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USA: Protokoll der letzten FOMC-Zinssitzung steht im Fokus


05.07.17 11:15
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - In den USA richtet sich heute das Augenmerk auf das Protokoll der letzten FOMC-Zinssitzung, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

So erwarte man sich Hinweise darauf, ob der avisierte dritte Zinsschritt in diesem Jahr eher im September oder erst im Dezember zu erarten sein werde. Aufschluss könnte das Sitzungsprotokoll auch hinsichtlich des Beginns der Bilanzreduzierung geben. Die Analysten der Raiffeisen Bank International AG würden davon ausgehen, dass das Protokoll die Präferenz der FOMC-Mitglieder eher zu einem baldigen Start der Bilanzreduzierung verbunden mit einer Pause bei den Zinsanhebungen zeigen werde.

Diesseits des Atlantiks stünden heute aus Datensicht weitere Länderveröffentlichungen (Spanien, Italien) der PMIs (Dienstleistungssektor) für den Monat Juni auf dem Programm. Nachdem die in der vergangenen Woche getätigten Äußerungen Draghis für einen Renditeanstieg gesorgt hätten, habe EZB-Direktoriumsmitglied Praet gestern gegenzusteuern versucht. So habe dieser unterstrichen, dass die Inflationsprognosen der EZB in entscheidendem Maße auf einer weiterhin unterstützenden geldpolitischen Ausrichtung aufbauen würden (was die EZB auch in der Vergangenheit immer wieder betont habe).

Auf dem Primärmarkt habe Österreich gestern Anleihen mit Fälligkeit 2027 (Emissionsrendite: 0,681%; EUR 0,69 Mrd.) und 2047 (Emissionsrendite: 1,6%; EUR 0,575 Mrd.) aufgestockt. Deutschland sei mit einer 2030 fällig werdenden Anleihe aktiv gewesen (inflationsindexiert; Emissionsrendite: -0,45%; EUR 0,41 Mrd.). Für heute habe sich Deutschland wiederum mit einer fünfjährigen (2022) Anleihe angekündigt. (05.07.2017/alc/m/a)