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ZEW-Experte Heinemann: Trumps Wirtschaftspolitik zwingt die Fed zu weiteren Zinserhöhungen


14.06.18 11:30
anleihencheck.de

Mannheim (www.anleihencheck.de) - Die US-amerikanische Notenbank FED hat in ihrer jüngsten Entscheidung wie erwartet den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf eine Spanne von 1,75 Prozent bis 2,0 Prozent angehoben, so das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Seit Ende 2015 ist das nunmehr die sechste Zinserhöhung. Prof. Dr. Friedrich Heinemann, Leiter des Forschungsbereichs "Unternehmensbesteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft" am ZEW, nimmt dazu Stellung.

"Die FED handelt unter Jerome Powell, wie jede verantwortungsvolle Zentralbank bei steigender Überhitzungsgefahr der Konjunktur handeln muss. Die Zinserhöhungen sind dabei auch eine Antwort auf ‚Trumpenomics‘. Die FED ist mit einer Administration konfrontiert, die mitten im Boom massive Steuersenkungen durchführt und Unternehmen zu umfassenden Gewinnrückführungen in die USA veranlasst. Hinzu kommt die Absage der Trump-Administration an offene Märkte mit neuen Zöllen, die sich in steigenden Importpreisen niederschlagen. All dies erhöht den Inflationsdruck und wird die FED künftig zu weiteren Zinserhöhungen zwingen." (14.06.2018/alc/a/a)