozent des gesamten Gewerbeportfolios der Brack Capital Properties N.V. (BCP), das mit der Übernahme im April 2018 erworben worden war.

Der erste Teil dieses Portfolios wurde Ende März 2019 verkauft, das Closing erfolgte im zweiten Quartal 2019. Diese Tranche umfasste drei Einzelhandelsimmobilien in Rostock, Celle und Castrop-Rauxel mit einem GAV von EUR 180,6 Millionen und wurde mit einem Aufschlag von etwa 7,6 Prozent zum Buchwert des Eigenkapitals veräußert. Die zweite Tranche wurde Ende Juni 2019 verkauft und beinhaltete 11 Einzelhandelsimmobilien mit einem GAV von EUR 141,1 Millionen, was einem Abschlag zum Buchwert von 8,8 Prozent entsprach.

Insgesamt belief sich der Wert der veräußerten Immobilien auf EUR 321,7 Millionen mit einem durchschnittlichen Abschlag zum Buchwert von etwa 2,3 Prozent. Für die verbleibenden Gewerbeimmobilien, die noch einen Wert von EUR 158,2 Millionen haben, liegen bereits verschiedene Interessensbekundungen von Immobilieninvestoren vor. Sie sollen im Verlauf der Jahre 2019 und 2020 verkauft werden.

Eigene Aktien zum Erwerb von Immobilien eingesetzt

Wie bereits im Juli 2019 mitgeteilt, hat ADLER Real Estate 980.000 eigene Aktien genutzt, um Teile des Kaufpreises für 72 Wohnungseinheiten in Potsdam und Berlin mit einem GAV von EUR 37 Millionen zu zahlen. Die eigenen Aktien wurden zu einem Kurs von 14,50 Euro je Aktie getauscht, was einem Aufschlag von 24,8 Prozent zum maßgeblichen Schlusskurs von EUR 12,00 entspricht. ADLER hält seitdem noch 1.603.232 eigene Aktien im Bestand.

Nettomieteinnahmen stiegen um 16,6 Prozent auf EUR 127.2 Millionen gegenüber Vorjahreszeitraum

Zum Ende des ersten Halbjahres 2019 umfasste das Gesamtportfolio der ADLER Real Estate 58.095 Wohneinheiten. Die Nettomieteinnahmen stiegen im Jahresvergleich um 16,6 Prozent auf EUR 127,2 Millionen. Die deutliche Steigerung ist auf operative Verbesserungen durch das Insourcing des Property und des Facility Managements sowie auf die Akquisition von BCP zurückzuführen. Dadurch haben sich alle wesentlichen Leistungskennzahlen verbessert. ADLER erreichte auf Basis einer Like-for-like-Betrachtung ein Wachstum der Nettomieteinnahmen um 3,4% und im Jahresvergleich eine Reduzierung der Leerstandsquote um 1,3 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent. Die monatliche Durchschnittsmiete stieg auf EUR 5,54 pro qm (H1 2018: EUR 5,40 pro qm).

Seit Anfang des Jahres ist die Leerstandsquote bezogen auf das Gesamtportfolio marginal auf 6,4 Prozent gestiegen. Dies war teilweise bedingt durch die saisonale Fluktuation und die Auswirkungen von Investitionsmaßnahmen. Zudem wurden im Rahmen des aktiven Portfoliomanagements Maßnahmen ergriffen, um Mietrückstände zu reduzieren und solvente Folgemieter zu finden. Diese Schritte schaffen eine gute Basis für ein langfristiges Wachstum der Nettomieteinnahmen. Kurzfristige Effekte machen es aber wahrscheinlich nötig, das Ziel, die Leerstandsquote bis zum Ende des Jahres 2019 auf 5,0 Prozent zu senken, zeitlich zu verschieben. Daher wird vorsichtshalber die Prognose für die Leerstandsquote zum Jahresende auf 6 Prozent abgeändert.

FFO I steigt um 18,8 Prozent auf EUR 41,7 Millionen

Zum Ende des ersten Halbjahres 2019 belief sich der FFO I auf EUR 41,7 Millionen, was im Jahresvergleich einer Steigerung von 18,8 Prozent entspricht (H1 2018: EUR 35,1 Millionen). Der verwässerte FFO I pro Aktie betrug EUR 0,53 (H1 2018: EUR 0,44). Der deutliche Anstieg beim FFO I spiegelt dabei die gute operative Leistungsentwicklung wider, aber auch die positiven Auswirkungen der Akquisition der BCP im April 2018.

Weitere Verbesserung des EPRA NAV auf EUR 1.754,2 Millionen

Der EPRA NAV (bereinigt um Goodwill und voll verwässert) betrug zum Ende des Berichtszeitraums EUR 1.754,2 Millionen, was einer Steigerung um 7,0 Prozent gegenüber EUR 1.639,0 zum Jahresende 2018 entspricht. Der verwässerte EPRA NAV pro Aktie (bereinigt um Goodwill) belief sich auf EUR 22,23 (Jahresende 2018: EUR 20,77).

Durchschnittliche Fremdkapitalverzinsung (WACD) auf 2,08 Prozent gesunken

Mit Zielrichtung auf die seit längerem angestrebte Verringerung der Kapitalkosten platzierte ADLER Real Estate im April erfolgreich eine Anleihe über EUR 400 Mio. mit einer Laufzeit von drei Jahren und einem Kupon von 1,5 Prozent. Der Emissionserlös wurde und wird zur Refinanzierung höher verzinslicher Verbindlichkeiten eingesetzt. Die Anleihe wurde mit einem für eine mit BB+ geratete Anleihe äußerst niedrigen Risikoaufschlag emittiert, was auf die deutlich verbesserte Kapitalstruktur und die gestiegene Ertragskraft des Unternehmens zurückzuführen ist. Im Juni wurde ein Teil der Emissionserlöse dazu verwendet, die mit 4,75 Prozent verzinste Anleihe 2015/2020 vorzeitig zurückzuzahlen. Weitere Verbindlichkeiten wurden ebenfalls refinanziert. Durch die Refinanzierungen konnten annualisierte Zinsaufwendungen von rund EUR 12 Millionen eingespart werden, die dem FFO I zugutekommen. Als Folge konnte die FFO I-Prognose für 2019 von EUR 80 - 85 Millionen auf EUR 83 - 86 Millionen angehoben werden.

"Die transformativen Effekte der Übernahme von BCP und der damit verbundenen Veräußerungen haben Werte geschaffen, die wir weiter ausbauen werden. Da wir gleichzeitig die Mieteinnahmen deutlich steigern konnten und auch mit unserem Restrukturierungsmanagement erfolgreich waren, hat das zu einer signifikanten Schärfung des Profils von ADLER geführt", erklärte Tomas de Vargas Machuca, Co-CEO von ADLER Real Estate AG. "Das erste Halbjahr 2019 ist ein Beleg dafür, dass wir mit den unterschiedlichen Maßnahmen unsere Position als ein wertschaffendes Unternehmen im deutschen Markt für bezahlbare Wohnimmobilien weiter stärken konnten."

Maximilian Rienecker, Co-CEO der ADLER Real Estate AG, ergänzte: "Die Reduzierung unserer Fremdkapitalkosten war eine unserer Kernaufgaben. Die Anstrengungen im ersten Halbjahr haben sich gelohnt, haben wir doch die durchschnittliche Fremdkapitalverzinsung von 2,23 Prozent auf 2,08 Prozent reduziert. Die dadurch ersparten Aufwendungen werden sich unmittelbar auf der Ergebnisebene wiederfinden." (14.08.2019/alc/n/a)






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