US-Notenbank hat mehr Raum, um die Leitzinsen abzusenken


26.06.19 12:00
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Um fast zwei Prozent hat der Euro seit letztem Dienstag gegenüber dem US-Dollar aufgewertet und schien sich gestern bei 1,14 USD einzupendeln, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Die US-Notenbank habe schlicht mehr Raum, um die Leitzinsen abzusenken, auch wenn die EZB aller Voraussicht nach im September den Einlagezinssatz ebenfalls nochmals senken dürfte. Der Markt erwarte allerdings auch bereits eine ganze Menge von der FED. Gemessen an Terminkontrakten werde mit einer Leitzinssenkung um 0,5 Prozentpunkte im Juli mit einer Wahrscheinlichkeit von 36 Prozent gerechnet. Und noch scheinen die niedrigen Zinsen auch nicht den erwünschten Effekt zu haben, so die Deutsche Bank AG. Um rund einen Prozentpunkt sei die 30-jährige US-Hypothekenrate seit ihrem Höchststand Anfang November gefallen. Mit momentan 3,89 Prozent lasse sich ein Haus so günstig wie seit Ende 2017 nicht mehr finanzieren. Laut Case-Shiller Index halte die Entschleunigung beim Anstieg der Immobilienpreise aber zuletzt trotzdem an. Zum 13. Mal in Folge habe sich der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, im April auf nur noch 3,54 Prozent verringert. Die Schwäche des US-Dollars könnte noch etwas anhalten. (26.06.2019/alc/a/a)