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US-Präsident Trump attackiert erneut die FED


15.04.19 10:30
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Äußerungen von US-Finanzminister Steven Mnuchin am Wochenende deuten darauf hin, dass die USA und China bei der Ausarbeitung eines Handelsabkommens inzwischen auf der Zielgerade liegen, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Mnuchin habe gesagt, das angestrebte Abkommen werde Kontrollmechanismen enthalten, die sicherstellen würden, dass sich beide Seiten an die getroffenen Vereinbarungen halten würden. Die USA würden in diesem Zusammenhang auch die Festschreibung von Strafen akzeptieren, sollte man selbst gegen das Abkommen verstoßen. Dass man inzwischen offenbar über Formalitäten eines Abkommens spreche deute daraufhin, dass man sich inhaltlich weitgehend geeinigt zu haben scheine.

Ebenfalls am Wochenende habe US-Präsident Donald Trump eine erneute Breitseite gegen die US-Notenbank FED gefeuert. Hätte diese ihren Job richtig gemacht, was sie nicht habe, lägen die Aktienindices 5.000 bis 10.000 Punkte höher und die Wirtschaft wüchse mitmehr als 4% statt mit 3%, so Trump. Insbesondere die quantitative Straffung, sprich der Abbau der Notenbankbilanz sei völlig falsch. Die FED hätte im Gegenteil ihre Bilanz noch weiter vergrößern sollen. Diese Äußerungen seien insofern brisant als Trump aktuell versuche, zwei mit ihm befreundete Kandidaten für das FED-Board durchzusetzen, deren Qualifikation selbst unter republikanischen Abgeordneten mindestens umstritten sei.

Die beiden wichtigsten Datenveröffentlichungen in dieser Woche seien am Donnerstag die amerikanischen Einzelhandelsumsätze sowie die Schnellschätzung der Einkaufsmanagerindices im Euroraum.

Die Slowakei werde heute zwei Fixzinsanleihen mit Fälligkeit im Juni 2028 bzw. Januar 2031 aufstocken. (15.04.2019/alc/a/a)