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Zinssenkung voraus


12.07.19 15:48
Börse Stuttgart

Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Die FED stehe bereit, "angemessen zu reagieren", um nachhaltiges Wachstum zu sichern - so äußerte sich Jerome Powell, Chef der US-Notenbank, anlässlich der halbjährlichen Anhörung im US-Kongress über die derzeitige geldpolitische Ausrichtung, so die Börse Stuttgart.

Ein Satz, der als das von den Märkten erhoffte Signal auf Zinssenkungen gelte.

Powell zufolge handele es sich um drei Faktoren, die die US-Konjunktur belasten würden: Zum einen der nach wie vor schwelende Handelskonflikt zwischen den USA und China, zum anderen die Ungewissheit ob der schwächelnden Weltwirtschaft. Außerdem sehe die Notenbank die Gefahr, dass sich die gedämpfte Inflation als hartnäckiger erweise als gedacht.

Aufgrund dessen peile die FED bei ihrer Sitzung am 30. und 31. Juli wohl die erste Zinssenkung seit der Finanzkrise 2008 an - und die Märkte hätten am Mittwoch prompt reagiert. Die großen Indices seien vor Freude auf Rekordhochs geklettert, der S&P 500 gar zum ersten Mal über die Marke von 3.000 Punkten. Gleichzeitig sei die Rendite zehnjähriger US-Anleihen von 2,101% auf 2,046% gefallen.

Im Fokus der Anleger dürfte auch das nach Redaktionsschluss veröffentlichte Protokoll der EZB-Sitzung im Juni stehen. Sollten die durch EZB-Chef Mario Draghi angedeuteten geldpolitischen Lockerungen von den übrigen Ratsmitgliedern geteilt werden, dürften die Spekulationen über eine Senkung des Leitzinses und ein Fortsetzen der Anleihekäufe der EZB neue Nahrung erhalten. (12.07.2019/alc/a/a)